Welche Katzenstreu ist das Beste?

Einmal völlig weg von Marken, Verpackungen und Preisen geht es hier im Artikel rein um die Arten von Katzenstreu und deren Vorteile und Nachteile. Naturgemäß verrichtet die Katze ihre Geschäfte ja im Freien und sucht sich dort ein passendes Plätzchen aus. Das Katzenklo in der Wohnung soll nun für die Katze so attraktiv erscheinen, dass sie nicht an unliebsamen Stellen Urin oder Kot absetzt und ihre Toilette also solche akzeptiert. Das Örtchen soll der Ersatz für „draußen“ sein, was aber Katzenhalter und Tiere manchmal vor Herausforderungen stellt. Die Wahl der Streu ist also Geschmackssache und zwar seitens Mensch und Tier. Ist eine Seite mit der Produkt-Art nicht einverstanden, muss die andere mit einem Kompromiss leben können. Ansonsten ist herumliegende Wäsche, sind Papierstapel, lose Teppiche und zum Beispiel auch Blumentöpfe die nächste Wahl der Stubentiger. Das ist ekelhaft und unhygienisch, riecht furchtbar und muss deswegen tunlichst vermieden werden.

Klumpstreu oder normale Streu

Es gibt verschiedene Materialien, aus denen Katzenstreu hergestellt wird. Dabei wird zunächst einmal nur unterschieden, ob eine Streu bei Kontakt mit Flüssigkeiten Klümpchen bildet oder körnig bleibt. Jede Klumpstreu funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Durch das Aufsaugen der Flüssigkeit quillt das Material auf und klebt zusammen. Wo kein Urin ist, bleibt die Streu körnig und (weitestgehend) sauber. Es gibt die Produkte in sehr feiner Körnung und relativ grob, wobei die feinen Streuarten der Katze mehr Standfestigkeit verleihen. Die Geschwindigkeit, in der das Aufquellen und Verklumpen geschieht, ist unterschiedlich. Je schneller die Flüssigkeit gebunden wird, umso weniger dauerhaft geruchsintensiv ist die Hinterlassenschaft.

Wiederum unabhängig von Hersteller und Material ist die Prozedur des Reinigens der Katzentoilette, wenn Klumpstreu verwendet wird. Mit einer Sieb-Schaufel trennt man die Klumpen von der körnigen Streu. Dabei muss das Sieb der Korngröße der Streu gerecht werden. Im Notfall tun es auch ein Gummihandschuh und ein Gefäß für die Klumpen. Sind alle Klümpchen entfernt, kann die fehlende Einstreu aufgefüllt werden. Deutlich zu riechen ist es, wenn einmal wieder klar Schiff im Katzenklo gemacht werden muss. Dann ist die Streu komplett zu wechseln, das Klo zu waschen und – wenn es gut getrocknet ist – wieder neu zu befüllen.

Streu-Arten, bei denen die Klümpchenbildung nicht möglich ist, sind im Handel entsprechend gekennzeichnet. Jedes Korn der Einstreu saugt für sich und hat eine gewisse Kapazität. Hier kann nur der Kot zuverlässig aus der Katzentoilette entfernt werden. Man erkennt zwar meist, welche Körnchen vollgesogen sind und welche nicht, doch müsste man einzeln oder zumindest partiell sortieren, um verbrauchte und frische Streu zu trennen. So ist hier ein kompletter Wechsel der Streu öfter erforderlich. Auch hier ist die Nase der beste Ratgeber für den Menschen – eine unsaubere Katzentoilette riecht man bereits beim Betreten der Wohnung.

Wissenswert: Katzenfreunde wissen, dass die Samtpfoten manchmal genaue Vorstellungen von ihrem Örtchen haben und mit gewissen Gegebenheiten nicht einverstanden sind. Hat das Katzenklo zum Beispiel eine Klappe, wäre dies wegen des Geruchs oftmals deutlich besser. Nützt nur nichts, wenn Miez dann nicht wie gewünscht das Klo benutzt.

Für Katzenbabys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres werden nicht klumpenbildende und etwas gröbere Streuarten empfohlen. Zu feine, aufquellende Einstreu wird beim Putzen verschluckt und kann eventuell zum Darmverschluss führen.

Allgemeines über mineralische Katzenstreu Arten

Die größte Auswahl hat der Katzenbesitzer im Regal oder auf der Shopseite mit mineralischen Katzenstreu Produkten. Im Supermarkt um die Ecke, in allen Preislagen aber auch im Zoofachhandel kann diese Art Einstreu gekauft werden. Falls es sich um eine Klumpstreu handelt, kann man sich auf diese Eigenschaft auch meistens recht gut verlassen. Körperlich anstrengend ist sowohl der Einkauf wie auch das Arbeiten mit der Streu – die Körnchen bringen schon trocken einiges auf die Waage, was nicht besser wird, wenn sie vollgesogen sind und zur Entsorgung anstehen.

Beim Arbeiten mit der frischen Streu bildet sich feiner Staub der beim Einatmen in der Lunge landen kann. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen führen und ist besonders für Asthmatiker nicht gut. Auch der Natur tut die Benutzung mineralischer Katzenstreu keinen Gefallen: Es handelt sich um ein Bergbau-Produkt, für welches die Natur radikal beeinflusst wird. Aus Unwissenheit und aufgrund fehlender Entsorgungsmöglichkeiten wird die benutzte Streu in die Mülltonne entsorgt – eigentlich nicht sinnvoll, aber leider Usus. Für manche Katzen und deren Besitzer ebenfalls nicht gut verträglich sind Erzeugnisse, die mit (chemischen) Duftstoffen versetzt wurden, um die Örtlichkeit etwas attraktiver zu gestalten.

Allgemeines über Silikat Streu Arten

Definitiv eine Preisklasse darüber liegen Silikat Katzenstreu Produkte. Klumpenbildung gibt es bei diesen Erzeugnissen nicht, dafür ist die Geruchsbelastung einer Katzentoilette deutlich geringer, wenn diese verwendet werden. Da das Silikat mehr Feuchtigkeit bindet, als beispielsweise die Mineralstreu, funktioniert die Geruchsbindung hier auch exzellent. Ein klarer Vorteil liegt auch im Gewicht der Einstreu – sie ist deutlich leichter, als die günstigere Mineralstreu. Auch beim Arbeiten mit Silikat Katzenstreu zeigen sich Pluspunkte: Weniger staubwischen und saugen muss man definitiv beim Verwenden der Silikatstreu – sie wird als staubarm eingestuft.

Putzen sich Katzen nach dem Besuch des Katzenklos, kann es bei Aufnahme einer gewissen Menge der Silikat Streu zu Vergiftungen bei den Tieren kommen. Das gilt übrigens auch für „Unfälle“, bei denen Kinder zu intensiven Kontakt zur Einstreu haben. Wenig Geruch, aber viel Geräusch – so lässt sich diese Produktgruppe weiterhin beschreiben. Nachtaktive Katzen können beim Scharren in der Toilette eine ansehnliche Geräuschkulisse hinterlassen.

Allgemeines über Natur Katzenstreu Erzeugnisse

Genauer gesagt handelt es sich bei natürlicher Katzenstreu um Naturfasern, also Produkte aus Holz oder anderen Pflanzen. Diese Streu Arten sind sehr umweltverträglich und deswegen überaus empfehlenswert. Auch sonst gibt es viele Vorteile: Staubfrei und leicht ist sie sehr angenehm in der Benutzung. Die Klumpenbildung funktioniert meist einwandfrei, was unter dem Strich Material- und Arbeitsersparnis beim kompletten Streuwechsel bedeutet. Auch in Sachen Geruchsbindung schneiden diese Produkte gut ab. Der klare Vorteil in der heutigen Zeit liegt in der biologischen Abbaubarkeit der Erzeugnisse – in der Biotonne sind die Abfälle bestens aufgehoben und belasten die Umwelt nicht, vorausgesetzt, man achtet darauf, dass keine chemischen Zusatzstoffe beigemengt wurden (siehe Inhaltsstoff Übersicht auf der Packung).

Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Naturstreu gerne an den Pfoten hängen bleibt und sich auch leicht aus der Katzentoilette heraus befördern lässt, sofern zu viel Inhalt oder zu heftiges „Graben“ zum Problem werden. Gemessen an den Pluspunkten kann man aber mit Staubsauger und Schmutzfang Matte vor dem Katzenklo gut gegen die Verschmutzung ankämpfen.

Wichtig: Egal, welche Streu Art der Katzenbesitzer benutzt – tägliche Reinigung ist Pflicht, um dem Reinlichkeitsempfinden der Stubentiger gerecht zu werden.

Bild von Merio auf Pixabay

Kategorien: Wissen
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