Fertigfutter für Hunde aber richtig – vom Erfinder des Dog-Craft

Ein Kommentar von Kai Nagel – Geschäftsführer der Firma Bubeck.

Fertignahrung steht bei vielen Hundehaltern in der Kritik. Zurecht? Die Ernährung des Hundes hat in den letzten 30 Jahren eine Industrialisierung der Herstellung erfahren, welche den Hund nicht in seiner Gesundheit gefördert und Fertignahrung sehr in Verruf gebracht hat. Des Weiteren sind, auch von Herstellerseite – oder besser von Marken, die sich als Hersteller ausgeben – Ernährungsweisen auf den Markt gebracht worden, die für die Gesundheit des Hundes nicht förderlich sind.

Wir müssen aber an dieser Stelle eine Lanze für Fertignahrung brechen, denn handwerklich gut gemachtes Futter macht den Hund nicht krank. Mit dem Respekt vor den Rohstoffen und einer Futter Zusammenstellung, die den Hund ernährt und nicht krank macht, hätte Fertigfutter immer noch einen guten Ruf. Die Herstellung von Hundenahrung braucht Handwerkskunst, Zeit und Liebe und keine industriellen Großanlagen, Chemielabore und Unwissenheit in der Hundeernährung.  Was uns vom Markt abhebt, ist die jahrelange Craft-Kunst in der Hundeernährung, welche wir als Pioniere seit 1893 verfolgen. Kein Unternehmen in Deutschland beschäftigt sich schon so lange explizit mit der Hundeernährung und stellt diese auch so lange schon selbst her.

In Zeiten von zunehmenden Allergien und Futterunverträglichkeiten bei Hunden möchten wir als ältester Hersteller von Hundenahrung in Deutschland mit Mysterien und Fehlinformationen ins Gericht gehen. Es gab noch nie eine Zeit, in der die Verunsicherung über die Ernährung unserer Hunde so groß war wie heute. Noch nie waren so viele Unwahrheiten im Umlauf, die fast schon religiöse Züge annehmen. Bubeck begleitet den Markt seit über 125 Jahren und hat somit schon viele Trends in der Hundenahrung kommen und gehen sehen und es gibt einen Grund, warum gebackene Hundenahrung die Zeit überdauert hat und viele Hundebesitzer Ihrem Hund zuliebe wieder zu dieser Fütterungsweise zurückkehren. Dies ist, was uns von anderen Hundefutterherstellern immer noch unterscheidet.

Wir möchten einmal kurz beleuchten, warum die Fertignahrung unserer Meinung nach zurzeit so sehr in der Kritik steht und warum viele Hundehalter durch falsche Informationen sich falsch in der Fütterung verhalten.

- Ich bin nicht dein Vater -

Seit 1893 hat Bubeck aus einem bestimmten Grund den Slogan „Bubeck füttert die Hunde“. Nun müssen alle Hundehalter stark sein, denn wir müssen Ihnen sagen: Sie haben ehrlich keinen Wolf zu Hause. Warum verunglimpfen und degradieren wir unsere Hunde zu Wölfen? Für Sie wäre es auch nicht schön, wenn man Sie noch als Affen bezeichnen würde und man Ihnen empfiehlt, einen Affenforscher in Ernährungsfragen zu konsultieren. Auch in der Werbung wird in der Humanernährung kein Affe auf unseren Lebensmitteln abgebildet um diese als artgerechte Ernährung für Sie zu kennzeichnen. Aber in der Hundeernährung schenken wir sogenannten Experten glauben, die auf den Wolf in der Ernährung der Hunde verweisen. Aus unserer Sicht, kann man im Moment gut unterscheiden, welche der im Handel erhältlichen Marken sich aus Werbeagenturen gebildet haben, sich als Hersteller / Marke auftreten um „eine schnelle Mark“ zu machen und den Produzenten, die schon lange auf dem Markt sind und selbst produzieren. Bei den einen stehen die Worte – Wolf, Wild, Natur usw. – im Vordergrund, gepaart natürlich mit Bildern vom ursprünglichen wilden Wolf und der rauen Natur.  Bei denen die schon lange Tiernahrung herstellen, steht immer noch der Hund im Vordergrund und wird auch explizit genannt.

Mein Hund braucht Fleisch und sonst nichts

Aus der Haltung Wolf = Fleischfresser – Hund dann auch Fleischfresser, kommt die Vermutung ich tue meinem Hund etwas Gutes, wenn ich ihm nur noch Fleisch zu fressen gebe. Dazu wird man natürlich durch die BARF – Jünger weiter indoktriniert, die schon fast religiös überall verbreiten: „der Hund ist ein Wolf und braucht Fleisch“. Dies ist völlig an der Realität vorbei gedacht und schädigt sogar langfristig der Gesundheit des Hundes. Wir leben mit dem Hund schon über 35.000 Jahre und in dieser Zeit hat sich eine Art des Urwolfes natürlich zum Wolf entwickelt, jedoch nicht nur. Aus diesem Urwolf sind auch weitere Arten entstanden, so ist der Fuchs, der Dingo, der Schakal und der Hund mit diesem Urwolf verwandt, aber in ihrem Sozialverhalten, sowie ernährungstechnisch nicht mit ihm zu vergleichen. Wir haben den Hund an uns gebunden, auch mit der Maßgabe, dass wir dem Hund die Sicherheit gegeben haben, wenn du bei uns bleibst musst du dir um Ernährung keine Sorgen mehr machen. So wurde der Hund hauptsächlich mit Tischresten gefüttert und hier war, wenn wir ehrlich sind, selten Fleisch auf dem Speiseplan. Wenn der Mensch schon kein Fleisch bekam, warum sollte dann für den Hund etwas übrigbleiben? Unsere Vorfahren würden über unsere Ansichten zur Fütterung des Hundes nur Ihre Köpfe schütteln. Es ist unserer Wohlstandsgesellschaft geschuldet und der Tatsache, dass viele Menschen keinen Bezug mehr haben zur natürlichen Herstellung von Nahrungsmitteln. Viele Dinge, die für unsere Großeltern noch normal waren sind heute nicht mehr vorstellbar und das Wissen darüber ist auch verschwunden. Wer würde heute noch Marmelade herstellen können? Eine echte Suppe aus Knochen usw. kochen, das ist heute eine Seltenheit. Wer kann heute noch einen Nudelteig selbst herstellen? So haben es Menschen leicht, Mythen in der Welt zu verbreiten, wie zum Beispiel über Hundeernährung, die so nie sein konnten und können. Ernähren kostet Zeit. Zeit, sich mit Ernährung auch auseinander zu setzen. Für uns Menschen und für unsere Vierbeiner.  Fast Food und SLOW FOOD. Wir wissen alle was letztendlich gesünder ist.

Er hat sich sein Fleisch gejagt

Nein, das hat der Hund nicht. Wenn ein Haus- und Hofhund noch vor 200 Jahren gejagt hätte, wäre erst er und dann der Hundehalter vom Landvogt wegen Wilderei hingerichtet worden. Noch bis heute ist das Jagen ein Hoheitsrecht und Sie können Ihren Hund im Wald nicht einfach sein Fressen sich holen lassen, geschweige denn selbst zu jagen. Auch den Hütehunden hat man das Jagen abgewöhnt, sie sollten die Herde nur vor Feinden beschützen. Bei manchen Hütehunden ging man sogar soweit, dass man sie mit den Schafen groß zog. Natürlich mussten sie kein Gras fressen, aber man hat Ihnen auch nicht ein Lamm zum Fressen vorgesetzt. Sogar die Jagdhunde sollten das Tier, welches sie jagen sollten, nicht als Nahrungsquelle ansehen. Eine Ente sollte in einem Stück apportiert werden und das Wildschein oder Reh durfte nicht angenagt werden. Somit musste der Hundemagen sich auf andere Energiequellen einstellen und das hat er im Laufe seiner Evolution dann auch erfolgreich getan. Er hat im Gegensatz zum Wolf 30 Enzyme im Magen um Kohlenhydrate auf zu spalten, der Wolf hat im Gegensatz dazu nur 3. Dies wurde schon in einer Studie von 1980 erforscht – durch den Genforscher Erik Axelsson Fachbereich: Science for Life Laboratory, Department of Medical Biochemistry and Microbiology, Uppsala University in Schweden. Auch die Niere des Hundes ist mit der Reinigung des Blutes überlastet, wenn der Hund zu viel Fleisch bekommt und damit seinen Energiehaushalt ausschließlich über Proteine deckt. Es erhöht sich der Harnwert im Blut und die Niere kann diesen nicht mehr abbauen, langfristig kann dies zu einem Nierenschaden führen und auch Arthrose kann darauf zurückgeführt werden. Der Hund hat nicht mehr die „Turboniere“ wie z.B. Katzen, die ihre Energie nur über Proteine generieren können und hierfür einen ganz anderen Stoffwechsel haben. So war schon eine Empfehlung von 1850 – Vero Shaw „Das illustrierte Buch vom Hunde“ - zur Ernährung des Hundes, dass nicht mehr als 1/3 der Gesamtration Fleisch sein dürfe. 2/3 müssen Kohlenhydrate, Gemüse und andere energiereiche Stoffe sein. Ganz wichtig an dieser Stelle zu sagen, wir reden hier bei dem Fleischgehalt von Frischfleisch, welches zu 70% aus Wasser besteht. Bitte bedenken Sie, dass dieser Wasseranteil mit zur Gesamtration gezählt wird.

Wie kam der Hund zum Hundekuchen

Mit diesem Wissen, dass man dem Hund zwar Fleisch geben sollte, aber dies nicht übertreiben sollte, kam man irgendwann zwischen 1800 – 1850 drauf, Fleisch in einen Brotteig mit ein zu backen. So entstand der Hundekuchen, welchen man dem Hund als Hauptmahlzeit gegeben hatte. Bubeck ist nicht der Erfinder des Hundekuchens, dieser ist heute auch nicht mehr aus zu machen, aber BUBECK ist die Firma, die die Zeit als Hersteller überdauert hat und noch heute existiert. Man vermutet, dass die Herstellung von Hundekuchen in England ihren Ursprung genommen hatte und so kann man sehen, dass die Gründung der Firmen von England über Norddeutschland bis 1893 auch in Süddeutschland ihren Einzug erhalten hat. Insgesamt kann man in Deutschland heute noch 4 Firmen nachweisen, welche im 19 Jahrhundert produziert haben. Warum gab es hier nicht viel mehr Firmen? Fertige Hundenahrung war zu dieser Zeit noch nicht in den Privathaushalten angekommen. So wurden Hunde hauptsächlich von Tischabfällen gefüttert. Nur Züchter, Polizeihunde und Wachhunde für Industrieanlagen haben von der Fertignahrung profitiert. Auch die großen Jagdhund Züchtungen des Adels waren froh über diese Alternative, so war auch Bubeck Lieferant für das königliche Hofjagdamt des Hauses von Württemberg. Erst Anfang des 20sten Jahrhunderts wollten auch Privatleute Ihre Hunde mit Fertignahrung füttern und ab 1905 entstanden immer mehr Hersteller für Hundenahrung. Jedoch backen war nicht die einzige Fütterungsmethode. Von ca. 1920 bis 1995 war es auch üblich den Hund mit einer Mischung aus verschiedenen Getreideflocken zu füttern. Diese wurden mit heißem Wasser aufgekocht und quellen gelassen. So machte diese Fütterungsmethode mit den Flocken über 90% des Marktes aus. Dazu hat man ab und an eine Dose mit Fleisch gegeben oder in der Flockenmischung war schon getrocknetes Fleisch in Form von Rinder- oder Schweinegrieben enthalten. Im Gegensatz dazu war backen teuer. Deshalb setzten sich im Handel die Flocken durch. Auch Bubeck hatte bis in die 90er Jahre Flockenmischungen fest im Sortiment.

Masse statt Klasse

Jedoch hat sich in der Herstellung der Hundenahrung in den letzten 30 Jahren viel getan und das nicht zum Besten des Hundes. In den 1960ern hat man in Amerika entdeckt, dass man den Extruder nicht nur zur Herstellung von Plastik und Kunststoffen benutzen kann, sondern auch zur Herstellung von Lebensmitteln. Unglaublich, aber wahr. Hierfür benötigt man vereinfacht gesagt einen großen Fleischwolf, welcher den Rohstoffbrei im inneren durch großen Druck und Hitze kurz kocht. Sobald dieser Brei dann an die Luft kommt, entsteht durch das verdampfen des Wassers ein Brocken, eine Art Schwamm. So waren für den Menschen beispielsweise der Erdnussflip und die Frühstücks Cornflakes geboren. Man verstand sofort, dass man durch diese Herstellungsweise schnell und effektiv viele und günstige Nahrungsmittel herstellen konnte. Diese haben eine hohe Energiedichte, natürlich auch durch den Einsatz von Zucker oder Zuckerersatzstoffen. Noch heute ist Zucker ein wichtiges Betriebsmittel für den Extruder. Diese Erkenntnis nutze man zuerst für die Mastfütterung von Nutztieren, da sich der Verbrauch an Fleisch in den Industrieländern durch den Wohlstand massiv erhöht hatte. Man musste also die Tiere immer schneller zu Ihrem Schlachtgewicht bringen. Mit der Extrusion hatte man eine Möglichkeit viel Energie in die Nahrung zu packen, um dieses Ziel zu erreichen. So waren viele der heutigen Hundefutterhersteller bis in die 1990er noch immer Hersteller von Mastfutter und hatten das Heimtier Hund noch nicht im Fokus. Als das Geschäft mit der Mastnahrung durch die BSE-Krise in Verruf kam suchte man neue Vertriebskanäle und da entdeckte man den Hund oder besser das Heimtier. Man konnte ja schnell, viel und billig Hundenahrung herstellen. Was man bis heute vergessen hat, ein Mast Tier bekam außer dem Kraftfutter noch andere Nahrung und man musste es nur über ca. 2 - 3 Jahre füttern, dann wurde es geschlachtet. So kamen die Nachteile der Extrusion nie so richtig zum Tragen. Es ist aber auch bezeichnend, dass Demeter sich lange gegen die Fütterung mit extrudierter Kraftnahrung gewehrt hatte und es sogar verboten hatte bei den Tieren, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet wurden, einzusetzen. Ansonsten durfte man das Siegel Dementer nicht benutzen. Für den Menschen erkannte man schon früh die Risiken der Extrusion… Und bei Hunden ist dies anders?

Was braucht mein Hund jetzt eigentlich wirklich

Das ist grundsätzlich einfach zu sagen. Hier in absteigender Reihenfolge. Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sollten natürlich in ausreichender Menge vorhanden sein. Dann wäre Ihr Hund optimal ernährt. Kohlenhydrate und Fette für die Energie und Proteine für den Zellaufbau und Zellerhalt. Ihr Hund wird durch die Fütterung mit Kohlenhydraten nicht wie vielfach angenommen zur Kuh oder gar zum Kaninchen, er kann dadurch nur seinen Körper optimal mit Energie und Nährstoffen versorgen. So können auch pflanzliche Proteine von Hunden gut aufgenommen werden. Es müssen nicht immer nur tierische sein. Jedoch ist klar, dass tierische Proteine alle essentiellen Aminosäuren für den Hund in ausreichender und leicht aufnehmbarer Form enthalten. So ist vielfach auf einem Futtersack die Rohproteinangabe für die Bewertung des Futters nicht ganz eindeutig aussagekräftig. Wichtig wäre auch zu wissen, wieviel davon aus tierischen und wieviel aus pflanzlichen Quellen kommt. Aber wir müssen hier auch sagen, dass eine Vegetarische oder Vegane Diät dem Hund nicht schaden würde, jedoch würden wir diese nicht grundsätzlich für jeden Hund als Alleinfuttermittel empfehlen. Aber gewisse fleischfreie Tage sind auch für den Hund eher gesund als schädlich. Viel Verwirrung herrscht auch bei den Hundehaltern und selbst bei so manchem selbst ernannten Ernährungsexperten, wenn es zu der Frage kommt wieviel Protein braucht der Hund und wieviel Proteine ist in meinem Schnitzel enthalten. Für das große Ganze haben wir einen eigenen Artikel über Proteine in unserem Blog, es sei nur so viel gesagt, es reichen weniger als gedacht. Kleine Hunde benötigen ca. 2g Rohprotein je kg Körpergewicht, aber je größer der Hund wird umso weniger Rohprotein ist nötig. So geht der Wert je kg Körpergewicht fast auf 1g pro kg Hund zurück. Der Mensch zum Vergleich braucht auch ca. 0,8g pro kg Körpergewicht. Aber was hat denn mein Fleisch an Rohprotein? Bei Muskelfleisch kann man von einem Wert bei 100g von ca. 18 – 25g ausgehen. So hat ein Stück Fleisch ca. 18 – 25% Rohprotein. Bei allen anderen Teilen geht der Wert erheblich zurück, so hat die Lunge nur ca. 7% also bei 100g – 7g Rohprotein. So reichen einem 30kg Hund schon 300g Frischfleisch um seinen Tagesbedarf zu decken. Jetzt wird es aber kompliziert, denn wenn ich Trockenfutter herstelle trockne ich das Wasser aus dem Fleisch und somit erhöht sich der Proteinwert in dem Verbleibenden Fleischrest. So hat ein Stück getrocknetes Fleisch zwischen 40 – 60g Rohprotein bei 100g oder anders gesagt, 40 – 60% Rohprotein. So reichen 100g getrocknetes Fleisch schon aus, um den Tagesbedarf an Rohprotein bei einem Hund zu decken.
Die in dem Abschnitt enthaltenen Angaben sind nur Richtwerte und müssen auf den Hund und seine Lebenssituation individuell angepasst werden. So gibt es Unterschiede bei Säugenden Hündinnen, Welpen und stark aktiven Hunden usw.

Kommen wir nun zu den Herstellungsmethoden

Gekocht ist nicht gekocht

Wir wissen ja jetzt, dass Hundenahrung gut aufgeschlossene Kohlenhydrate, Fett und ein Anteil von Proteinen enthalten muss. Wichtig an dieser Stelle ist das „gut aufgeschlossen“ und „gut gekocht“. Die Kohlenhydrate für den Körper des Hundes verfügbar zu machen durch kochen – das kann jeder Extruder. So dass die Nährstoffe vom Hund aufgenommen werden können. Jedoch hat uns, so wie es aussieht, die Natur ein Schnippchen geschlagen, denn Nahrungsmittel sollten auch gut gekocht sein, dass die Giftstoffe aus den Pflanzen verschwunden sind. Ja, Sie haben richtig gelesen, die Giftstoffe. Forscher haben herausgefunden, dass jede Pflanze in Ihrer Wachstumsphase auch Giftstoffe in sich trägt um sich zu erhalten. Sonst wäre ein Feld mit Weizen von Vögeln leergefressen oder die Kartoffel würde eine ideale Nahrungsquelle für Wühlmäuse und ähnlichen Tieren sein. Als unsere Urahnen diese Pflanzen für sich als Nahrungsquelle entdeckt haben war eine Grundvoraussetzung zur Nutzung dieser, die Erfindung des Feuers. Nur durch Kochen oder Backen kann man die Giftstoffe der Pflanzen zerstören und somit für uns und auch für den Hund als Nahrungsquelle nutzen und genießbar machen. Ansonsten hätten wir uns weiter von Beeren und Früchten ernähren müssen. Ob nun diese zivilisatorische Errungenschaft für die Natur gut war oder nicht, lassen wir dahingestellt sein. Sicher ist, ohne diese wäre der Mensch nicht sesshaft geworden und sein Gehirn hätte sich nicht dementsprechend entwickelt und er wäre nicht auf dem Stand auf dem er heute ist. Jedoch hat uns unsere schnelllebige und hektische Gesellschaft auch die Zeit genommen, Lebensmittel zu schätzen und diese auch mit Zeit und Muse für uns aufzubereiten. Heute muss alles schnell gehen und so muss Hundefutter, Brot und Brötchen schnell und ohne großen Aufwand für uns verfügbar sein. Es ist erstaunlich, dass es in den Ländern, in denen man sich noch Zeit für die Ernährung lässt, es nicht so viele Probleme mit Allergien gibt. – lesen Sie auch in unserem Blog: „Gluten – der Feind in meinem Hundefutter“ - So ist es auch mit dem modernen Hundefutter Sorten. Schnell im Extruder hergestellt, aber leider für den Darm des Hundes nicht gut verträglich, denn die Gifte der Pflanzen wirken erst im Darm. Jeder weiß, dass unser Immunsystem sehr stark vom Darm abhängt und dies aus den Fugen gerät, wenn es hier zu Schädigungen kommt.

Bei der Extruderherstellung von einem schonenden Kochvorgang oder Dampfgaren zu sprechen finden wir jedoch bedenklich. Ein Extruder wurde dafür konzipiert, lange Molekülketten herzustellen. Denn in der Kunststoffherstellung ist man darauf angewiesen robuste, feste, langlebige und auch flexible Hüllen, Tragetaschen oder ähnliches zu entwickeln. Doch für die Ernährung benötigen wir aufgeschlossene kurze Molekülketten. Also das genaue Gegenteil. Auf diesen Maschinen lassen sich auch wunderbar Tragetaschen auf Maisbasis herstellen. Mais lässt sich hervorragend verarbeiten, das weiß man seit der Erfindung der Cornflakes. So ist auch kaum verwunderlich, dass die ersten Hundefuttersorten hauptsächlich aus Mais bestanden. Erst mit den Jahren erkannte man, dass auch andere Rohstoffe in den Extrudern verarbeitet werden konnten.

Was will mir kaltgepresst sagen?

Dann gibt es noch die Art des kalt gepressten Hundefutters. Die Herstellungsweise kommt aus der Herstellung von Pferde- und Rindkraftfutter. Natürlich kann man die Rohstoffe ohne Einwirkung durch Hitze von außen kalt – also ohne weitere Erhitzung der Presse – zusammenpressen, aber Druck erzeugt immer Wärme und wenn es halten soll, reicht nicht ein bisschen Druck/Wärme. Wie schon beschrieben kommt das Kaltpressen aus der Herstellung von Futter für Pferde und Rinder, hier wird Gras und Stroh zusammengepresst, was für eine Kuh auch kein Problem ist, dies auf zu spalten, aber an diesem Punkt muss ich den Wolf-Anhängern recht geben, der Hund ist keine Kuh. Er braucht aufgeschlossene Kohlenhydrate und kann diese nicht in seinem Körper generieren. So bekomme ich nur einen Aufschluss der Rohstoffe durch eine Erhitzung von über 70 Grad. Alles darunter ist roh und für den Hund nicht verwertbar, außer reines Fleisch. So rühmt sich hier manch ein Tierarzt mit einem Futter was nur maximal bei40 Grad erhitz wurde… Auch Keime muss ich bei der Herstellung eines Futters abtöten, und auch dies passiert nicht bei 40Grad.

BARF – englisch gesagt: zum Kotzen?

„to barf“ ist im Englischen ein Ausdruck für „sich übergeben“. Aber in der Hundewelt bedeutet es Bones And Raw Food, eine Bewegung, die in Amerika ihren Ursprung nahm und sich fast wie eine Religion auch bei uns ausgebreitet hat. Dem Hund rohes Fleisch zum Fressen zu geben birgt aber schon grundsätzlich Gefahren in sich, denn sobald Fleisch nicht richtig gekühlt wird, entstehen Keime, die unter Umständen auch für den Hund lebensgefährlich sein können. Auch wird bei den sehr ursprünglichen Formen des BARF die Fleischration als Hauptbestandteil gesehen und so kann der Hund keine Energie aus anderen Quellen als den Proteinen ziehen. Dies bedeutet, dass er zwar kurzfristig gut aussieht, aber langfristig Probleme bekommt. Dies ist wie in einer Low-Carb-Diät bei den Menschen. Kurzfristig ja, aber grundsätzlich kann diese Ernährungsweise auf lange Sicht gesehen die Nieren schädigen und an Ausdauersport ist hier nicht mehr zu denken. So ist der Ansatz zwar gut, dem Hund etwas selbst zubereitetes zu geben, aber mit der kommerziell verbreiteten Fütterungsempfehlung kann der Hund auf lange Sicht nur krank werden. Trotzdem verteidigen die Anhänger dieser Bewegung Ihre Hunde und Ihre Einstellung gegenüber Andersdenkenden radikal, vor allem in sozialen Medien. Man kann schon fast von einer Wolf Hysterie sprechen.

Die Dose als Reinfleisch

Nach den obigen Ausführungen ist die Dose als Reinfleisch nur als Ergänzung gedacht und muss hier auch nicht mehr länger erklärt werden. Jedoch ist eine Nassfütterung mit einer Menüdose, das heißt wenn auch genügend Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthalten sind, nicht von der Hand zu weisen. Denn die Herstellung von Dosen hat für den Hund einen entscheidenden Vorteil. Alle in der Dose enthaltenen Rohstoffe werden natürlich und schonend aufgeschlossen. Auch die Reinfleischdose als Ergänzung z.B. für eine Ernährung mit Flockenmischungen oder einer gebackenen Barf Ergänzung ist für den Hund eine anerkannte und auch gesunde Ernährungsform und über 70 Jahre des letzten Jahrhunderts üblich. Denn die Herstellung von Flocken schließt die Kohlenhydrate auf und durch das Quellen mit heißem Wasser kurz vor der Fütterung ist der Brei sehr gut für den Hund verdaubar. Es gab auch noch bis in die 1980er einen Geheimtipp bei Züchtern, die auch auf Hundeausstellungen gegangen sind. Wochen vor der Show gab es Kartoffelstampf mit ein wenig Fleisch versetzt, so hatte man gepaart mit ein wenig Training einen optimalen Muskelaufbau und durch die Kartoffel und deren Vitamine ein natürlich glänzendes Fell. Aus diesem Grund ist die Kartoffel schon immer ein Bestandteil der Ernährung für den Hund und kein neuer Trend.

Aber man darf bei den hier beschriebenen Fütterungsmethoden nie die Zahnreinigung vergessen, denn durch die feuchte Nahrung bleiben immer Speisereste zwischen den Zähnen hängen. So ist von Zeit zu Zeit eine Zahnreinigung angeraten, um üblen Mundgeruch und Zahnstein zu vermeiden. Natürlich sollte man bei jeder Fütterungsmethode darauf achten, jedoch bei reiner Nassfütterung verstärkt.

Der Vorteil dieser Fütterungsmethode besteht natürlich für Hunde, die nicht gerne Trinken. Hier wird die Flüssigkeit schon zum großen Teil durch die Nahrung mit aufgenommen.

Muss mein Futter getreidefrei sein?

Nein muss es nicht. Aber von überall her hört man, dass nur getreidefreies Futter für den Hund gut ist, was soll ich nun tun? Diese oder ähnliche Fragen stellen sich Hundehalter, aber woher kommen die Aussagen? Zum einen kommen die wieder einmal, ich kann es nicht oft genug sagen, von Werbeagenturen und eingefleischten Wolfstheorie Anhängern, zum anderen von Hundehaltern, die wirklich Probleme mit der Verdauung bei Ihrem Hund bekommen haben. Jedoch muss man nach heutigem Kenntnisstand sagen, dass nicht das Gluten schuld ist – siehe „Gluten, der Feind in meinem Hundefutter“ - Hier führen wir noch einmal die Herstellungsmethode an, welche zu einem Reizdarm und in 95% der Fälle nicht zu einer Zöliakie führt. Das zu kurze erhitzen und die dadurch nicht vollständige Vernichtung der Giftstoffe, vor allem bei Vollkornprodukten führt zum Reizdarm. Noch immer ist nicht ganz erforscht, welche Stoffe bei der Extrusion entstehen, bzw. welche der Gesundheit nicht förderlich sind. Aus diesem Grund gibt es jetzt auch schon Hunde, die eine Allergie auf Kartoffeln entwickeln. Jedoch ist es nachgewiesen, dass es bei der Kartoffel im Grunde nur eine Kontaktallergie bei der rohen Kartoffel geben kann. Man reagiert auf die Giftstoffe, die eine Kartoffel in der Wachstumsphase entwickelt, um nicht schon im Boden gefressen zu werden. Diese werden aber bei einem richtigen Back- oder Kochvorgang vollständig abgebaut. Der vermeintlich Kartoffelallergische Hund jedoch reagiert auf eine weiterverarbeitete Kartoffel? Hier steht die Wissenschaft vor einem Rätsel, aber kluge Menschen verbreiten jetzt natürlich, dass Fleisch, mal wieder, die Lösung ist oder es werden Kohlenhydratquellen aus ganz exotischen Quellen gesucht. So holen wir uns um den halben Erdball die Süßkartoffel, nur um den Hund zu füttern, wobei es auch schon hier Allergiker gibt. Nachhaltigkeit wird hier unter anderem ganz großgeschrieben. Vielleicht ist doch nicht nur wichtig was drin ist im Futter, sondern auch wie es hergestellt und verarbeitet wird! Es lohnt sich gewiss einmal darüber nachzudenken.

Schon beim Leckerli fängt es an

Natürlich wollen wir unseren Hund auch Belohnen und manche Hundehalter sehen das Leckerli auch als Trainingsmethode. Das sollte man immer auch differenziert sehen, denn bei dem einen Hund klappt es ganz gut und andere Hunde verfallen regelrecht in Stress. Hier muss man wissen, dass der Hund die Sicherheit der Hauptmahlzeit für sein körperliches und seelisches Wohlbefinden benötigt. Auch in diesem Verhalten unterscheidet sich der Hund vom Wolf, denn der Hund, wenn er menschenfern lebt, wendet für die Nahrungssuche am Tag rund 3 Stunden auf, aber für die soziale Pflege mind. 6 Stunden. Im Gegensatz dazu wendet der Wolf 6 Stunden des Tages mindestens für Nahrungssuche auf und nur ca. 3 Stunden für die Pflege des sozialen Kontakts. Wenn man nun dem Hund die Nahrung nur, wie es manch ein sogenannter Hundetrainer empfiehlt, nur als Belohnung gibt, beruhigt man den Hund nicht im Geringsten, man bringt ihn eher in Stress. Der Hund sollte Leckerlies zwar bekommen, aber die Hauptmahlzeit muss für den Hund gesichert und verlässlich ohne sein Zutun einfach vorhanden sein.

Weiterhin kann man bei der Leckerli-Gabe oder der Belohnung viel falsch machen, denn manche Hundehalter geben Ihrem Hund immer noch täglich Leckerlies in Form von getrocknetem Fleisch. Dies ist natürlich nicht verwerflich, wenn dies in Maßen geschieht. Denn wenn man davon ausgeht, dass ein Hund mit ca. 30kg ca. 60g Rohprotein braucht – siehe auch „Deklaration kurz erklärt: Was sind Rohproteine“- ist man schon bei einem Hundeleckerli von 100g getrocknetem Fleisch bei 48 – 55g Rohprotein. Somit hat man schon fast den Tagesbedarf des Hundes gedeckt.  Dann kommt noch das Hauptfutter hinzu. Also alles in allem hat der Hund mehr Proteine als er verbrauchen kann und seinem Körper guttun. Die Folgen können Nierenschaden oder gar Arthrose sein.

Aber das Fleisch für meinen Hund muss schon nachhaltig sein

Was einen dann aber bei den Wolfsanhängern vollständig irritiert, ist die Forderung, dass Fleisch für den eigenen Hund darf auf keinen Fall aus einer Massentierhaltung kommen, der Fisch mit der Angel gefangen sein und alles soll nachhaltig sein. Hier muss ich dann fragen, wie kann das sein? Wenn ich alleine für meinen Hund 100g getrocknetes Fleisch als Leckerli gebe muss ich schon am Tag bei 10 Mio Hunden 3.300.000kg Fleisch schlachten. Das wären am Tag 11.100 Rinder oder im Jahr fast 4.000.000. Wir reden hier nur von Leckerli für den Hund.

So kommen wir wieder zurück zum Hundekuchen

So hat das Backen von Leckerlies und auch der Vollnahrung einen entscheidenden Vorteil. Die Rohstoffe können in einem für den Hund gesunden Verhältnis als Nahrung verbacken werden. Durch den langen Backprozess werden alle Rohstoffe hoch aufgeschlossen und die Giftstoffe der Pflanzen auf natürliche Weise eliminiert. Es erfordert natürlich ein hohes Maß an Handwerkskunst dieses Produkt zu fertigen, so war auch „Bubeck dogcraft“ bis in die 1990er im Firmennamen enthalten. Diese Tradition wollen wir wieder nach außen sichtbar machen mit unserer Gründeredition, die „Craft“ wieder ganz groß auf der Packung Craft stehen hat.

Bubeck DOG CRAFT – Ein Genusshandwerk.

Vielen Dank fürs Lesen.

Ihre Kai Nagel und das Team der Bubeck - Backrebellen!

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