Nachhaltig und artgerecht Hunde füttern

Nachhaltigkeit sollte in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert haben und man kann auch sehen, dass immer mehr Menschen über dieses Thema nachdenken. Klar ist vor allem, hierzu gibt es viele Ansätze unter anderem auch bei unseren Haustieren. Ein Ansatz ist natürlich bei dem Kauf von Spielzeug für diese auf umweltfreundliche Produktion zu achten, mit gleichzeitig kurzen Lieferwegen. Es ist für unsere Umwelt nicht angeraten ein Spielzeug um die halbe Welt reisen zu lassen, nur weil die Produktionskosten erheblich günstiger sind – was oft erreicht wird, mit der Ausbeutung der Arbeitskräfte und Missachtung von Umweltstandards – und damit das Spielzeug im Laden günstiger ist. Darunter fallen aber natürlich auch Leinen, Halsbänder, Betten, Mäntel und andere Dinge die der Hund so braucht. Hier kann man deutlich Nachhaltiger einkaufen wie man es heute oft getan wird. Unsere Gesellschaft macht sich Gedanken über die Ausbeutung der Biene und isst deshalb keinen Honig, aber ein Spielzeug oder das Halsband für den Hund sollte schon billig sein. Das dies nur unter Ausbeutung einer Arbeitskraft geschehen kann ist bei dem Kauf dann egal.
Aber als Lebensmittelhersteller haben wir natürlich ein besonderes Auge auf die Ernährung und hier sehen wir in den letzten Jahren einen Trend, welcher zum einen generell die Gesundheit des Hundes gefährdet und dazu noch nicht einmal Nachhaltig gedacht ist. Seit die Welle der BARF – Bewegung auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet ist ein regelrechter Wettbewerb in der Futterindustrie ausgebrochen, wer mehr Fleisch in ein Futter bekommen kann. Es werden Werte von 80 – 90% dem Kunden auf dem Sack versprochen, was weder der Umwelt gut tut noch nach Ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen für den Hund gut ist. Warum ist es für die Umwelt schädlich? Weil man damit die Massentierhaltung weiter fördert und dadurch Massiv das Tier-Leid in diesen Haltungen und Schlachtungen ausweitet. Wir möchten aber an diesem Punkt unterstreichen, wir sind keine Verfechter der Vegan- oder auch Vegetarischen Lebensweise. Wir möchten nur wieder auf eine natürliche und artgerechte Hundeernährung hinweisen, die auch mit einer Schlachtung oder Haltung vereinbar ist, wenn dies in einem normalen Rahmen bleibt.
Dazu sollten wir aber zuerst einmal eines klären, der Hund ist kein Wolf und wird auch keiner mehr.
Er ist auch nicht mehr so direkt verwandt wie es manch ein Guru oder Werbeplakat der selbsternannten Ernährungsprofis glauben machen möchte. Ja der Hund und der Wolf entstammen aus einem gleichen Stamm, sowie der Fuchs, der Dingo oder auch der Schakal z.B. auch dazu gehören. Jede dieser Spezies hat sich aber in den Jahrtausenden – der Hund lebt nach heutigen Erkenntnissen schon über 35.000 Jahre beim Menschen – seiner Umgebung und dem was er als Nahrung zur Verfügung hatte angepasst. Man bedenke, auch wir stammen mit dem Schimpansen oder auch Gorilla aus einem Affenstamm ab. Jedoch würde hier niemand drauf kommen einen Affenforscher zu fragen wie wir uns ernähren sollten. Warum glauben wir dann Wortführer oder auch Gurus, die uns einreden möchten der Wolf und der Hund ernähren sich gleich? Erstaunlicher Weise kommen solche Ernährungstipps und auch Trends aus dem amerikanischen Raum. So verwundert es uns doch immer wieder, wie hat der Hund und wir überlebt in den Jahrtausenden ohne diese klugen Tipps welche Nahrungsmittel gesund sind. Chiasamen, Kokosöl, Granatapfel, Süßkartoffel, Straußenfleisch usw. sind nach unseren Erkenntnissen keine Produkte die in Europa heimisch sind. Wie hatten der Hund und der Mensch in Mittel- und Nordeuropa denn nur ohne diese überleben können? Diese Produkte sind allesamt nicht schlecht und haben ihre positiven Eigenschaften, aber müssen wir uns deshalb ausschließlich von diesen ernähren und immer um die halbe Welt schippern?
Aus einer anderen Perspektive betrachtet, ist auch aus rein wissenschaftlicher Sicht diese These des BARF nicht zu halten, weiter noch sie ist für den Hund gesundheitlich höchst bedenklich. Schon in dem Buch von Vero Shaw im Jahre 1850 „Das illustrierte Buch vom Hunde“ wurde von zu viel Fleisch in dem Speiseplan des Hundes gewarnt. Wissenschaftlich haben diese These unter anderem auch schon 1982 Forscher der Universität Upsalla noch einmal unterstützt, indem man nachgewiesen hat, dass der Magen des Hundes auf die Verdauung von Kohlenhydraten ausgelegt ist. Heute kann jeder Tierarzt ein Lied davon singen mit welchen Nierenschäden Hunde in die Praxis kommen, die mit zu viel Fleisch ernährt wurden. Denn der Überschuss an Harnsäure im Blut durch die Gewinnung von Energie aus Proteinen / Eiweiß kann die heutige Niere des Hundes nicht mehr reinigen. Auch ist es Geschichtlich nicht zu halten, dass ein Hund auch nur jeden Tag fast 2/3 seiner Tagesration als Fleisch bekommen hat. Der umgekehrte Fall ist der Richtige.
Hier kommen wir nun zu der Nachhaltigkeit in der Ernährung des Hundes. Es kann nicht sein, dass wir unsere Umwelt und auch den sogenannten Nutztieren das Leid zumuten aus falsch verstandenem Ernährungswissen. Nehmen wir einmal an, was heute in Deutschland nicht unüblich ist, dass man dem Hund jeden Tag 100g getrocknete Fleischleckerli gibt. Dieses Fleisch ist aus getrocknetem Fleisch hergestellt, also in seinem Ursprung ca. 330g frisches Fleisch, denn 60 -70% eines Stückes Fleisch besteht aus Wasser, was man im Trockenfleisch bis auf ca. 10% weg trocknet. Wenn das nun bei ca. 10 Millionen Hunden am Tag geschieht wären das 3.300.000 kg Fleisch am Tag, was wir schlachten müssen um die 100g Leckerli pro Hund her zu stellen. Was eine Beachtliche Menge gibt, wenn man das auf ein Jahr rechnet. Dann möchte man als verantwortungsbewusster Hundehalter natürlich nicht Schlachtnebenprodukte – was Herz, Leber, Lunge, Nieren, Leber, Strossen, Ziemer, Magen usw. auch bedeuten – verfüttern. So muß man einen großen Teil des Schlachttieres einfach wegwerfen, da es ja minderwertiges Fleisch bedeutet. Also nur Muskelfleisch, so bekommen wir auf einem Rind von 500kg nur ca. 250kg Fleisch heraus. Das sind dann 12.000 Rinder am Tag und 4.380.000 Rinder im Jahr für das Hundeleckerli. Hier hat der Hund aber noch nicht die Hauptmahlzeit zu sich genommen.
Bei der Hauptmahlzeit wird die Sache ja noch schlimmer, denn hier braucht man ja nicht nur 300g Frischfleisch, sondern 600g. In einem Trockenfutter müssen mindestens 25 – 30% Rohprotein aus tierischem Ursprung sein. Dies bedeutet, dass in jeden 100g Trockennahrung ca. 150g frisches Fleisch verarbeitet wurde. Denn ein Stück Muskelfleisch besteht ja wie schon besprochen aus ca. 60 – 70% Wasser und dann noch aus ca. 18 – 20% Rohprotein und ca. 10% Fett. Wenn ich jetzt, wie bei Trockenfleisch in der Deklaration gut sehen kann nur noch 10% Wasser vorfinde, was auch der Wert in einem Trockenfutter ca. ist, habe ich natürlich auf einmal einen Wert an Rohprotein von 45 – 60% Rohprotein. Dies wird dann im Trockenfutter durch andere Rohstoffe auf den im Trockenfutter erwünschten Wert aufgefüllt. Jedoch sind das keine billigen Füllstoffe, sondern der essentielle Energielieferant, denn wenn der Hund die Energie aus dem Fleisch ziehen sollte, hat er auf lange Sicht gesundheitliche Probleme, die nicht weg zu diskutieren sind und in der heutigen Praxis leider an der Tagesordnung sind. Aber zurück zu den Schlachttieren, also bräuchte man einmal mindestens das doppelte an Rindern – oder wenn der Hund kein Rind mag, an anderen Fleischquellen – um den Hund mit den tierischen Proteinen zu füttern.  
Unsere Meinung ist, wer die Wolfstheorie unterstützt sollte aber kein Skrupel vor Massentierhaltung und Massenschlachtungen zum Wohle seines Hundes haben. Alles andere wäre nicht haltbar und man würde damit auch die Augen vor der Realität verschließen. Denn immer wird der Menschliche Konsum von ca. 60 – 80kg Fleisch im Jahr für die massiven Probleme mit dem Methan oder auch der Stickstoffbelastung des Grundwassers durch die Ausbringung von Gülle verantwortlich gemacht. Aber welchen Schaden richtet dann eine Versorgung des Hundes mit Proteinen als Energieträger in der Umwelt an, wenn man hier von 220kg pro Hund und Jahr ausgehen muss – entspricht einer Fütterung des Hundes mit 600g Fleisch am Tag -. Da diese Menge an Fleisch nicht in Deutschland gehalten oder auch produziert werden kann leben die Hunde hier von einem riesigen Fleischimport. Bei dem wir Lammfleisch aus Neuseeland, Känguru aus Australien, Straußenfleisch aus Südafrika usw. kommen lassen. Denn der Hund soll ja dann auch noch etwas Besonderes bekommen. Also haben wir nicht nur das Methan, sondern auch noch den Transport des Fleisches um die halbe Welt.
Die Konsequenz aus diesen Zahlen wäre natürlich jetzt einfach auf die Hundehaltung ganz zu verzichten. Jedoch erfüllt der Hund nicht nur den Zweck eines reinen Deko Stückes, er leistet auch noch wertvolle Dienste bei den Menschen als z.B. Blindenhunde, Hütehunde, Rettungshunde, Jagdhunde, Wachhunde, Polizeihunde sind hier zum einen anzuführen. Aber für manche Menschen ist der Hund manchmal auch der einzige Ansprechpartner oder auch der einzige Grund für regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. In seiner Geschichte war der Hund immer auch an einen Zweck für den Menschen gebunden, aus diesem Grund hat man in den Jahrtausenden auch so viele Rassen mit den verschiedenen Fähigkeiten herausgebildet.
Haben wir dann zu viele Hunde? Auch dies kann man so nicht sagen, denn durch seine Fähigkeiten waren Hunde schon immer ein Teil der Gesellschaft jedoch hat man ihn früher mehr gebraucht, als Wach-, Jagd- oder auch Hütehund. Selbst in der Zeit der Industrialisierung waren größere Wachhund Rudel auf Firmengeländen ein ganz normales Bild. Aber man hat ihn anders ernährt und nur die Hunde weitervermehrt die mit den Nahrungsmitteln die man zur Verfügung hatte zurechtgekommen sind und zur Verfügung hatte man mehr Kohlenhydrate wie Proteine. Aus diesem Grund ist der Hund heute kein Wolf mehr, auch wenn das so manche Werbeagentur mit markigen Sprüchen und nach „Abenteuer und Freiheit“ riechenden Wolfsbildern uns glauben machen wollen. Denn die Mengen an Fleisch hatte man einfach nicht zur Verfügung um einen Wolf zu halten. Selbst der Schlittenhund kann aus Fett besser Energie für seinen Körper erzeugen wie aus Fleisch. Denn auch er wurde mehr mit Fettbrocken ernährt wie das man ihm Fleisch gab.
So fördern wir bei Bubeck schon seit 125 Jahren eine artgerechte und auch für die Umwelt verträgliche Hundeernährung. Wir versuchen alle Rohstoffe aus Quellen zu beziehen die so nahe wie möglich bei uns sind. Wir verzichten bewusst auf Proteinquellen wie Strauß, Känguru oder ähnlich Exotische Tiere. Auch bei den Kohlenhydraten setzen wir vermehrt auf die traditionellen Quellen wie verschiedene Getreidesorten oder auch Kartoffeln. So minimieren wir Transportwege für die Beschaffung unserer Rohstoffe. Auch bei den Proteinen im Futter setzen wir auf ein natürliches Maß, so dass Massentierhaltung und -schlachtung wieder nicht immer größere Ausmaße annimmt. Wir sind aber auch der Meinung, dass man bei Hunden und auch Menschen ganz auf Fleisch nicht verzichten kann, denn bestimmte essentielle Aminosäuren sind nur im tierischen Protein enthalten. Dies nun mit chemischen Zusätzen zu ersetzten entspricht auch nicht dem Tierwohl und somit der Gesundheit des Hundes.
Falls Sie nähre Informationen zu den Themen: Warum wir Gluten im Hundefutter nicht verteufeln oder warum Kohlenhydrate den Hund auch Glücklich machen können lesen Sie weiter in unserem Blog.



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