Wie ernähre ich meinen Welpen richtig? Tipps und Mengenangaben

Die Zeiten, in denen man nach dem Grundsatz handelte, egal, wie – Hauptsache satt, sind lange vorbei. Heute weiß sogar jeder Laie, dass auch bei Haustieren eine adäquate Ernährung von größter Wichtigkeit ist. Wie beim Menschen sind unangenehme Erkrankungen die Folge von falscher Ernährung – und zwar in jede Richtung. Die Nahrung für Hunde beziehungsweise Tiere ganz im Allgemeinen sollte artgerecht, ausreichend aber nicht übermäßig und auf das individuelle Lebenskonzept abgestimmt sein.

Hunde haben ihren eigenen Charakter, der sich auch in ihren Tagesabläufen widerspiegelt. Nicht alles ist eine Frage der Rasse; auch die jeweilige Erziehung und Haltung spielen als Faktoren eine Rolle. Ein sehr aktiver Hund, der sportlich unterwegs ist, braucht mehr Kalorien pro Tag, als ein eher gemütlicher Zeitgenosse, der den gemächlichen Spaziergang schon als beste Leistung des Tages betrachtet. Natürlich richten sich Futtermengen immer auch nach der Größe des Tieres, sodass man nicht verallgemeinern kann, was in einem Napf zu finden sein sollte. Individuell unterscheidet sich immer auch der Appetit eines Vierbeiners. Es gibt Rassen, die eher verfressen sind und deswegen ein Leben lang gezügelt werden müssen und das genaue Gegenteil – aber auch innerhalb der Hunderassen unterscheiden sich die Tiere je nach ihrer Lebensgeschichte und anderen Bedingungen.

Ernährung als Teil der Erziehung eines Welpen

Ein besonders wichtiges Kapitel im Leben ist die Welpenzeit, in der der junge Hund einige Erfahrungen sammeln muss. Dazu lernt er seine Welt kennen und erobert sie auf tappsigen Pfötchen. Der Spieltrieb fordert ebenso seine Portion Energie, wie das Herumtollen im Freien, die Konzentration in der Hundeschule und so weiter. „Nebenbei“ ist der Körper aber auch voll und ganz auf Wachstum ausgelegt, was natürlich ebenfalls auf die Kalorienmenge niederschlägt. Alle Kraft, die der Körper des Hundes in dieser spannenden Zeit benötigt, entzieht er der Nahrung, die er bekommt. Gleichzeitig nutzt man diese Lebenszeit, um die Essgewohnheiten beziehungsweise Manieren zu bestimmen. Man trainiert zum Beispiel, erst einmal Sitz zu machen, bevor man an den Napf gehen darf, spielt einen Tagesrhythmus ein, bei dem das Fressen einen festen Platz bekommt und so weiter. Je konsequenter man bei dieser Erziehungsarbeit ist, umso leichter haben es Hund und Mensch ein ganzes gemeinsames Leben lang.

Tiere, bei denen diese Erziehung nicht stattgefunden hat, verändern das Fütterungsritual zum Spießrutenlauf. Sie toben umher, bellen und springen auf und ab, weil sie endlich ihr Fressen haben möchten. Einmal am Tisch erfolgreich gebettelt, wird man den Vierbeinern dieses Verhalten kaum wieder austreiben können. Damit ist man auch schon bei einem wichtigen Thema angekommen: Haben die Strolche erst einmal den Geschmack von Wurst und anderen menschlichen Leckereien entdeckt, wird man sie schwer davon überzeugen, als Leckerli nur noch dröge Hundedrops toll zu finden.

Das richtige Welpenfutter finden

Wer sich einen Welpen vom Züchter holt, ist ernährungstechnisch schon einmal dahingehend abgesichert, dass er diesen nach dem gewohnten Futter der ersten Lebenswochen fragen kann. Nicht selten geben die Züchter sogar eine Portion, die zumindest für eine Zeit der Beschaffung beziehungsweise Umgewöhnung ausreicht, mit nach Hause. Natürlich ist es stressfreier, sich bei einem ersten Besuch vor der Abholung zum Beispiel bereits nach dem Trockenfutter für Welpen zu erkundigen, sodass alles bereits perfekt ist, wenn das Jungtier Einzug hält.

Auch, wenn Tiere aus dem Tierschutz als Welpen nach Hause kommen, wird man Empfehlungen über das Futter erhalten. Unerwünschte Junge werden leider viel zu oft in Tierheimen abgegeben oder sogar ausgesetzt – die Tierretter sind bemüht, durch schnelle Vermittlung einen Platz für die Hunde zu finden. Dennoch überzeugen sie sich von den Haltungsbedingungen und stehen gerne auch mit Rat und Tat zur Seite.

Wer auf anderen Wegen einen Hundewelpen beschafft, sollte sich ganz klar darüber sein, dass er eine große Verantwortung auf sich nimmt. Er muss das Tier impfen lassen, die Entwurmung ist selbstverständliche Pflicht. Ist das Jungtier alt genug, wird es natürlich auch kastriert – und bis dahin ist eine gesunde, alters- und artgerechte Ernährung das A und O. Wer nun wie oben geschildert, an der Erziehung und an der Qualität des Futters spart beziehungsweise andere Fehler begeht (zum Beispiel Überfüttern), bekommt die Quittung bald durch Folgeerkrankungen des Übergewichts oder der Mangelernährung in Form eines beeinträchtigten Hundelebens und/ oder horrenden Tierarztkosten. Zahngesundheit, die Beschaffenheit des Fells, die Gesundheit der Organe, die Leistungsfähigkeit und die Gelenksgesundheit im Alter werden schon im Welpenalter durch die Ernährung mitbestimmt.

Was unterscheidet Welpenfutter vom normalen Hundefutter?

Die wichtigste Eigenschaft von Welpenfutter ist die Tatsache, dass pro einer gewissen Menge der Nahrung mehr Kalorien enthalten sind. Würde man erwachsene Hunde mit Welpennahrung füttern, wäre die auf die Kalorien bezogene Fütterungsmenge als Portion viel kleiner. Dieser Umstand ist dem hohen Energiebedarf geschuldet, den Wachstum und Aktivität eines Welpen nun einmal mit sich bringen. Mit der Entwöhnung von der Muttermilch muss das Futter das Jungtier mit allem versorgen, was der Körper benötigt, um gesund zu wachsen und zu gedeihen. Zu schnelles Wachstum muss vermieden werden, aber auch Mangelversorgung, die zum Beispiel zu schlechtem Knochenwachstum führen könnte. Nicht immer fallen Defizite in der Ernährung – durch ein falsches Futter (etwa für erwachsene Tiere) sofort auf – die Folgen werden den Besitzern erst später klar, wenn der Tierarzt die Konsequenzen behandeln muss.

Dass Welpen unbedingt weiches Futter beziehungsweise Nassfutter bekommen müssen, ist ein Irrglaube. Die kleinen Zähne sind sehr scharf und das Gebiss ist kräftig. So können die kleinen Racker ihre Begeisterung für das Fressen zügeln, indem man ihnen Trockenfutter, das sie gut kauen müssen, vorsetzt. Das verbessert die Zahngesundheit, verhindert hastiges Fressen und die Folgen des Schlingens, etwa Erbrechen oder andere Verdauungsprobleme. Angepasst werden sollte lediglich die Größe der Futterbrocken – um in einfachen Bildern zu sprechen: Der Chihuahua Welpe wird sich mit den Abmessungen eines Bernhardiner Futters sehr schwer tun.

Sehr wichtig: Gerade in der Zeit der Erziehung und Eingewöhnung sind Leckerli ein sehr wichtiges Hilfsmittel – man könnte fast sagen, es geht nicht ohne. Doch sollten die Belohnungen für Wohlverhalten bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  1. Keine menschlichen Nahrungsmittel wie Wurst, Schinken etc.!
  2. Möglichst kleine Happen, denn es zählt die Belohnung an sich, nicht die Menge oder Größe!
  3. Die Menge der Leckerlis beziehungsweise deren Summe der Kalorien muss vom Tagesbedarf des Hauptfutters abgezogen werden, um Übergewicht zu vermeiden! Dies ist sehr leicht, da die Kalorien pro Gewichtseinheit auf den Produkten abgebildet sind und natürlich auch der Kalorienbedarf pro Kilogramm Körpergewicht auf der Verpackung angegeben sein muss.
  4. Leckerlis bitte zuckerfrei und fettarm wählen
  5. Suchen Sie Produkte ohne Konservierungsmittel und Lockstoffe sowie andere Chemie!
  6. Sparen Sie nicht an der Qualität. Jeder Euro, den man durch minderes Futter beziehungsweise billigere Leckerlis spart, kommt in Form von Tierarztrechnungen definitiv irgendwann zu Ihnen als Halter zurück; nicht selten doppelt und dreifach!
Kategorien: WelpenWelt
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