Der perfekte Haushalt – geht das mit Hund und Katze?

Ja, es weiß jeder: Mit einem Haustier ändert sich das Leben. Man hat Verantwortung und neue Pflichten. Der Hund muss Gassi, die Katze möchte ein stets sauberes Katzenklo vorfinden. Vögel plustern sich auf und streuen ihr Futter und dessen Schalen herum. Selbst ein Aquarium bedeutet Kampf gegen Algen, regelmäßiges Futter und Aufwand mit dem Reinigen der Pumpe, Austauschen des Wassers und so weiter. Selbst Nager wollen immer wieder frische Einstreu und brauchen etwas zu Essen und Wasser. Jeden Tag muss der tierliebe Mensch also Zeit aufbringen, um Dinge zu erledigen, die er ohne ein eigenes Haustier nicht machen müsste. Am einfachsten haben es Singles ohne Kinder und Tiere, da sie niemanden haben, der seine Socken irgendwo liegen lässt, seinen Teller irgendwo stehen lässt. Auch verliert niemand Haare, weder im Abfluss der Dusche noch auf dem Sofa. Schmutzige Abdrücke von Füßen und Pfoten kann man als Alleinstehende/-r, der seine Schuhe an der Eingangstüre auszieht, einfach nur als Theorie abhaken. Es reicht, ab und an einmal zu saugen, Staub zu wischen und täglich seine eigenen Dinge aufzuräumen und sauber zu halten.

Im Zusammenleben mit Partner, Kindern und Haustieren sieht das anders aus. Wir wollen hier einmal den Partner (meist männlich, da Haushalt ja immer noch vielfach Frauensache ist) vernachlässigen. Auch über die Kinder reden wir nicht weiter – beide Themen könnten Bücher füllen und würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Doch auch über Haustiere und ihren Anteil an täglichem Arbeitsaufwand im Haushalt muss man sich im Klaren sein. Die Überlegungen sollten durchgeführt werden, bevor das Tier im Haus ankommt, da das Arbeitspensum sonst lästig wird und das Haustier mehr Frust als Freude schafft. In einem Familienleben muss ganz klar festgelegt werden, wer welche Aufgaben erledigen muss. Zuverlässigkeit vorausgesetzt und auch über Ausnahmen ausreichend diskutiert, sollte erst dann ein Hund oder eine Katze ins Haus geholt werden, wenn die Versorgung sicher nicht an einer einzigen Person hängen bleibt.

Hygiene mit Katze und Hund

Zwei Bereiche sind wichtig, wenn man Katzenbesitzer oder Hundehalter geworden ist. Der eine hat mit Nahrung zu tun, der andere mit den Ausscheidungen.

a) Die Nahrung: Beim täglichen Füttern gibt es einiges zu beachten. Hund und Katze essen nicht mit Messer und Gabel, benutzen keine Platzdeckchen und Servietten. Ihr Futterplatz sollte gut gewählt werden. Es empfiehlt sich ein gut wischbarer Boden, von dem Futterreste einfach zu entfernen sind. Auf einem Teppich ist es ratsam, den Bereich um den Napf großzügig mit einer Kunststoffmatte abzudecken. Vor allem Katzen holen sich ihr Futter stückchenweise aus dem Schüsselchen, um es beinahe konsequent neben demselben zu verzehren.

Auch bei Hunden geht aber ab und an etwas daneben. Hässliche Ränder bilden sich – und trocknen diese erst einmal an, heißt es für die Hausfrau: Schrubben! Den Napf selbst kann man – von den groben Resten befreit – in den Geschirrspüler tun, es sei denn, man spült ihn lieber separat vom menschlichen Geschirr mit der Hand. Vor allem im Sommer ziehen die Futterreste gerne Fliegen an, die sich dort auch vermehren (Maden!). Auch die Wasserschüssel muss man regelmäßig, am besten täglich, auswaschen und mit frischem Wasser füllen.

b) Ausscheidungen: Junge Katzen und Hunde sind nicht sofort stubenrein, wenn sie ins Haus kommen. Kätzchen muss der Mensch an ihr Katzenklo gewöhnen, Hunde müssen es erlernen, ihre Geschäfte draußen zu erledigen. Die Arbeit mit Welpen ist wichtig und deutlich aufwändiger, als mit den Kitten, die schnell begreifen, dass ihre Toilette der beste Platz für ihre Notdurften ist. Wer nun das Gassigehen mit seinem Hund verschiebt, darf sich nicht wundern, wenn ganz heimlich eine Pfütze oder ein Häufchen in der Wohnung landen. Dies wegzumachen, ist eklig und meist eine Lehrstunde in Sachen pünktlichem Spaziergang mit dem Hund. Gerade am Anfang muss der Vierbeiner auch nachts kurz raus – um schnell sein Geschäft zu verrichten und den Unterschied zum ausgiebigen Ausflug durch den Park zu erlernen. Wissen muss man, dass vor allem bei der Katze auch in menschlichem Sinne Ordnung herrschen muss – die Verwechslungsgefahr zwischen Wäschehaufen oder Papierstapel und Katzenklo ist groß und über ein Malheur seitens der Samtpfote darf sich nur wundern, wer nichts, aber auch wirklich gar nichts herumliegen lässt.

Das Katzenklo ist täglich von sichtbaren Hinterlassenschaften und verbrauchter Streu zu reinigen, frische Streu muss nachgefüllt werden. Immer wieder sollte die Vorrichtung auch komplett geleert, gründlich gewaschen und komplett neu befüllt werden. Urin und Kot auf dem Boden sollten schnellstmöglich beseitigt werden. Der Geruch, vor allem vom Urin, hält sich hartnäckig in Fliesenfugen, sickert in den Teppich und die Ritzen von Vinyl, Laminat und Parkett und sorgt so für anhaltenden üblen Geruch in der Wohnung, gegen den man machtlos ist. Desinfektion der betroffenen Stellen empfiehlt sich obendrein, um Bakterien keine Chance zu lassen.

Haustiere produzieren Müll!

Eine völlig neue Dimension bekommen die Themen Müll, Mülltrennung und Müllvermeidung, wenn man sich Tiere ins Haus holt. Nassfutter wird in Dosen oder Schälchen verkauft. Allein hierfür braucht man einen neuen oder größeren Behälter im hauseigenen Recyclinghof oder zusätzlichen Platz in der gelben Tonne (oder im gelben Sack). Im normalen Restmüll haben diese Verpackungen nichts zu suchen. Weiterhin können Tetrapacks (Katzenmilch) anfallen. Auch alle Trockenfutter Produkte für Katzen und Hunde sind in Pappschachteln, Plastik oder anderen Materialien verpackt. Wer im Internet bestellt, hat noch die Versandkartons und Füllmaterial aus Folie oder Styropor zu entsorgen. Das alles will gut organisiert sein. Nassfutter Behältnisse müssen sauber ausgewaschen werden, da sich auch hier in den Futterresten schnell Fliegen und deren Nachkommen einnisten. Außerdem stinken diese verdorbenen Reste schon nach wenigen Tagen ganz furchtbar.

Haare, Haare und nochmal Haare

Mit vielen Hunden und Katzen im Haushalt ist es ein wahrer Kampf gegen Windmühlen, gegen die ausfallenden Haare der Tiere anzugehen. Nur wenige Vierbeiner sind laut Beschreibung „Problemarm“ in dieser Hinsicht. Zum Problem werden Wollmäuse von beachtlicher Größe, dicke Haarteppiche auf Sofas, Teppichen und auch im Bett. Hundehaare und Katzenhaare sammeln sich innerhalb kürzester Zeit in allen erdenklichen Ritzen und Ecken an – und auch auf der Kleidung wird man immer wieder Spuren seiner Tierliebe tragen.

Zur Grundausstattung in einem Haustierhaushalt gehören also: Staubtücher und ein guter Staubsauger, Fusselbürsten und viel Muße, immer wieder zumindest den Großteil der Haare zu entfernen. Im Prinzip ist es aber gerade zu Zeiten des Fellwechsels zwei Mal im Jahr eine Tatsache, dass man kaum hinten fertig, vorne schon wieder anfangen kann. Aus den Besuchern aus Freundeskreis und Familie werden auf natürliche Weise jene aussortiert, die das Problem mit den Tierhaaren mit pikiertem Gesichtsausdruck wahrnehmen und fortan eine Ausrede haben, sofern sie eingeladen werden. Aber wer ein echter Tierfreund ist, dem ist das vollkommen egal, denn unsere Hunde und Katzen bereichern das Leben doch ehrlich gesagt viel mehr, als es ein perfekt geführter Haushalt jemals könnte.

Bild von María Fernanda Pérez auf Pixabay

Kategorien: Wissen

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