Woran erkenne ich gutes Trockenfutter für Hunde?

Je gesünder wir Menschen uns ernähren, umso geringer ist die Gefahr schlimmer Krankheiten. Kein Übergewicht bedeutet, das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und Gelenkbeschwerden auf ein Minimum zu reduzieren. Wer sich ausgewogen und weitestgehend gesund ernährt, hat weniger Zahnprobleme, senkt sein Krebsrisiko und bleibt bei entsprechender Bewegung weit länger fit und beweglich. Das weiß eigentlich jeder Mensch und hat die Entscheidungsfreiheit, nach diesem Wissen zu handeln und zu leben. Man weiß, Süßigkeiten, gezuckerte Getränke, Alkohol und Co. sind schädlich – nicht zuletzt vermeidet man es deswegen, seine Kinder in Kontakt mit diesen Dingen kommen zu lassen oder zumindest den Konsum zu mindern und hinauszuschieben, solange es irgendwie möglich ist. Die gleiche Verantwortung müssen Tierhalter auch ihren Haustieren gegenüber an den Tag legen. Deswegen sollte sich der Hundehalter grundlegend über die Ernährung seines Hundes informieren und (zusätzlich oder als Alternative zum Nassfutter) zum Beispiel ein wirklich gutes Trockenfutter für seinen Vierbeiner kaufen.

Darreichungsformen von Hunde Trockenfutter

Würde man von jedem Hundetrockenfutter nur einen Sack kaufen und diese alle aneinanderreihen, würde man eine viele Kilometer lange Strecke weit kommen – so groß ist die Auswahl an Marken, Sorten und Darreichungsformen. Letztere sind oftmals der Zusammensetzung geschuldet – nicht selten auch einer schnelleren maschinellen Produktion. Gepresste Pellets in den unterschiedlichsten Formen sind die häufigsten Formen des Trockenfutters. Ringe und Würfel, kleine Kügelchen oder längliche Formen – hier spielt ein (für den Menschen) gefälliges Äußeres die wohl größte Rolle, neben einem gewissen Wiedererkennungswert, zumindest bei den größeren Marken. Oft gibt es Größenunterschiede, die sich in Rassemerkmalen begründen – der Dackel hätte den Mund ganz schön voll mit einem Brocken, den ein Bernhardiner wohl noch als etwas „für den hohlen Zahn“ empfinden würde.

Auch in der Konsistenz gibt es Unterschiede: Von relativ weich bis ganz hart reicht die Palette der Auswahl für den Hundebesitzer – ein zu weiches Hunde Trockenfutter allerdings ist nicht optimal für das Gebiss. Manche Produkte sind „irgendwie“ weich, aber dabei so zäh, sodass sie auch eine gewisse Kauleistung erfordern und das Gebiss pflegen und fit halten – richtig gesund ist aber eher hartes, schön crosses Trockenfutter, das gut gekaut werden muss, dabei die Zähne reinigt und auch das Sättigungsgefühl mit einer kleineren Menge erreichbar macht.

Die Inhaltsstoffe auf der Packung – Studium erforderlich?

Zumindest grundsätzlich weiß der Hundehalter meistens recht gut, was er seinem Tier zu Fressen geben darf und was nicht. Die Deklarationspflicht für Inhaltsstoffe gilt auch für Tierfutter – man sollte nun meinen, dass man genau erkennen kann: Dieses Trockenfutter kann ich füttern, ein anderes eher nicht. Schon nach einem kurzen Blick steht fest, um genau zu verstehen, was manche Produkte enthalten, müsste man Chemie studiert haben, zumindest aber eine fachmännische Ausbildung in der Lebensmittelherstellung absolviert haben. Fremdworte und Fachbegriffe wechseln sich ab – kaum ein Hersteller schreibt heute noch „Zucker“ auf eine Verpackung, sondern findet wahlweise unbekannte Fremdwörter oder beschönigende Begriffe beziehungsweise schwammige Bezeichnungen für diese verpönte Zutat eines „guten“ Trockenfutters.

Wichtig ist es, zu wissen, dass die Auflistung der Zutaten nicht in einer zufälligen oder alphabetischen Reihenfolge geschieht, sondern nach enthaltener Menge geordnet ist. Je weiter vorne also ein Rübenprodukt, eine Glucose, Saccharose oder Dextrose (usw.), Melasse, Sirup oder sonstige Form von Zucker steht, umso weiter sollte man Abstand von diesem Produkt halten. Man könnte als Faustregel anwenden, dass, je kürzer und verständlicher eine Inhaltsliste ausfällt, umso hochwertiger das Futter zusammengesetzt ist. Eine schier nicht enden wollene Liste chemischer Fachbegriffe muss zumindest einmal über die Suchmaschine analysiert werden, was davon wirklich „gesund“ und verträglich ist und was eher aus dem Labor stammt und nur einem guten Analyseergebnis (welches nichts mich echter Qualität zu tun hat) dient.

Achtung! Um eine andere Gewichtung zu erzielen, wird manchmal nicht eine Gruppe von Zutaten zusammengefasst, sondern aufgespalten – und damit rutschen die Bestandteile in der Reihenfolge nach hinten. Mehrere Zuckerformen (siehe oben) in einem Produkt müssten also zusammengezählt werden, um die Gesamtmenge zu erfahren – und damit vielleicht doch festzustellen, dass die Gesamtmenge an schädlichen Zuckererzeugnissen bedenklich hoch in der Wertung zu finden ist.

Vernünftige Inhalte eines Trockenfutters

Neben Fleisch dürfen in einem Trockenfutter ruhig andere Bestandteile enthalten sein. Zu den gesunden Dingen gehören bestimmte Öle (mit Omega-3 F, allerdings keine Fette aus undefinierbaren Quellen, gelistet unter schwammigen Allgemeinbezeichnungen, hinter denen sich dann beispielsweise Gastronomie (Frittier-) Abfälle verbergen. Kohlenhydrate sind ein wichtiger und – bei richtiger Auswahl auch – gesunder Anteil eines Trockenfutters. Gut sind Kartoffeln, unter gewissen Bedingungen auch Getreide, falls der Hund das verträgt. Hier verhält es sich, wie bei den Zuckerarten. Alle Getreidesorten zusammen ergeben den wirklichen Getreideanteil – nicht selten stehen die Cerealien aber einzeln auf der Packung, um einen verschobenen Eindruck zu erzielen. Gute Getreide sind Hirse oder auch Reis in geringen Mengen. Weizen muss nicht sein, Soja zum Beispiel ist aufgrund von vielen nachweislichen Unverträglichkeiten eigentlich tabu.

Die Krux mit den Nebenerzeugnissen

Sehr oft liest man auf den Inhaltslisten etwas von pflanzlichen und tierischen Nebenerzeugnissen. Niemand, der nicht im Fachbereich Lebensmitteldeklaration beschäftigt ist, weiß genau, was das eigentlich ist. Hier gibt es große Unterschiede, denn ein tierisches Nebenerzeugnis kann ein übrig gebliebenes Stück Fleisch sein, ein Organ, aber natürlich können darunter auch Knorpel, Federn und andere, wenig sinnvolle, aber dafür sehr billige Materialien verstanden werden. Bei pflanzlichen Nebenerzeugnissen sieht es nicht besser aus – hier werden dann nicht selten Schalen und Hülsen, aber auch verdorbenes Stroh und andere Unsäglichkeiten verarbeitet. Bei einer Überprüfung der angegebenen Inhaltsstoffe sollte auch auf Zusatzstoffe geachtet werden. In einem guten Hundefutter sollte es möglichst wenig bis keine Chemie geben – weder im Futterpellet selbst noch in einem Überzug. Um den Tieren das Futter schmackhaft zu machen, wird nicht selten mit allen Tricks gearbeitet: So sind Labor-Aromen, Farbstoffe oder die berüchtigten Geschmacksverstärker eher ein Merkmal für ein minderwertiges Futter. Klarheit über unbekannte chemische Stoffe auf der Inhaltsliste gibt das Internet – einfach den Begriff über die Suchmaschine abklären.

Merke: Man kann einen Hund ausschließlich mit einem hochwertigen Trockenfutter füttern und auf ein Nassfutter getrost verzichten. Umgekehrt ist dies selbst bei den besten Dosenprodukten nicht unbedingt produktiv, denn darunter leidet vor allem das Gebiss – hier sollte ein Mittelweg zwischen Nass und Trocken (in Kombination oder Abwechslung) gefunden werden.

Kategorien: Ernährung Hund
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