Fellprobleme bei Katzen – da kann die Ernährung schuld sein!

Katzen sind eigenwillige, sehr süße Wesen, die uns als Haustier eine Menge Freude bereiten, egal, ob eine Rassekatze oder eine einfache Hauskatze. Sehr süß und putzig zeigen sich die Samtpfoten: allein, wenn sie den Kopf schief legen, bringt dies das Herz von Tierfreunden zum Schmelzen. Selbst Bauernhofkatzen verbringen ihr halbes Leben mit der intensivsten Fellpflege; sofern sie nicht krank sind und die eigene Hygiene gesundheitsbedingt vernachlässigen, gelten die Stubentiger und Freigänger als sehr reinliche, gepflegte Tiere.

Ein Alarmzeichen, dass etwas mit der Mieze nicht stimmt, ist es daher in fast allen Fällen, wenn das Fell der Katze beginnt, stumpf zu werden, ihr die Haare ausfallen und sie struppig und ungepflegt aussieht. In sehr vielen Fällen liegt dieser Problematik dann aber keine ernstere Erkrankung zugrunde, sondern ist eine falsche, das heißt mangelhafte oder einseitige Ernährung der Grund.

Wie wichtig das Fell für Katzen ist

Das Fell der Katze wird gehegt und gepflegt. Bei einer gesunden Katze muss der Mensch hier in keinster Weise nachhelfen – durch den antiseptischen Speichel und die raue Zunge ist eine Samtpfote durchweg ein sauberes Tier. Die gesunde Katze hat geradezu eine manische Freude daran, sich zu putzen; Katzen, die in Gemeinschaft leben und sich gut verstehen, putzen sich auch gegenseitig – mit höchster Wonne auf beiden Seiten. Beim Putzen des Fells werden die natürlichen Körperfette auf dem Fell verteilt – das erhält die Körpertemperatur. Außerdem werden allein durch das Lecken vom Freigang mitgebrachte oder in der Wohnung aufgeschnappte Bakterien mit dem eigenen Speichel abgetötet. Eine Katze muss nicht gebadet werden; bei Langhaarrassen hilft der Halter durch Kämmen der langen Fellbereiche, die Verfilzung im Zaum zu halten. Eine Katze mit Fellproblemen friert, kann durch Bakterien erkranken und leidet furchtbar, wenn sie nass wird. Deswegen muss man als Besitzer einer Katze stets auf das Putzverhalten und das Aussehen des Fells achten. Außerhalb des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst darf eine Katze keinen übermäßigen Haarausfall zeigen, muss das Fell weich und gepflegt aussehen, darf kein Juckreiz auftreten.

Mangel- oder Überversorgung erkennt man am Fell

Beide Extreme, also ein Mangel an Nährstoffen oder eine Überversorgung mit denselben, kann man am Zustand des Katzenfells erkennen. Ein eiweißreiches Alleinfutter sollte gegeben werden, in Menge und Zusammensetzung auf die Katze abgestimmt. Hundefutter, menschliche Nahrung und andere Ernährungskomponenten können beide Ausnahmesituationen hervorrufen. Fehlt im Futter das wichtige Taurin, wird man dies sehr schnell merken, ebenso aber, wenn von irgendeinem Bestandteil zu viel im täglichen Fresschen zu finden ist. Mit etwas Information, für die das Internet eine hervorragende Quelle ist, schafft es aber jeder Katzenbesitzer, für seinen Liebling oder seine Rasselbande eine ausgewogene Ernährung zusammenzustellen. Ist ein Futtermittel als Alleinfutter ausgewiesen, reicht dies auch aus, um die Katze bestens zu versorgen. So genannte Ergänzungsfutterprodukte reicht man – wie der Name sagt – zusätzlich einer Nahrung. Ernährungstabellen, die je nach Rasse und Gewicht einer Katze die Tagesdosen an Mineralstoffen, Vitaminen und sonstigen Ernährungsbestandteilen aufzeigen, bekommt man heute kinderleicht. Auf den Packungen aufgedruckte Inhaltsmengen der einzelnen Bestandteile machen es dann ebenso „easy“, eine ausgewogene Ernährung zusammen zu stellen.

Allergien bei Katzen – keine Seltenheit

Allergien, vor allem gegen Futterbestandteile, sind bei Katzen keine Seltenheit. Wie wir Menschen zum Beispiel auf Gluten oder Laktose in der Nahrung reagieren, kann auch bei einer Katze eine solche Unverträglichkeit zum Problem werden. Bestimmte Eiweiße, aber auch Weizen oder chemische Bestandteile in der Nahrung sind die Hauptverursacher für allergische Reaktionen. Auch hier kann es neben Verdauungsbeschwerden zu Fellproblemen kommen, im schlimmsten Fall ein juckendes Ekzem oder der sogenannte kreisrunde Haarausfall. Eine Umstellung des Futters schlägt sich bei einer Allergie zunächst in Durchfall oder Blähungen nieder; die Symptome bei Fell und Haut lassen einige Zeit auf sich warten. Sind ernste Grunderkrankungen auszuschließen, muss via Ausschlussdiät, wie auch beim Hund, das Allergen ermittelt werden; dann kann es von der täglichen Nahrungsaufnahme ausgeschlossen werden und alles wird von selbst gut. Tierärztliche Hilfe ist hier natürlich von Vorteil.

Andere Gründe für Fellprobleme bei Katzen

Nicht immer ist das Futter schuld, wenn eine Katze Fellprobleme hat. Ausgemergelte Bauernhofkatzen, die mehrere Würfe in einem Jahr zur Welt bringen müssen, sind ein Beweis dafür. Eine besondere psychische Ausnahmesituation, zum Beispiel der Tod eines Menschen, die Trennung eines Paares und der damit verbundene Weggang eines geliebten Menschen, kann ebenso ein Auslöser sein, wie auch Einsamkeit oder ein Umzug. Die Anzeichen sind nicht voneinander zu unterscheiden; ob nun die Nahrung, eine Erkrankung oder die Psyche die Ursache sind. Tatsache ist, dass das Fell ein eindeutiger Indikator für das Wohlbefinden der Katze ist und der Besitzer in vielen Fällen durch eine Futteranpassung die Problematik ausmerzen kann.

Kategorien: Katzenpflege
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