Hunderassen
Sieht man einen Hundebesitzer mit einer Deutschen Dogge spazieren gehen, mutet es manchmal an, als ginge der Hund mit seinem Herrchen oder Frauchen Gassi – und nicht umgekehrt. Dies ist dann der Fall, wenn die Erziehung des Tieres nicht zu 100 Prozent geglückt ist und der vierbeinige Riese seine Kraft ungehindert an der Leine auslebt.

Designer Dog Nummer 1: Der Labradoodle

Man nehme einen Labrador Retriever, dazu noch etwas Pudel. Mit Paarungsbereitschaft und Deckungserfolg versüßt, hat man dann eine völlig neue Hunderasse im Welpenkörbchen: Den Labradoodle. Die Jungen, die aus dieser Verpaarung entstehen, sind drollig, meist gut zu erziehen und eignen sich in den meisten Fällen auch gut als Familienhund – doch durch unseriöse Zucht gibt es leider auch Ausnahmen.
Auf der Suche nach einem passenden Familienhund landen viele Menschen beim Havaneser, da dieser viele positive Eigenschaften mit sich bringt, die ihn als Begleithund auszeichnen, dem es kaum zu turbulent werden kann. Auch zusammen mit Kindern oder anderen Haustieren lässt sich dieser kleine Racker perfekt halten, sofern die Haustierarten vernünftig aneinander gewöhnt sind und die Kinder ein gewisses Maß an Respekt und Vorsicht gegenüber dem kleinen Hündchen walten lassen.

Chow Chow - Der Bär mit der blauen Zunge

Als unerfahrener Hundehalter einfach loszugehen, um einen Chow Chow zu kaufen, ist nicht selten ein Fehler, unter dem Mensch und Tier dann leiden, solange sie zusammen leben. Die Hunderasse hat einen sehr besonderen Charakter, mit dem man umzugehen lernen muss. Dazu sind sie trotz ihres plüschigen Aussehens nicht eine lebendige Form vom Teddybär, mit dem man nach Belieben kuscheln kann.
Nach dem riesigen Kinoerfolg der 101 Dalmatiner wollte jedes Kind weltweit wenigstens einen solchen Hund besitzen – und viele Familien schafften sich nach diesem Blockbuster auch ein schwarz gepunktetes Haustier an. Selbst Katzen mit ähnlicher Fellfarbe erfreuten sich plötzlich höherer Beliebtheit. Dieser Run zu den Dalmatiner Züchtern hat mittlerweile nachgelassen, was Tierfreunde weltweit mit Wohlwollen feststellen, da das Dasein als Modehund für eine Rasse immer mit Problemen verbunden ist
Teppichporsche, Fußhupe – solche und ähnliche Kommentare begleiten das Leben eines Chihuahua leider nur allzu oft. Der Hund wird auf seine Körpergröße reduziert und das völlig zu Unrecht. Wer sich mit der Hunderasse beschäftigt, kommt bald zu dem Schluss: Würden sich seine positiven Wesensmerkmale sich in Körpergröße umschlagen, wäre dieser Hund so groß, dass er seine Nase bequem auf den Esstisch auflegen könnte.
In seiner Qualifikation als Jagdhund steht der Rauhaardackel seinen anderen Familienmitgliedern aus der Dackel Family in nichts nach. Aber auch als Begleithund ist er sehr beliebt, da er pflegeleicht und von der Größe her eher leicht zu halten ist. Allerdings müssen Interessenten für diese Hunderasse berücksichtigen, dass es sich bei den Tieren um relativ eigenwillige Zeitgenossen handeln kann, die bei mangelnder oder falscher Erziehung durchaus ihre Menschen im Griff haben, statt umgekehrt.
Große Hunde sind nicht Jedermanns Sache – doch haben viele große Rassen ganz viele positive Eigenschaften, die sie für einen Familienhund absolut empfehlenswert machen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Wohnung oder das Haus groß genug ist und auch die sonstigen räumlichen Gegebenheiten (Garten, Auslauf) der Größe des Haustieres angepasst sind.
So klein die Yorkshire Terrier sind, so viel Selbstbewusstsein und Temperament bringen sie mit. Man holt sich einen kleinen Wirbelwind ins Haus, der viel Freude bereitet, bei dessen erziehung man aber auch einiges verkehrt machen kann. Wer sich für den „Yorkie“ entscheidet, tut dies zugleich für Kamm und Bürste sowie regelmäßige Besuche beim Hundefriseur. Überraschend mutig wollen die Min i Hunde ihre Familie beschützen, haben dabei manchmal nicht einmal Scheu vor Autos, fremden Menschen oder deutlich größeren anderen Hunden.
Ein Schäferhund ist doch ein Schäferhund, oder? Die meisten Menschen, die selbst keine Erfahrung mit Hunden haben, hörten sicher einmal etwas davon, dass es neben dem sehr bekannten Deutschen Schäferhund auch einen Belgischen Schäferhund gibt. Das war es aber auch, was man sich zu diesem Thema merkt, sofern man kein Interesse daran hat, sich selbst einen Hund dieser Größenordnung zuzulegen. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass es viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den beiden Hunderassen gibt.
Spätestens seit der Fernsehserie Kommissar Rex hat der Deutsche Schäferhund nicht nur einen gewissen Ruhm erhalten – nicht erst, seit dieser besondere Polizeihund sein Können über die TV Sender zeigte, hält er sich tapfer ganz oben auf der Rangliste der beliebtesten Hunde. Seine Zucht wird in Deutschland vom Verein für Deutsche Schäferhunde geregelt – es gibt jedoch auch einen weltweit agierenden Schäferhund-Verein (WUSV) mit immerhin knapp 80 Mitgliedsstaaten.
Knuffig, plüschig und so unheimlich niedlich: So und mit ähnlichen begeisterten Schmeicheleien wird der Pomeranian Zwergspitz überall auf der Welt bezeichnet. Es gab bis Anfang 2019 sogar einen sehr berühmten Vertreter dieser Hunderasse, mit immerhin etwa 16 Millionen Followern in einem bekannten sozialen Netzwerk.
Das Leben mit einem Dackel ist nur so schön, wie gut die Erziehung des Hundes funktioniert hat. Der Charakter dieser Hunde ist so stark, dass das relativ kleine und possierliche Tier es ohne Weiteres schaffen kann, in einer Familie das Alphatier zu werden – sowohl gegenüber den Menschen, als auch im Miteinander mit anderen Hunden. Ein falsch oder nicht erzogener Dackel behauptet sich gegenüber weitaus größeren Hunden und zwar auf eine ganz selbstverständliche Art und Weise.
Viele Menschen haben großen Respekt vor dem Rottweiler, weil dieser einfach durch seine bullige Statur, seine Größe und sein selbstsicheres Auftreten in gewissem Maße angsteinflößend wirken kann. Sind diese Tiere jedoch vernünftig erzogen und sozialisiert, sind sie lammfromme und kinderliebe Begleiter, die treu und zuverlässig an der Seite ihrer Familie leben. Die Hunderasse wird liebevoll auch „Rotti“ genannt und gehört zu den mittelgroßen bis großen Rassen.
Sie sind in den letzten Jahren zum Statussymbol, zum Modehund avanciert und erfreuen sich hoher Beliebtheit: Französische Bulldoggen liegen voll im Trend. Man hört auch oft die Namen Bully oder Frenchie, wenn es um diese Hunde geht – seltener ist hierzulande die Bezeichnung Bouledogue. Wie es der Name bereits erahnen lässt, stammt diese Hunderasse offiziell aus Frankreich, hat aber eine bewegte Geschichte hinter sich, bis sie ihr heutiges Aussehen und ihre Beleibtheit als Familien- und Singlehund erreichte.
Eigentlich kennen die meisten Menschen den Bobtail nur unter diesem Namen. Nur wenige wissen, dass er auch unter der Bezeichnung Old English Sheepdog, zum Beispiel in Fachliteratur, zu finden ist. Die markanteste Eigenschaft des Hundes ist sein Fell, über das manchmal scherzhaft „Wo’s bellt, ist vorne!“ gesagt wird.

In der Ahnengalerie befinden sich Schäferhunde aus Großbritannien und Europa, dazu Hirtenhunde, zum Beispiel aus Russland und Ungarn. Für seine Arbeit als Hütehund wird er heute eher selten eingesetzt, da er in den letzten Jahrzehnten eher als Showhund Karriere machte. Aber auch als braver und ergebener Familienangehöriger mit Spiel und Spaß Faktor ist der Bobtail überaus beliebt.
Huskies sind wunderschöne Hunde. Ihre oft bizarren Augen, das tolle Fell und ihr gesamter Körperbau sind optisch sehr ansprechend. Kein Wunder also, dass mancher Hundefreund sich gerne ein solches Tier anschaffen möchte. Wie beim Border Collie ist das tolle Aussehen allerdings schon beinahe ein Fluch für den Husky als Hunderasse – werden die Tiere nicht gemäß ihrer Veranlagung gehalten, führen sie ein trauriges und unerfülltes Leben, neigen manchmal sogar dazu, zum „Problemhund“ zu werden. Dass hinter den Gründen, aus denen die Tiere dann bei der Tierrettung oder im Tierheim landen, oft „Problemhalter“ stecken, ist alt bekannt, aber leider nicht zu ändern, solange es Züchter gibt, die den Profit vor das Wohlergehen der Hunde stellen und die Tiere an Käufer abgeben, ohne deren Eignung zu hinterfragen beziehungsweise zu überprüfen.

Cocker Spaniel - Ein kleines Rasseportrait

Würde es eine Liste geben mit Hunden, die als Anfängerhunde besonders geeignet sind, wäre der Cocker Spaniel auf dieser Liste sicher auf einem der vorderen Plätze zu finden. Er zählt zu den größeren „kleinen Hunderassen“, ist also nicht so zerbrechlich und klein, wie etwa ein Yorkshire oder Chihuahua und hat einen durchweg sonnigen Charakter. Dazu sind die Hunde sehr gutmütig, gelehrig und fröhlich, sodass sie für den „ersten Hund“ im Leben perfekt geeignet sind. Ein Freifahrtschein für Hundehalter ist dies dennoch nicht, denn die Tiere müssen trotzdem mit Konsequenz und Regeln erzogen werden, brauchen Zuwendung und Auslauf, Pflege und kosten natürlich auch Geld.
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