Chow Chow - Der Bär mit der blauen Zunge

Der Chow Chow in Stichpunkten:

  • wird zwischen 9 und 15 Jahre alt
  • erreicht je nach Geschlecht eine Größe von etwa 46 bis 56 cm.
  • wird zwischen 20 und 32 Kilogramm schwer
  • mehrere Farben laut Rassestandard erlaubt: Rehbraun, Blau, Schwarz, Cremefarben, Rot, auch mit Schattierungen.

Als unerfahrener Hundehalter einfach loszugehen, um einen Chow Chow zu kaufen, ist nicht selten ein Fehler, unter dem Mensch und Tier dann leiden, solange sie zusammen leben. Die Hunderasse hat einen sehr besonderen Charakter, mit dem man umzugehen lernen muss. Dazu sind sie trotz ihres plüschigen Aussehens nicht eine lebendige Form vom Teddybär, mit dem man nach Belieben kuscheln kann. Die Hunde führen ein eher eigenständiges und selbst bestimmtes Leben, in dem die Menschen zwar eine Rolle spielen, denen sie aber nicht unbedingt gefallen müssen. Ein Chow Chow entscheidet selbst, mit wem er sich auf eine Kuscheleinheit einlässt, und mit wem nicht.

Wissenswertes über den Chow Chow

Als Hunderasse zählen Chow Chows zur 5. FCI Gruppe, den „Spitzen und Hunden vom Urtyp“. Hier sind sie wiederum in die 5. Sektion einzuordnen – „asiatische Spitze und verwandte Rassen“. Diese Kategorisierung zeigt schon, dass es sich um eine sehr alte Hunderasse handelt, die über eine lange Geschichte verfügt. Der Chow Chow stammt aus China; sein Vorkommen ist bis in das elfte Jahrhundert nach Christus belegt. Mehrere Deutungsmöglichkeiten gibt es bezüglich des Namens, der aus dem Chinesischen übersetzt so viel wie Leckerli oder auch Ingwer (in Anlehnung an die Farbe des Fells?) bedeuten könnte. Man findet ihn oft auch unter der Bezeichnung „Löwenhund“

In China gibt es den Chow Chow auch noch unter folgenden Namen: „Wonk Lang Kau“, übersetzt etwa Wolfshund, „Hsiung Kou“, was Bärenhund heißt oder auch nach dem typischen Merkmal, der blauen Zunge, „Hek she“. Ihre einstige Verwendung konzentrierte sich auf Dienste als Lastenhund und Jagdhund. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass der Chow Chow in seiner Ahnenschaft einen Chinesischen Grauwolf aufzuweisen hat.

Seinen Weg nach Europa, vielmehr nach Großbritannien, fand der Löwenhund erst 1880. Dort wurde auch eine geregelte Zucht begonnen – im Jahr 1887. Weniger bekannt ist kurzhaarige Chow Chow, dementsprechend auch kaum als Haustier irgendwo vertreten. Doch auch der langhaarige Zeitgenosse ist als Haustier heutzutage nicht mehr so belebt, wie er schon einmal war – sein etwas schwieriger Charakter ist wohl der Grund hierfür.

Chow Chow: Das Aussehen

Nicht nur die Welpen, sondern auch die erwachsenen Hunde sehen aus, wie wuschelige Teddybären, was aber im direkten Gegensatz zu ihrem Charakter steht. Ihr Fell hat etwas Plüsch-artiges; typisch für die Hunde ist ihre blaue Zunge. Bezeichnend für die Hunderasse ist nicht nur der Kopf mit den spitzen Ohren, die aus der Mähne heraus lugen, sondern auch der Körperbau. Der Oberkörper ist vergleichsweise kurz und sehr kräftig, die Läufe lassen sich mit Fug und Recht als stämmig beschreiben. Die runden Pfoten sind ebenfalls ein Merkmal der Rasse. Wie für Spitzhunde üblich, ist die Rute über dem hinteren Rückenteil aufgerollt.

Je nachdem, ob es sich um ein weibliches oder männliches Exemplar handelt, können sich Chow Chows in Größe und Gewicht deutlich unterscheiden. So werden die Männchen, einen optimalen Ernährungszustand vorausgesetzt, bis zu 56 cm groß und bis zu 32 Kilogramm schwer. Weibchen liegen etwas darunter, wiegen an die 20 bis höchstens 25 Kilo und erreichen ein Schultermaß von etwa 46 cm. Das Fell der (langhaarigen) Chow Chows ist sehr dicht, hat eine dicke Unterwolle und besteht ansonsten aus langen, geraden Haaren. Typisch ist die Mähne am Kopf beziehungsweise ein Kragen am Hals. Im Rassestandard erlaubt sind mehrere Farben der Hunderasse – auch mit Schattierungen, allerdings keine Versionen mit Flecken: Helle Chow Chows sind weiß oder cremefarben, im Standard aufgeführt sind auch Blaut, Rot, Schwarz und Rehbraun.

Der Charakter vom Chow Chow

Ist der Chow Chow mit seinen Lebensbedingungen einverstanden, ist er ein eher stiller, kaum aus der Fassung zu bringender Zeitgenosse. Er beobachtet das Geschehen mit einer vornehmen Zurückhaltung, ist ausgeglichen, aber wachsam. Sehr eigenständig bestimmt er seinen Tagesablauf und zeichnet sich dabei durch eine enorme Willensstärke aus. Nichtsdestotrotz sind sie – meist einer ausgewählten Lieblingsperson gegenüber – loyal und treu, alle weiteren Rudelmitglieder werden toleriert und gnädig akzeptiert.

Wo andere Hunde längst in heller Aufregung kurz vor dem Ausflippen sind, liegt ein Chow Chow immer noch mit wachsamem Blick auf seinem Platz und beobachtet still das Zeitgeschehen. Schon beinahe dickköpfig besteht er auf seinem Recht, zu entscheiden, was er tut oder nicht. Lebt er bei mehreren Menschen, ist der Chow Chow der, der sich auf meist diejenige Person fixiert, die mit ihm den Großteil der Erziehung absolviert hat. Von Kindern hält er meist nicht sehr viel, weswegen er als Familienhund eher nicht geeignet ist. Unterwürfigkeit, wie bei anderen Hunden mit einem ausgeprägten „Will to Please“ Empfinden, ist von einem Chow Chow eher nicht zu erwarten.

Seine Wachsamkeit ist beachtlich, wobei er nicht wild bellt und herumspringt, wenn sich ein Fremder nähert, sondern sich eher arrogant abweisend verhält und kurz meldet, dass etwas im Argen sein könnte. Nicht nur in Sachen Reinlichkeit könnte der Chow Chow vor allem, was seinen Charakter betrifft, durchaus auch Katzen in seiner Ahnengalerie haben.

Erziehung eines Chow Chow Welpen

Um eine vertrauensvolle Bindung zu einem kleinen Chow Chows aufbauen zu können, ist die Welpenschule die beste Adresse. Allerdings darf man sich dies nicht wie bei anderen kleinen Welpen als verspielte Erziehungsmaßnahme mit Spaßfaktor vorstellen. Vielmehr besteht ein kleiner Chow Chow schon in frühester Jugend auf eine ernsthafte Behandlung, auf eine geduldige Erziehung mi dem nötigen Respekt. Für Neulinge in der Hundehaltung sind die eigensinnigen Dickköpfe deswegen auch eher wenig geeignet – es braucht erfahrene Hundehalter, die genau wissen, was sie tun.

Beweise für misslungene Erziehung und Sozialisierung, eine Phase, während der man auch die Eigenheiten seines Hundes kennen lernt, finden sich in Tierheimen und Rettungsvereinen, wie zum Beispiel Chow in Not. Hier entledigt man sich der Tiere, mit deren Verhalten man aufgrund von Unerfahrenheit oder falscher Herangehensweise einfach nicht klar kommt. Schuld ist natürlich, wie so oft, der Hund.

Haltung eines Chow Chows

Ambitionen in Hundesportarten oder beim Joggen, Radfahren oder auf langen Wanderungen darf man von einem Chow Chow nicht erwarten. Schon die körperlichen Voraussetzungen machen sie für diese Formen der Bewegung ungeeignet – die geraden Hinterläufe machen die Hunde eher ungelenk. Überhaupt sind Chow Chows für körperliche Belastungen nicht zu haben. Wohl aber lieben sie lange gemütliche Spaziergänge, bei denen sie ihre Umwelt mit der Nase erobern können. Wenn überhaupt, kann man dem Vierbeiner mit Suchspielen, bei dem die Nase zum Beispiel zum Erschnüffeln von Leckerlis eingesetzt werden muss, eine Freude machen. Ein sicheres Geschirr, eine stabile Leine und ein standfester Halter sind beim Spaziergang von Nöten, da die Chow Chows sich ihren angeborenen Jagdtrieb nur schwerlich ausreden lassen. Ein gemütliches Plätzchen in der Wohnung und ein übersichtlicher Beobachtungsposten in einem Garten sind für die Haltung eines Chow Chows wichtige Voraussetzungen.

Vom ersten Tag des Zusammenlebens muss ein Chow Chow an Kamm und Bürste gewöhnt werden. Diese Utensilien vermeiden bei täglicher Anwendung (diese ist Pflicht!) die schlimmen Verfilzungen des Fells, vornehmlich an den Ohren und im Halsbereich. Getrimmt werden die Vierbeiner nicht – außer an den Läufen, damit Schmutz und Nässe nicht zu einem Problem werden und sich auch hier keine Filze bilden. Eine Zeit lang hat man es mit der Zucht der Chow Chows übertrieben, was sich heute noch manchmal zeigt: Tiere mit vielen Falten im Gesicht, kaum sichtbar unter der Behaarung, machen das Atmen schwer und behindern auch die Sicht – zudem besteht in den Hautfalten eine hohe Infektionsgefahr. Beim Welpenkauf sollte man auf diese Gesichtsfalten – nicht nur bei den Welpen, sondern auch bei den Eltern – achten. Ein reinrassiger Chow Chow Welpe von einem seriösen Züchter liegt preislich übrigens bei zwischen 1500 und 2000 Euro!

Bild von skeeze auf Pixabay

Kategorien: Hunderassen
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