Macht eine App für Hundehalter Sinn?

Heutzutage gibt es für eigentlich alles eine App: Diabetiker führen ein Zuckertagebuch über ihr Smartphone, Schwangere dokumentieren den Verlauf und organisieren die ersten Monate mit ihrem Kind. Viele Apps sind wirklich dazu da, um den modernen Alltag einfacher zu gestalten. Natürlich gibt es Kritiker, die es nicht verstehen, warum man Nahrungsaufnahme und Windelinhalt von Kindern mit einer Smartphone Anwendung dokumentieren muss – schließlich gab es ja schon ein paar Generationen, die ihre Babys auch ohne digitale Hilfsmittel aufgezogen haben. Im Prinzip muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, in wie weit er online oder „nonline“ leben will und ob er Hilfsmittel aus der Welt der neuesten Technik für sich arbeiten lassen möchte.

Auch in der Welt der Hundehalter sind Apps angekommen. Immer beliebter werden zum Beispiel GPS Tracking Apps, die in Verbindung mit einem Sender am Hundehalsband oder Geschirr das Auffinden eines Hundes deutlich einfacher machen, als es ohne dieses Hilfsmittel möglich wäre. Mit einer solchen Kombination aus GPS Sender, Smartphone und App kann die gezielte Suche nach einem entlaufenen Haustier sofort und effektiv gestartet werden – ein Beispiel, das zeigt, wie groß der Nutzen einer solchen Anschaffung sein kann.

Funktionen von Haustier Apps

1. Hundehalter Communities

Neben dem GPS Tracking gibt es viele Möglichkeiten, Inhalte einer App für sich zu nutzen. Die einfachste ist, über die Anwendung Teil einer Community zu werden. Das bedeutet für den Hundebesitzer, sich über alles Erfreuliche, Erzählenswerte und Wissenswerte mit anderen Hundehaltern austauschen zu können. In so einer Community werden Bilder getauscht, gibt es Informationen aus eigener Erfahrung, zum Beispiel über eine anstehende Operation oder eine besondere Ernährung und so weiter. Im regen Austausch entstehen auf diese Weise Freundschaften von Menschen mit gleichen Hobbys, die sich auch zu gemeinsamen Treffen verabreden und mehr.

2. Hunderassen im Überblick

Eher noch eine Funktion für Hundebesitzer in spe ist ein Katalog über Hunderassen, ausgestattet mit Bildern und Beschreibungen. Das hilft dabei, für sich die richtige Wahl zu treffen. Dabei wird auch schon in den Beschreibungen klar, wie groß zum Beispiel der Bewegungsdrang, der Jagdtrieb, die Lernfähigkeit und andere Eigenschaften der Rasse sind. Außerdem erfährt man vieles über rasseabhängige Krankheitsrisiken, den Pflegeaufwand und was man eben so wissen möchte. Auch erfahrene Hundehalter freuen sich über die vielen Fotos, auch von süßen Welpen, die in einer solchen Smartphone Anwendung zur Verfügung stehen.

3. Giftköder kommunizieren

Auch, wenn es um das Wohl unserer vierbeinigen Lieblinge geht, kann eine App durchaus Sinn machen. So existieren beispielsweise Anwendungen, die darüber Auskunft geben, wenn irgendwo ein Giftköder gefunden wird. Es sind unsägliche Schmerzen, die die Hunde erleiden, wenn sie an ein solches mit scharfen Gegenständen oder Gift präparierten Futterbrocken geraten. Nicht selten endet der Leidensweg der Tiere sogar mit dem Tod, wie von den Hundehassern leider beabsichtigt. Im Idealfall würde jeder Hundehalter die App nutzen, einen Fund markieren und ihn somit der Allgemeinheit aller Hundehalter zur Verfügung stellen. Leider funktioniert das nicht immer, da manche vor allem ältere Hundebesitzer gar kein Smartphone besitzen und nicht jeder mit einem entsprechenden Gerät die gleiche oder überhaupt eine App benutzt. So entstehen Informationslücken, die den Sinn der Aktion in Frage stellen. Dennoch ist eine solche Giftköder Anwendung wenigsten ein kleiner Schritt in Richtung Sicherheit.

4. Tierarzt und Tierklinik in der Nähe finden

Zuhause kennt man natürlich seine Umgebung und hat meistens auch schon jahrelang den gleichen Hausarzt, Zahnarzt und somit auch Tierarzt. Doch nach einem Umzug, während eines Urlaubs oder Ausfluges hat man diese Adressen leider nicht spontan parat. Nun sagen vielleicht manche, ein Smartphone bietet ja auch die Möglichkeit, über die Suchmaschine online eine Adresse zu suchen. Über eine App allerdings ist eine Tierklinik oder ein Tierarzt in der Nähe schnell gefunden, je nachdem, ob zum Beispiel eine GPS Funktion vorgesehen (und auf dem Handy aktiviert) ist. Nach der Eingabe des Ortes schnell eine Übersicht aller Veterinär Praxen zu bekommen, kann bei einem Unfall des Hundes unter Umständen sein Leben retten.

5. Auf der Suche nach Hundefreundlichkeit

Nicht jedes Restaurant oder Hotel freut sich über Gäste mit einem Hund. Es ist mühsam, jedes Angebot erst einmal dahingehend unter die Lupe nehmen zu müssen. Eine Handy-App, die lokal sortiert alle hundefreundlichen Einrichtungen in einer Übersicht anzeigt, kann also eine große Hilfe bei der Urlaubsplanung und so weiter sein. Wenn man dann noch herausfinden kann, wo eine Hundeschule, eine Pension für Haustiere oder der nächste Hundefriseur zu finden sind, erleichtert eine solche Anwendung das Leben nicht nur im Urlaub ungemein. Übrigens haben solche Apps oft auch ein Bewertungssystem integriert, sodass man aus diesen Kommentaren und Benotungen erkennen kann, ob ein Anbieter auch wirklich hält, was er verspricht.

6. Reisen mit einem Hund

Zur Reise mit einem Hund gehört nicht nur die Buchung eines entsprechenden Hotels oder einer Ferienwohnung, sondern auch eine gewisse Vorbereitung in anderer Sache. So muss man als Hundehalter wissen, ob der vorhandene Impfschutz des Tieres ausreicht, wie eine dem Hund gerechte Reise verlaufen könnte und welche Unternehmungen vor Ort mit dem Tier machbar sind beziehungsweise wo man es beaufsichtigen lassen kann, wenn ein Ausflug ohne den Liebling stattfinden soll.

7. Medizinische Erstversorgung im Notfall

In einer Notsituation sind manche Menschen panisch und kopflos. Selbst, wenn sie eigentlich wüssten, wie sie nun vorgehen müssen, können sie keinen klaren Gedanken fassen und wissen nicht, was nun wichtig ist. Eine Erste Hilfe App für Hunde kann unter Umständen schon deswegen Leben retten, weil der Hundehalter Schritt für Schritt nach Anleitung vorgehen kann und dadurch ganz anders Ruhe bewahrt, als ohne diesen Leitfaden. Klar ist, dass die App natürlich keine Wunden heilt, keine Blutung stoppt, keinen Knochen einrichtet und auch bei einer Magendrehung nicht lebensrettend eingreift. Dennoch sind wichtige Tipps zur Erstversorgung, sogar zum Erkennen von Symptomen sehr wichtig und überbrücken den Weg zum Tierarzt und in die Tierklinik in vielen Fällen ganz gut.

8. Das Hundetagebuch

Was man früher mit einem Fotoalbum und viel Zeitaufwand für Babys machte, kann der moderne Hundehalter heute mit Smartphone und App auch von seinem Schatz auf vier Pfoten anlegen. Das eigene kleine Fotostudio im Handy ist bei vielen Nutzern – mit und ohne Hunde – sehr beliebt. Der Weg zu den sozialen Medien und Messengern ist nicht weit. Warum also nicht auch ein Hundetagebuch mit lustigen Ideen gestalten, beginnend beim Einzug eines Welpen bis ins hohe Alter des Tieres? Auf jeden Fall eine schöne Erinnerung, die man auch teilen kann.

9. Trainingsplan für Hunde und Halter

Sollte die Langeweile Einzug halten oder ein Hundehalter die Grenze seines Einfallsreichtums erreicht haben, kann eine App Anleitung für die passende Beschäftigung für Hund und Mensch sein. In einer solchen Anwendung finden sich Tagesaufgaben, die natürlich auch erklärt und beschrieben sind, sodass die Umsetzung kinderleicht wird. So schließen sich Lücken in der ausgewogenen Beschäftigung eines Hundes, kommt man selbst nicht in den Trott des Nichtstuns und fördert zugleich das Lernverhalten seines Tieres.

10. Partnersuche mit Hund

Obwohl ein Hund stets die Möglichkeit bietet, auf Spaziergängen, in der Hundeschule oder auf dem Hundespielplatz neue Menschen kennen zu lernen, gibt es auch Partnersuche Apps für Hundehalter. Die digitale Liebessuche wird immer beliebter, wohl auch deswegen, weil sie bequem und anfangs unverbindlich ist. Ein reger Austausch findet über das gemeinsame Interesse – den Hund – statt und vielleicht entwickelt sich daraus ja auch wirklich mehr. Das reale Leben sollte natürlich dennoch nicht in Vergessenheit geraten...

Bild von Tomasz Brzozowski auf Pixabay

Kategorien: Wissen

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