Wie Hunde mit dem Alleinsein zurechtkommen

Immer wieder raten Experten, es sich doch bitte genau zu überlegen, ob man sich einen Hund anschafft und wenn ja, welche Rasse (oder Mischung mit expliziten Herkunftseigenschaften) man bevorzugt. Ein Grund für diese empfohlene Überlegung ist die Zeit, die man während seinem ganz normalen und alltäglichen Leben für die Tiere hat. Idealbedingungen herrschen an den Wochenenden, an Feiertagen und im Urlaub, sofern man sich nicht für Fernreisen entscheidet, zu denen man Hunde einfach um ihrer selbst Willen gar nicht erst zwingen sollte. Es ist etwas anderes, ob ein Tier in eine Familie kommt, in der die Mutter als Hausfrau viel zu Hause ist, die Kinder unterschiedliche Schulzeiten haben und nur der Vater einen Vollzeitjob hat, der ihn zu häufiger, langer Abwesenheit zwingt, oder ob ein überzeugter Single mit Schichtarbeit und Ansprüchen an seine Freizeit (Sport, Ausgehen etc.) sich einen Hund zulegt.

Alle Hunde leiden, wenn sie ganz alleine sind!

Manche Hunde erscheinen auch bei längerem Allein-Gelassen-Werden relativ unkompliziert, andere sind wahre seelische Wracks mit auffälligem Fehlverhalten. Tatsache ist, dass jeder Vierbeiner leidet, wenn niemand seines Rudels um ihn ist. Je nach Rasse und individuellem Charakter unterscheidet sich das Verhalten. Manche Hunde ergeben sich still leidend in das Schicksal und erwarten einfach nur still leidend die Rückkehr der Menschen. Andere drehen halb durch, sind laut und zerstören sogar ihre Wohnung. Man kann in einen Hund nicht hineinschauen, wenn man ihn zu sich nach Hause holt. Allerdings sollte man das Alleinsein ebenso trainieren, wie das Gassigehen zum Zwecke der Stubenreinheit und alle weiteren vom Hund erwarteten Fähigkeiten. Dieses Training, so früh und sanft wie möglich begonnen, erleichtert es dem Tier ein Leben lang, auch mal für eine realistische Zeit alleine zu bleiben.

Fehler seitens der Menschen

Man kann nicht einen Hund, der alle sechs Stunden Gassi gehen muss, zehn Stunden und mehr alleine lassen und ihn dann womöglich noch schimpfen, weil er in die Wohnung gemacht hat.  Experten wissen, dass der Hund in dem Moment, wo er sein Geschäft im verbotenen Bereich erledigt, seelische Höllenqualen leidet. In solchen Situationen braucht man einen Hundesitter, einen Freilauf oder eine andere Lösung, denn für solche Fehler darf man Hunde nicht verantwortlich machen, geschweige denn, bestrafen. Ebenso katastrophal wirkt es sich aus, wenn ein Bello schon immer Angst vor einem Gewitter hat und ein solches genau dann nieder geht, wenn die Familie nicht zugegen ist. Die Einsamkeit verstärkt die Angst noch zusätzlich, denn die menschliche Zuflucht, die Bestärkung „ich bin nicht alleine mit meiner Panik“ fehlt.

Wie verhält sich mein Hund, wenn ich ihn alleine lasse?

Um diese Frage zu beantworten, muss man die Situationen einfach herbeiführen und beobachten; sei es durch nur scheinbare Abwesenheit und sofortige Eingriffsmöglichkeiten oder eben durch eine Kamera. Die Palette der Verhaltensmuster ist vielfältig, wie die Hunde selbst. Wie oben beschrieben, fügen sich einige Tiere in ihr Schicksal und zeigen sonst nichts, als phlegmatisches Absitzen der einsamen Zeiten. Umso größer ist die Freude dann bei der Rückkehr des oder der Menschen. Manche Vierbeiner sind aber wahre Kampfmaschinen, wenn sie alleine gelassen werden. Sie kläffen und jaulen ununterbrochen oder zerlegen die halbe Wohnungseinrichtung inklusive Sofakissen, Mülleimer und Teppich – Hauptsache, sie sind beschäftigt und können ihren Unmut zeigen. Stress mit den Nachbarn, irrsinnige Kosten und ein leidendes Tier sind die Folge, neben einem heillos überforderten Halter. Rat und Hilfe bekommt man bei einem Tierarzt, bei Hundetrainern, aber zum Beispiel auch durch Bachblüten Rescuetropfen und durch ein anhaltendes Training. Immer noch ist es jedoch am besten, die Zeiten des Alleinseins für Hunde auf ein Minimum zu reduzieren und bei wissentlich länger notwendigen Abwesenheiten lieber auf ein eigenes Haustier zu verzichten. Moderne Möglichkeiten, etwa das so genannte Dog-Sharing oder regelmäßige Besuche als Spaziergänger und Spielepartner in einem Tierheim sind ebenfalls Möglichkeiten, seine Tierliebe auszuleben, ohne dafür eine arme Hundeseele mit Einsamkeit zu foltern.

Kategorien: Hundeerziehung
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