Warum hat Katzenurin einen beißenden Geruch?

Man riecht es als Nicht-Katzenbesitzer meist schon beim Betreten einer Wohnung, wenn in einer Familie Katzen wohnen. Die Halter selbst nehmen es meist gar nicht mehr so wirklich wahr, dass immer ein leichter Uringeruch in der Luft liegt, vor allem, wenn das Austauschen der Katzenstreu und gründliche Waschen der Toilette schon einige Tage her ist. Der Grund dafür ist die Zusammensetzung des Urins. Hauptsächlich sind es Ammoniak und Schwefelwasserstoffe, die für den Gestank verantwortlich sind. Das ist insoweit unproblematisch, da Katzen sehr reinliche Tiere sind und ihre Katzentoilette benutzen. Zum Thema wird der Geruch erst, wenn das Katzenklo zu stark verschmutzt ist und der Stubentiger sich andere Plätze zum Urinieren sucht, was meistens unmittelbar zusammenhängt. Deswegen ist es so unsagbar wichtig, die Streu, gleich welcher Herkunft, nicht nur regelmäßig von Kot zu befreien, sondern auch einen Austausch vorzunehmen, wenn eine gewisse Sättigung der Streu erreicht ist.

Ein Tipp für neue Katzenbesitzer: Sorgen Sie vor dem Einzug des Tieres auch dafür, dass es für die Katze keine Alternativen zur Katzentoilette gibt: Papierkörbe, frei zugängliche Wäschebehältnisse, Blumentröge und so weiter sind ideale Ziele für die Tiere, denn hier kann man wunderbar verscharren, was es zu verstecken gibt. Die Geruchsfolgen sind leider schnell sehr drastisch.

Katzenurin ist, was er ist.

Urin riecht im Allgemeinen nicht gut – auch wir Menschen kennen das Problem, vor allem nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel, zum Beispiel Spargel. Das liegt daran, dass alle Ernährungsbestandteile Abfallprodukte entstehen lassen, die über die Nieren und die Harnwege ausgeschieden werden – und manche davon eben noch übler riechen, als die stets gleichen Bestandteile von Urin, etwa Harnstoff und Harnsäure. In Katzenurin ist der Anteil von Ammoniak von Natur aus sehr hoch. Zusätzlich sind Mercaptane enthalten, wie zum Beispiel auch in den Duftdrüsen von Stinktieren. Grundsätzlich lässt sich am Geruch von Katzenurin also nichts verändern, selbst, wenn die Katze vollkommen gesund und ausgewogen ernährt ist, wird er immer übel riechend bleiben. Eine Kontrolle des Geruchs in der Wohnung ist also nur möglich, wenn penibel genau auf die Sauberkeit der Katzenklos und den Austausch der Streu geachtet wird.

Stinkender Urin der Katze als Krankheitshinweis

Fällt dem Besitzer beim täglichen Verrichten der Arbeit am Katzenklo auf, dass der Geruch trotz eifrigster Bemühungen schlimmer geworden ist, sollte er seinen Stubentiger einmal beobachten. Es könnte sein, dass die Katze zu wenig Flüssigkeit aufnimmt. Dies hat zur Folge, dass der Urin sich konzentriert und umso stärker riecht.

  •  Regen Sie Ihre Katze zum Trinken an, füttern Sie einen höheren Anteil Nassfutter oder mischen sie feuchte Bestandteile bei.

Unter Umständen kann aber auch eine Nierenerkrankung, aber zum Beispiel auch eine Diabetes dahinter stecken, weswegen das Problem, falls es länger anhält, dem Tierarzt geschildert werden sollte. Es könnte aber auch andere medizinische Ursachen haben, warum der Urin der Katze plötzlich stärker riecht. So reagiert der Katzenkörper auch auf Infektionen mit noch übler riechendem Urin, also ohnehin der Fall. Sind Harnwege oder Geschlechtsorgane erkrankt beziehungsweise entzündet, ist der Gestank in der Katzentoilette zumindest ein Verdachtsmoment, den man dem Veterinär mitteilen sollte.

Markieren ist nicht gleich Urinieren

Zu Unterscheiden sind bei Katzen die beiden Vorgänge des Markierens und des normalen Absetzens von Urin. Geschlechtsreife und nicht kastrierte Katzen beider Geschlechte verspritzen Urin aus unterschiedlichen Gründen. Männliche Tiere, um ihr Revier zu bestimmen, weibliche, um eventuellen Zeugungspartnern zu signalisieren, hey, hier bin ich. Das Markieren hat mit dem Bedürfnis des Urinierens nichts zu tun. Katzenhalter können es nur endgültig bekämpfen, indem sie ihr Tier frühzeitig kastrieren lassen.

Wie entferne ich den Geruch von Katzenurin?

Description: Katzenurin riecht man schon beim Betreten einer Wohnung. Scharfe Reiniger und Duftsprays sind nicht gut für Ihre Tiere, Vergiftungsgefahr droht!

Es hat geklingelt, Besuch steht vor der Türe. Schnell noch eine Wolke Duftspray verteilen, damit der erste Eindruck beim Betreten der Wohnung ein guter ist – denn leider hat die Katze wieder irgendwo hingemacht und man kann es deutlich riechen. Katzenbesitzern sind diese und ähnliche Situationen nicht fremd – es gibt aber einige Tipps und Hilfsmittel, die Katzenurin gar nicht zum Problem werden lassen, beziehungsweise bei doch geschehenen Malheurs die chemische Keule ganz gut ersetzen.

Senken Sie das Risiko für unerwünschtes Urinieren und Markieren

Ein kleines Kätzchen stubenrein zu bekommen, ist in der Regel gar nicht das Problem. Vielmehr sind es später erworbene Marotten und natürliche Instinkte, die die Katzen dazu verleiten, in der Wohnung ihrer Notdurft freien Lauf zu lassen. Ein nicht kastrierter Kater wird immer wieder markieren – zum Beispiel Schuhe, die nach einem fremden Tier riechen und in der Wohnung herumstehen, aber eben auch die Trageschale für das Baby, das gerade zu Besuch ist. Er kennzeichnet sein Revier und das ist Natur – also nur durch die rechtzeitige Kastration zu bekämpfen.

Wer keine Katzenzucht betreiben möchte, sollte ohnehin dafür sorgen, dass es keinen Nachwuchs gibt. Die Tierheime allerorts platzen aus allen Nähten und immer noch werden vielerorts Katzenbabys grausam ermordet oder ausgesetzt, was Katzenschutz Organisationen zum Verzweifeln bringt. Das Markieren erfolgt übrigens auch an der Wand, am Sofa, an der Eckbank und so weiter – mit aufgestelltem Schwanz spritzt der Kater seinen Urin herum und lässt sich von Schimpfen und Co. auch nicht abhalten, es im Bedarfsfall schon kurze Zeit später zu wiederholen. Der Geruch brennt sich förmlich ein und sorgt für dauerhaften üben Geruch in der Wohnung. Um ansonsten das freie Urinieren zu verhindern, gibt es strikte Regeln:

  1. Sorgen Sie stets für ein sauberes Katzenklo! Wenn Sie beim Vorbeigehen die Katzentoilette schon riechen, ist der Gestank für Ihren Stubentiger schon unerträglich. Er hat eine viel feinere Nase und benutzt eine „schmutzige“ Toilette nicht mehr, sondern sucht besser riechende Alternativen. Auch, wenn der Kot regelmäßig entfernt wird, riecht die gesäuberte Streu nach Urin. Sorgen Sie für regelmäßigen Austausch.
  2. Reinigen Sie das Katzenklo nicht mit scharfen oder duftintensiven Mitteln! Die sauberste Katzentoilette wird zum Feind der Katze, wenn es nach Chlor, Meeresduft oder ähnlichen Gerüchen von Reinigungsmitteln riecht. Beim Grundreinigen der Toilette können Sie natürlich auf Reinigungsmittel nicht verzichten. Waschen sie mit viel Wasser aber so gründlich nach, dass keine Rückstände mehr erkennbar sind. Denken Sie auch hierbei daran: Die Nase der Katze riecht Dinge, von denen Sie keinerlei Ahnung haben.
  3. Lassen Sie keine Wäsche oder Papiere herumliegen! Alles, was sich scharren und zum scheinbaren Vergraben benutzen lässt, ist als Ersatz Katzentoilette denkbar. Ein Handtuch auf dem Badezimmer Boden die Socken vor dem Bett, aber eben auch die Steuerunterlagen auf dem Tisch oder die Hausaufgaben der Kinder – alles kommt in Frage, umso mehr, je unsauberer beziehungsweise unattraktiver die Katze ihr eigenes Klo empfindet.
  4. Blumenerde abdecken! Für die Katze ist von Natur aus der Pflanzkübel der Yucca Palme das bessere Katzenklo, als die angedachte Toilette es jemals sein könnte. In Blumenerde kann man so herrlich scharren und seine Hinterlassenschaft vergraben! Dem können Sie nur einen Riegel vorschieben, wenn Sie mit Gittern oder schweren Steinen die Erde abdecken. Wer Katzen hat, wird feststellen, dass Blumen und Pflanzen auf Fensterbänken vielleicht aber ohnehin nicht die besten Ideen sind.


Die Wohnung auf diese Weise abzusichern, hilft ungemein – aber auch Menschen sind nicht perfekt. Deswegen kann es durch Versehen oder Nachlässigkeit trotzdem immer wieder einmal zu Malheurs kommen. Im Prinzip reicht eine verrutschte Sofadecke für die Katze aus, um sie zum Scharren und damit auch zum Urinieren zu verleiten.

Reinigungsmittel sind ungeeignet für Stoffe und Tiere

Die Unterlagen fürs Finanzamt sind unrettbar zerstört, wenn die Katze den Korb, in dem sie (zum Beispiel griffbereit auf der Eckbank um nach dem Essen weiter zu arbeiten) aufbewahrt wurden, für ihre Missetat auserkoren hat. Triefend von Urin, gelb eingefärbt  und zerkratzt kann man weder Steuererklärung noch Hausaufgaben abgeben. Auf dem Boden liegende Wäsche kann man umgehend in die Waschmaschine geben und waschen – dann ist das Problem meist gelöst, es sei denn, es handelt sich um extrem empfindliche Kleidung: Diese kann durchaus endgültig ruiniert sein. Auch die Sofadecke lässt sich waschen. Doch was ist mit der Couch selbst?

Nur die wenigsten Polstermöbel können mit chlorhaltigen Reinigern unbeschadet behandelt werden. Gegen den Ammoniak, die Schwefelwasserstoffe und einige andere, dauerhaft übelriechende Bestandteile des Urins hilft aber sonst nichts. Sogenannte Textilerfrischer bringen maximal für Minuten eine Besserung, der Gestank kommt immer wieder zurück, selbst wenn der Fleck schon Monate alt ist. Die Rückstände der Chemie sind aber auch schlecht für alle im Haus lebenden Tiere (und Kinder!). Unter Umständen kann es sogar zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen.

Unschädliche Reinigungshelfer

Im Regal der Reinigungsmittel findet sich Sodapulver, das zur Fleckentfernung wunderbare Dienste leistet. Im Fall des Sofas bekämpft es schonend sowohl den Fleck, als auch Geruch. Ein weiteres gutes Mittel, das unsere Großmütter schon verwendeten, ist Backpulver. Dieses enthält Natron, das ebenfalls den Flecken und dem Gestank entgegen wirkt. Auch Maisstärke ist zu empfehlen.

In jedem Fall muss der Fleck erst einmal so zeitnah, wie möglich, mit einem saugfähigen Küchentuch oder Zeitungspapier aufgesaugt werden. Jedes der drei genannten pulverförmigen Mittel muss eingebürstet werden, bevor es einige Stunden einwirken kann. Danach wird es abgesaugt, eventuell muss mit einem feuchten Mikrofasertuch nachgeholfen werden. Ist der Fleck schon älter, feuchten Sie ihn an, vermengen Sie Backpulver, Soda oder Stärke mit Wasser zu einem Brei und lassen sie diesen auf dem Fleck komplett eintrocknen, bevor sie ihn wieder entfernen.

Positive Erfahrungen haben Katzenbesitzer auch mit Mundspüllösungen, Kaffeepulver und Zitrusfrüchten. Das weiße Sofa, um beim Thema zu bleiben, wird allerdings empfindlich reagieren, wenn es mit blauer Mundspülung, braunem Kaffeepulver oder gelber beziehungsweise oranger Schale behandelt wird. Diese Mittel eignen sich mehr für die Geruchsentfernung als für die Fleckenentfernung. Positive Nebeneffekte: Die Gerüche dieser Hausmittel halten Katzen vielleicht davon ab, die Stelle noch einmal mit der Katzentoilette zu verwechseln.

Kategorien: KatzenWelt
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