Zecken beim Hund – Natürliche Abhilfe vor dem Biss

Kaum ist der Winter vorbei, droht in der Natur eine nicht zu unterschätzemde Gefahr. Statt der ungetrübten Freude an der nun wieder warmen, frischen Luft muss der Hundebesitzer sich nun wieder ausführlich mit dem Thema Zecken befassen. Nicht nur, dass die Spinnentiere an sich einen gewissen Ekelfaktor mit sich bringen – sie beißen sich bei Hund und Halter in der Haut fest und können dabei schlimme Krankheiten übertragen. Deswegen sollte durch geeignete Mittel ein vorbeugender Schutz gegen die Zeckenbisse und deren Folgen geschaffen werden. Immer wieder stellt sich die Frage: Welches Präparat kann wirklich gut helfen, ohne dem Hund mit Chemie das Leben unnötig schwer zu machen?

Die Zeiten der übel riechenden, mit chemischer Keule bepuderten Halsbänder sind vorbei. Der Geruch dieser Anti-Zecken Bänder war schon für den Menschen eine Qual – wie mochte dies erst für Bello und Co. unerträglich gewesen sein, ist beim Hund der Geruchssinn doch vielfach besser entwickelt, als bei Herrchen oder Frauchen.

Der Mensch kann sich durch Schuhe beziehungsweise Kleidung, Duschen und Deodorants schon sehr gut schützen; bei intensivem Naturkontakt gibt es weitere, meist auf Duftstoffen basierende Schutzpräparate. Zecken reagieren in der Hauptsache auf den Geruch von Milchsäure, den der Mensch beispielsweise beim Schwitzen entwickelt. Durch möglichst lückenfreie Kleidung allerdings erschwert man es den Zecken, eine geeignete Stelle für das Zubeißen zu finden. Nach dem Waldlauf oder Spaziergang die Kleidung zu wechseln und zu duschen, dabei gründlich nach den ekelhaften Krabbeltieren zu suchen und damit den Biss zu verhindern – das ist dem Hund nicht möglich. In Sekundenschnelle ist die Zecke, nachdem sie auf das Fell gelangen konnte, zwischen den Haaren verschwunden. Meist haben sie schon eine Stelle zum Zubeißen gefunden, bis der Spaziergang beendet ist. Dem Halter bleiben dann nur noch das Entfernen des Spinnentieres mit einem geeigneten Mittel und die Hoffnung, dass keine Krankheit übertragen wurde. Übrigens hier noch einmal die Warnung für Neu-Hundebesitzer: Keinesfalls einfach mit den Fingern die Zeckenentfernung vornehmen! Dabei zerquetscht man das Krabbeltier und drückt bereits aufgesaugtes Blut wieder in den Körper des Hundes zurück. Außerdem kann der Kopf in der Bisswunde stecken bleiben, was schlimme Entzündungen zur Folge haben kann.
Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
Für manche Krankheiten sind Hunde und Menschen gleichermaßen empfänglich, während andere nur auf den Hund oder den Halter übertragen werden können. Die für den Menschen bekannte „Zeckenimpfung“ beschränkt sich ausschließlich auf den FSME Erreger; sie ist kein Wundermittel gegen die Bisse der Zecken an sich. Gegen die Borreliose, ebenfalls ein Damoklesschwert der Spaziergänge mit dem Hund, gibt es keine Impfmöglichkeit – und die Liste der Krankheiten, die durch die Parasiten übertragen werden kann, ist noch deutlich länger. Viele Erkrankungen bedeuten für Mensch und Tier Schmerzen und Leid; betrifft eine solche Infektion den Hund, kommen für den Tierhalter horrende Behandlungskosten dazu, die manchmal dennoch nicht die ersehnte Heilung bedeuten. Deswegen sollte alles für einen umfassenden Schutz unternommen werden; Selbst etwas teurere Produkte haben, sofern sie helfen, ihre Berechtigung, denn durch sie erspart man den Tieren (und den Menschen an ihrer Seite) den Schmerz des Bisses und der Zeckenentfernung, die Behandlung beim Tierarzt, die mit Geld und Angst verbunden ist und eventuell Schlimmeres.
Welche Produkte gibt es zur Vorbeugung gegen Zecken?
Immer noch gibt es Halsbänder zum Zeckenschutz, die mit Puder oder anderen Stoffen versehen sind. Diese Stoffe verströmen einen Duft, der den Körpergeruch übertönt und die Zecken damit abschreckt, sich das Haustier als „Wirt“ zu erwählen. Erfahrungsgemäß helfen einige der Produkte aber nicht am ganzen Körper, sondern nur im Halsbereich. Vor allem bei größeren Hunden bleiben der Bauch und der hintere Körperbereich ungeschützt und somit ein Opfer der Zecken.

Tropfen und Sprays sind hier deutlich geeigneter, da sie nach Hundegröße und Körperbau in Menge und Platzierung genau dosiert werden können und der Zeckenschutz damit auch Unter- und Hinterseite abdeckt.

Produkte ohne Chemie sind natürlich verträglicher für Mensch und Tier; zudem duften sie angenehmer für beide. Ein rein pflanzlich hergestelltes Zeckenschutz Spray kann kaum Nebenwirkungen erzeugen. Solche Produkte, die übrigens auch wirksam vor Flöhen etc. schützen, können sogar bei Welpen oder empfindlichen beziehungsweise kranken Hunden verwendet werden. Im Wanderrucksack oder in der Handtasche kann auch unterwegs schnell für den spontan erforderlichen Schutz gesorgt werden. Hat der Vierbeiner schlechte Erfahrungen mit Sprayflaschen gemacht, nutzt man einfach die eigene Hand, um das Mittel ohne Angst auftragen zu können. Einziger Nachteil könnte zum Beispiel bei ausgiebigen Wanderungen die begrenzte Wirkdauer der Natur-Zeckensprays sein. Doch in wenigen Sekunden ist der Schutz reaktiviert und der Spaß in freier Wildbahn kann weitergehen.

Unbedingt muss ein solches Anti-Zecken Mittel auch ins Reisegepäck, je nach Zielland allerdings kann es sein, dass auch ein Schutz gegen andere Parasiten oder spezielle Impfungen erforderlich sind. Hierüber informiert man sich am besten rechtzeitig beim Tierarzt, damit zum Abreisetermin alles erledigt und besorgt ist, und Mensch und Tier die Urlaubsfahrt ohne Angst und Bedenken antreten können. Noch ein kleiner Tipp am Schluss: Rein pflanzliche Zecken-Abwehr Mittel können auch bedenkenlos vom Menschen verwendet werden – überall, wo nackte Haut zum Beispiel durch fehlende oder nicht lückenlose Kleidung erreichbar ist, wenn man sich in Wiesen und Wäldern bewegt und schwitzt oder auch in der Freizeit auf einer Decke den blauen Himmel, ein nahes Gewässer oder einfach die Stille einer Waldwiese genießt.

Kategorien: Tipps für Hunde
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