Hund mit Schmerzen: Anzeichen erkennen und richtig reagieren

Es gibt in jedem Zusammenleben zwischen Mensch und Hund auch Situationen, in denen der viel gerühmte Ponyhof weit entfernt ist. Nicht jeder Tag ist gleich – und auch Hunde verletzen sich oder werden einmal krank. Erfahrene Hundebesitzer erkennen meistens sehr schnell, ob ihr vierbeiniger Freund sich wohl fühlt und absolut fit ist, oder ob irgendetwas im Argen liegt. Doch auch neue Hundebesitzer müssen sich der Tatsache stellen, dass ein Hund Schmerzen haben könnte und sollten sich deswegen frühzeitig informieren, wie man diese Zustände erkennt und vor allem, wie man in solchen Situationen richtig reagiert.

Hunde können sich nicht direkt äußern, sie zeigen ihre Schmerzen auf andere Weise. Nicht selten hat man den Eindruck, sie wollen ihren Menschen eigentlich gar nicht zeigen, dass es ihnen nicht gut geht – sie ziehen sich zurück, sind still und phlegmatisch: Das sollte schon als deutliches Zeichen wahrgenommen werden: Meinem Hund geht es nicht gut. Allerdings reagieren die Tiere auch bei Übelkeit oder Schwindel auf diese Weise, sodass kein eindeutiger Hinweis auf ein bestimmtes Geschehen abgeleitet werden kann. Dies zeigt nur: Hey, mir geht es nicht gut.

Schmerzen bei Verletzungen

Ein freudiger Lauf über die Wiese, der Hund hat gerade eine Menge Spaß. Doch dann plötzlich ein Aufheulen, das jähe Ende der Bewegung. Da weiß man sofort, es ist etwas geschehen. Die Ursachen können vielfältig sein. Hat sich der Hund versprungen? Sind seine Bänder in Mitleidenschaft gezogen? Hat er sich etwas eingetreten? Sich an einem Dorn oder einem Splitter gerissen? Achten Sie auf das Verhalten Ihres Tieres: Hält er eine Pfote hoch, weist dies auf eine Verletzung am Ballen oder im Gelenk hin. Lahmt er? Dann packen Sie ihn ein und fahren Sie zum Tierarzt.

Hat er eine anderweitige Verletzung erlitten, müssen sie erst einmal herausfinden, wo diese ist. Das Lecken des Hundes kann hierüber Auskunft geben. Schauen Sie gleich, ob und wie stark eine eventuelle Wunde blutet und sorgen Sie gegebenenfalls durch Aufdrücken eines Taschentuchs für das Nachlassen der Blutung. Kleinere Risse, Schnitte und so weiter können Sie zuhause verarzten: Desinfizieren und sauber halten, eventuell etwas abdecken. Muss genäht oder geklammert werden, kann dies nur der Tierarzt erledigen.

Bei größeren Verletzungen kann der Hund auch bewusstlos sein. Dies ist beispielsweise nach schlimmen Beißattacken durch einen anderen Hund oder Verkehrsunfällen der Fall. Wichtig ist in jeder Situation: Bewahren Sie als Halter Ruhe, denn der Hund wird Ihren Stress mitfühlen und sich dementsprechend nicht beruhigen. Schockzustände gibt es auch bei Hunden – sie äußern sich durch Lethargie, Fluchtverhalten oder momentane Aggression. Gibt es keine Tierrettung, sehen sie zu, dass sie auf sicherem Wege zu einem Veterinär oder in eine Tierklinik kommen. Selbst zu fahren, wenn man aufgeregt ist, kann gefährlich sein.

Ohrenschmerzen beim Hund

Die Ohren unserer Hunde sind empfindlich und anfällig für viele Krankheiten. Auch Parasiten nisten sich hier gerne ein – allen voran Milben. Diese verursachen zunächst einen Juckreiz, der sich durch Kratzen, Ablecken der kratzenden Pfote und Schütteln des Kopfes äußert. Diese Anzeichen verschlimmern sich, wenn Schmerzen, zum Beispiel durch eine Entzündung dazu kommen. Das Schütteln nimmt scheinbar kein Ende, dazwischen ist der Hund erschöpft, phlegmatisch und manchmal auch appetitlos. Regelmäßige Kontrolle, bei Bedarf eine Behandlung gegen Milben und natürlich eine ärztliche Abklärung bezüglich jeglicher möglicher Infektion sind angezeigt. Der Tierarzt verschreibt ein Antibiotikum und eventuell Schmerzmedikamente.

Zahnschmerzen beim Hund

Unregelmäßigkeiten am Gebiss, die mit Schmerzen einhergehen, stellt man am leichtesten fest, indem man das Fressverhalten des Hundes beobachtet. Verweigert er die Nahrung ganz oder teilweise? Nimmt er nur weiches Futter und lässt geliebte Leckerlis liegen, weil sie zu hart sind? Das deutet auf Zahnschmerzen hin. Ein Mundgeruch kann, muss aber nicht dazu kommen.

Kontrollieren Sie das Gebiss auf eitrige Stellen, rote und geschwollene Zahnfleischränder und löchrige beziehungsweise schwarze Zähne. Wackelt ein Zahn bei einem Welpen oder einem älteren Hund, kann dies auch Schmerzen verursachen. Hat sich der Hund lediglich etwas eingebissen, können Sie selbst handeln – alle anderen Probleme lösen Sie mit Ihrem Tierarzt.

Bauchschmerzen beim Hund

Bauchschmerzen sind eine diffizile Angelegenheit, die meistens ein sehr zurückgezogenes Verhalten des Hundes hervorruft. Steht er auf, zeigt er einen gekrümmten Rücken. Oft ist die Rute zwischen den Hinterläufen eingeklemmt. Manchmal reagieren die Tiere sensibel auf Berührungen, zum Beispiel verweigern sie ein Streicheln in der Bauchregion und an den Seiten.

Die Ursachen für Bauchschmerzen können von Blähungen bis zur Krebserkrankung reichen. Bei dieser Bandbreite der Möglichkeiten sollten Sie spätestens nach 24 Stunden, wenn die Beschwerden nicht nachlassen, einen Tierarzt aufsuchen, um die Lage abklären zu können. Schmerzmedikamente selbständig zu verabreichen, ist nicht klug, da diese die Symptome verschleiern und der Arzt unter Umständen schwerer an eine Diagnose kommt.

Gelenkschmerzen beim Hund

Gelenkschmerzen ziehen oft eine Lahmheit der betroffenen Gliedmaßen nach sich. Diese ist aber nicht immer voll ausgeprägt; vielmehr reicht die Bandbreite von sogenannten Anlaufschmerzen bis hin zur vollen Bewegungslosigkeit.

Anlaufschmerzen sind Beschwerden, die nach einigen Schritten nachlassen, sodass sich der Hund zunächst langsam und vorsichtig, dann aber immer schneller bewegt. Menschen mit bestimmten Krankheiten kennen solche Anlaufschmerzen recht gut. Erst, wenn zum Beispiel ein Schulter-, Knie- oder sonstiges Gelenk wirklich hartnäckige Schmerzen verursacht, stellt sich an der betroffenen Gliedmaße eine andauernde Lahmheit ein.

Bei Problemen an der Wirbelsäule kann es auch zur Funktionslosigkeit der hinteren Körperpartie (sogar verbunden mit Inkontinenz) kommen. Arthrose, eingeklemmte Nerven, Bandscheibenprobleme: Auch hier gibt es mannigfaltige Diagnosen, die hinter solchen Symptomen stecken können. Schmerzmittel verabreicht der Arzt – nachdem er eine Diagnose erstellt hat. Halten Sie sich an die Verordnung, damit ihr Tier nicht zu viele Medikamente schluckt, aber auch keine unnötigen Schmerzen, keine unnötige Bewegungseinschränkung erleiden muss.

Weitere Anzeichen für Unwohlsein beziehungsweise Schmerzen

  • Hecheln, flache Atmung ohne erkennbaren Grund. Genügend Wasser ist vorhanden, eigentlich kann es dem Hund nicht zu warm sein: Hechelt er trotzdem, behalten Sie ihn im Auge.
  • Nahrungsverweigerung kann nicht nur bei Zahnschmerzen ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung und / oder Schmerzen sein.
  • Veränderte Position beim Sitzen zeigt an, dass der Hund seinen Bauch, seine Wirbelsäule oder eine Hüfte entlasten möchte.
  • Verweigerung von Spielen, Spaziergängen – ein klarer Hinweis, es ist etwas nicht in Ordnung.
  • Unerklärliche Aggression: Der Hund reagiert auf Berührungen, fremde Personen und andere Dinge mit ungewohnter Aggressivität.
  • Zittern, obwohl es nicht kalt ist und der Hund auch keine Angst hat weist eventuell auch auf Schmerzen hin.
  • Trüber Blick, Schielen, blutunterlaufene Augen
  • Zwanghaftes Lecken, auch an Stellen, die nicht verletzt oder schmutzig sind – ein Hund versucht unter Umständen, auch Bauchschmerzen „wegzulecken“.

Egal, was für Anzeichen der Hund zeigt: Geben Sie ihm keinesfalls Medikamente aus ihrer eigenen Hausapotheke. Halten Sie sich strikt an die Anweisungen des Tierarztes, probieren Sie nicht selbständig mit Hausmittelchen irgendwelche Rosskuren und dosieren Sie exakt und wie angeordnet.

Bild von federico espiño auf Pixabay

Kategorien: Gesundheit Hund

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