Der Siberian Husky - Kraftentfaltung mit dem richtigen Futter

Huskies sind wunderschöne Hunde. Ihre oft bizarren Augen, das tolle Fell und ihr gesamter Körperbau sind optisch sehr ansprechend. Kein Wunder also, dass mancher Hundefreund sich gerne ein solches Tier anschaffen möchte. Wie beim Border Collie ist das tolle Aussehen allerdings schon beinahe ein Fluch für den Husky als Hunderasse – werden die Tiere nicht gemäß ihrer Veranlagung gehalten, führen sie ein trauriges und unerfülltes Leben, neigen manchmal sogar dazu, zum „Problemhund“ zu werden. Dass hinter den Gründen, aus denen die Tiere dann bei der Tierrettung oder im Tierheim landen, oft „Problemhalter“ stecken, ist alt bekannt, aber leider nicht zu ändern, solange es Züchter gibt, die den Profit vor das Wohlergehen der Hunde stellen und die Tiere an Käufer abgeben, ohne deren Eignung zu hinterfragen beziehungsweise zu überprüfen.

Erste Nachweise über die Existenz von Huskies gibt es schon aus der Zeit um Christi Geburt. Bereits damals nutzte man die Hunde zum Arbeiten, vor allem zum Ziehen von Lasten. In den Weiten Sibiriens lebten die Hunde bei Nomadenstämmen – es gab kaum Kontakte mit anderen Hunderassen, sodass eine natürliche, reine Zucht die Folge war. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte ein Pelzhändler aus Russland die Tiere für sich und führte sie in Alaska ein. Schnell war man sich dort klar, dass dieser Siberian Husky Siegerqualitäten bei Hundeschlittenrennen mitbrachte. Dementsprechend schnell stand das Tier deswegen hoch im Kurs. Einen Rassestandard gibt es in Amerika seit 1930 – in Europa dauerte es weitere 36 Jahre, bis die Hunderasse anerkannt wurde.

Das Aussehen vom Sibirischen Husky

Der Siberian Husky Rüde liegt im Gewicht zwischen 20 und 28 Kilogramm – bei einer Widerristgröße von maximal etwa 60 Zentimeter. Die Hündin erreicht zwischen 15 und 23 Kilo bei maximal 56 cm Widerristhöhe. Bei den Huskies handelt es sich also um relativ große, aber schlanke Hunde. Die Hunde sind besonders leichtfüßig und strahlen schon auf den ersten Blick pure Kraft, ansehnliche Ausdauer und natürlich Schnelligkeit aus. Es gibt Huskies mit braunen Augen, jedoch bekannter und faszinierender sind jene mit den blauen Augen. Auch Mischfarben der schräg gestellten, mandelförmigen Augen sind bekannt. Man hat den Eindruck, die Blicke der Huskies können bis ins Innere reichen – ihr Ausdruck ist dennoch stets freundlich.

Die Ohren haben Dreiecksform, mittlere Größe und stehen absolut aufrecht hoch am Kopf angesetzt eng beieinander. Das Fell ist gleichmäßig und von mittlerer Länge, ohne längere und kürzere Partien. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und einem feinen Deckhaar – perfekt an die sibirischen Lebensbedingungen, vor allem die Kälte, angepasst. Insgesamt hat das Fell den Charakter eines Pelzes. Der Siberian Husky ist schwarz, weiß oder aus beidem gemischt gefärbt – tolle Muster sind möglich und auch vom Rassestandard her alle anerkannt.

Die Eigenschaften des Siberian Huskies

Der Sibirische Husky ist kein Familienhund im klassischen Sinne und auch als Wachhund durch seine natürliche Menschenfreundlichkeit eher unbrauchbar. Der attraktive Zeitgenosse liebt es, im Rudel zu leben – das bedeutet, wenn nicht andere Hunde mit ihm zusammen leben, muss der Mensch das Rudel ersetzen und ihm die Zuwendung zukommen lassen, die das Tier benötigt. Das Alleinsein ist für den Husky schlimmer, als für andere Hunderassen. Lebt er im Hunderudel, bindet er sich nur sehr wenig an seinen Menschen – was nicht bedeutet, dass er ungehorsam wäre, nicht gestreichelt werden möchte oder als „Arbeitshund“ beziehungsweise Sporthund nicht geeignet wäre. Den engen Kontakt, wie bei anderen Hunden, wird man aber nicht bewerkstelligen können. In artgerechter Alleinhaltung zeigt er sich als freundlich gesinntes, anhängliches und aktives Haustier.

Sibirische Huskies haben einen natürlichen Jagdtrieb, der auch bei guter Erziehung eventuell immer wieder hervortreten kann. Dazu kommt ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis, dem man nur schwer beikommen kann, wenn man nicht selbst ein aktives, sportliches Leben führt.

Die Haltung von Siberian Huskies

Viel wichtiger als die Größe der Wohnung ist die Möglichkeit für einen wirklich ausgiebigen Auslauf. Nach Möglichkeit sollte also für einen Husky ein nicht zu kleiner Garten vorhanden sein – dieser ist aber nach oben und unten hin ausbruchsicher zu gestalten. Ein Zaun von geringer Höhe oder eine Lücke zwischen zwei Heckensträuchern reicht schon aus, um Fluchtversuche gelingen zu lassen. Die Flucht geschieht einzig und allein aus den Gründen, sich ausgiebig zu bewegen und dem Jagdtrieb Folge zu leisten. So hat man als Halter schnell Probleme mit Nachbarn, Jägern und Förstern in der näheren Umgebung. Ausgebüchste Hunde haben in der Nähe vielbefahrener Straßen oft kaum eine Überlebenschance. Für den Halter besteht das Risiko, alle Schäden, die an durch den Hund verunfallten Personen und Fahrzeugen entstehen, haftbar gemacht zu werden. Oft muss ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr geholt werden, um das entlaufene Tier wieder einfangen zu können.

Keinesfalls reicht dem Husky ein schnelles Gassigehen, mal eben um die Ecke. Halter, die am besten morgens und abends eine großzügige Runde joggen, Rad fahren oder zügig walken gehen, sind ideal – sofern der Hund stets mitgenommen wird. Am Wochenende lange schlafen und faule Tage verbringen, ist mit einem Siberian Husky kaum möglich – er will jeden Tag laufen, laufen, laufen. Kilometerweit den Schlitten mit den darauf sitzenden Kindern durch den Winterwald zu ziehen: Das ist pures Glück für den Vierbeiner, wenn er als Familienhund gehalten wird. Das Ganze darf aber kein kurzweiliges Ausnahme Vergnügen sein: Die Beanspruchung muss wirklich täglich erfolgen, um den Husky zufrieden zu stellen.

Überraschend anspruchslos ist übrigens das Fell der „Sibirier“: Regelmäßiges gründliches Ausbürsten, vor allem während des Fellwechsels, ist geboten und zwar mit einer Bürste, die auch die Unterwolle erreicht. Einen Hundefriseur wird der Husky in seinem Leben kaum kennenlernen. Baden sollte man ihn, wie alle Hunde, nur im Notfall, da dies den natürlichen Schutz von Fell und Haut zerstört und man den Tieren eher schadet, als nutzt.

Die Ernährung vom Siberian Husky

Von Natur aus ist klar, dass für einen Hund dieser stattlichen Größe auch entsprechende Futterrationen angeboten werden müssen. Huskies neigen durch ihren Bewegungsdrang nicht so sehr zum Übergewicht, wie andere Hunde. Dennoch muss die tägliche Futtermenge auf das Alter, die Beanspruchung und andere Faktoren abgestimmt sein. Hier spielt es keine Rolle, mit welcher Methode gefüttert wird – wichtig ist, die Aktivität des Hundes durch seine Nahrung zu fördern. Barf oder Trockenfutter und alles dazwischen und darüber hinaus muss auf die Gesundheit des Hundes ausgerichtet sein. Gut verdaulich muss die Nahrung sein und jene Energie liefern, die der Hund in seinem täglichen Bewegungspensum verbraucht.

Dabei sollte man aber darauf achten, dass die Energie nicht aus dem Fleisch – den Rohproteinen – kommt, sondern dem Fett und den Kohlenhydraten. Geschuldet seiner Herkunft, kann bei den Huskies das Fett als Energiequelle gegenüber den Kohlenhydraten überwiegen. Reine Fettarme Fleischernährung, ist aber auch für einen Husky ungesund. Nur mit genügend Energie kann auch ein Husky die Leistung bringen die man von Ihm erwartet. Auch hier darf die rohe BARF-Lehre einmal mehr nicht angewendet werden. Denn auch der Speiseplan der Nomanden und Nordvölker, welche den Husky für ihre Zwecke gezüchtet haben, ernähren sich überwiegend von Fett und sonstigen Kohlenhydrate.

Kategorien: Rassen
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