Mein Hund, der Veganer

Immer mehr Menschen entscheiden sich aufgrund des Tierwohls sich zukünftig vegetarisch zu ernähren. Nur beim Hund ist der Trend noch umgekehrt. Hier geht man immer noch nach dem Motto: Der Hund ist ein Wolf und der jagt sein Frühstück und das ist kein Getreide. Fleisch für den inneren Wolf in den Hunden. So oder so ähnlich versucht die Werbeindustrie seit Jahren Kampagnen für ihre Kunden aus der Industrie zu basteln. Hundehalter wird suggeriert, es kann nicht genug Fleisch für den Hund sein. Man wirbt damit, in einem Trockenfutter 1500g Fleisch pro kg Futter zu verarbeiten. Getreide ist nur ein billiger Stoff und für den Hund nutzlos. Es funktionierte und viele in der Industrie ließ sich drauf ein, da man auf diese Weise schnell Kunden gewinnen konnte und damit schnell Geld verdienen kann. So schossen Startups aus dem Boden, welche Reinfleischdosen oder Würste propagierten. Trockenfutter musste plötzlich Fleisch und noch mehr Fleisch beinhalten.

Doch machen all die Aussagen Sinn? Ist viel Fleisch wirklich eine artgerechte Ernährung? Wurde der Hund die letzten 40.000 Jahre falsch ernährt? Hier stellt sich uns die Frage, warum musste die Ernährung des Hundes in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert werden? Und war dies gut? Warum haben aber gesundheitliche Probleme der Hund im besonderen Allergien zugenommen?

Die Geschichte der Hundeernährung

Schauen wir mal einfach in die Geschichte der Hundeernährung. Kurz zusammengefasst wurde der Hund historisch von Speiseresten ernährt. Diese bestanden hauptsächlich aus Getreidebreie oder Kartoffelstampf. Mein Großvater meinte noch, die Speisereste wurden zuerst dem Hund verfüttert, dann dem Schwein. Die erste Fertignahrung kam ca. 1850 über England nach Deutschland, der Hundekuchen. So erwähnte schon Vero Shaw in dem Buch „Das illustrierte Buch vom Hunde“ ca. 1850, es so: Neben der Hauptsächlichen Ernährung von Speiseresten und Hundekuchen sollte der Hund 2 mal die Woche auch Fleisch bekommen. Man hat aber darauf zu achten, dass das Fleisch von guter Qualität ist und nicht zu sehr von Maden zersetzt. Dann kam ca. 1930 eine Neuerung, da viele Zuchtanlagen sich die durch die aufwendige Herstellung teuren Hundekuchen nicht mehr leisten konnte, die Fütterung durch einen Flockenmix. Weizen, Hafer, Gerste, Mais etc. darin war dann noch getrocknetes Gemüse und Kräuter. Heises Wasser drüber, quellen lassen und fertig war die Nahrung. Nach 1950 gab es dann noch, wenn es teurer sein durfte, noch Grieben in dem Flockenmix. Grieben ist ein Abfallprodukt aus der Fettschmelze, also der Seifenindustrie und zu 90% vom Schwein. Dazu gab es ab und zu, je nach Geldbeutel des Besitzers, eine Dose Fleisch. Bis zur BSE Krise 1995 war dies der Weg, wie man Hunde ernährte. Dann mussten verschiedene Hersteller von Nutztiernahrung durch die BSE Krise sich einen neuen Absatzmarkt suchen und fanden diesen in der Heimtierbranche, da die Extrusion für Nutztiere ein wenig in Verruf geraten war. Aber man konnte nun schnell und billig für die Heimtiere herstellen… komischer Weise treten die Allergien bei den Heimtieren ab der Zeit immer häufiger auf…

So hat der Hund über die letzten 40.000 Jahre eine auf Kohlenhydraten basierende Hauptnahrung bekommen. Proteine, also Fleisch, nur max. 2-mal die Woche oder nach Verfügbarkeit. Fleisch war, und sollte es heute noch sein, ein wertvoller Rohstoff, den man nicht einfach in Unmengen zur Verfügung hatte, im Besonderen nicht für den Hund. Es gab sicher kein Bauer, Schäfer, Jäger, der selbst nur sich einen Sonntagsbraten leisten konnte, der dem Hund am Tag 500g Fleisch gab. Auch wurde das Schlachttier vom Menschen vollständig verwertet, nicht wie heute nur das Filet und alles andere werfen wir weg oder es kommt ins Hundefutter. Für meine Großeltern waren Leber, Niere, Schweineöhrchen, Schweinenasen, Ochsenschwanz, Kutteln usw. wichtig für die Ernährung und Gesundheit. Innereien waren gut für die Vitaminversorgung, Fett und Knorpel (Kollagen) gut für Knochen und Energie usw. natürlich gesund. Also blieb wenig übrig für den Hund, da es der Mensch gebraucht hat. Innereien sind kein Abfall, sondern wertvolle Bestandteile der Ernährung.
Durch Massentierhaltung und die Ausbeutung der Nutztiere in der heutigen Zeit hat sich der Bezug und die Wertschätzung und der Wert für die Gesundheit von Fleisch insgesamt verändert. Heute füttert man einem 20 – 30kg Hund, ohne nachzudenken 800 – 1000g Dosennahrung. So bekommt der Hund am Tag mehr Fleisch wie sein Frauchen und Herrchen jemals hatte. In dem Dosenfutter von Bubeck ist z. B., nach Abzug der Kohlenhydrate 500 – 700g Fleisch. So müssen bei einer ausschließlichen Fütterung mit Dosen, für den Hund über 182kg Fleisch im Jahr geschlachtet werden. Wenn es nach vielen Hundehalter geht, auch hier nur das Filet. Zuerst einmal klingt das nicht viel, aber zum Vergleich verzehrt der Mensch im Durchschnitt 60 – 80kg Fleisch pro Jahr, bei Durchschnittlich 70 – 80kg Körpergewicht.

Die BARF Bewegung

Es geht noch eine Stufe weiter, denn eine junge Bewegung des BARF kommt zu dem Schluss, der Hund ist ein Wolf und muss somit nur mit Fleisch gefüttert werden. Dieses Denken ist mindestens erstaunlich, da es die Geschichte und Evolution des Hundes einfach streicht und so tut als hätten wir vor 100 Jahren den Wolf domestiziert. Da tut es auch nicht gut, dass Kevin Kostner sich den Wolf ertanzt… so beeinflusst Hollywood und romanisiert eine Geschichte, die so nie passiert ist. Die Bewegung des BARF macht dies aber ihren Jüngern weiß, dies wäre so, wie wenn wir uns an der Nahrung der Affen orientieren würden. Lebensmittelhersteller müssten dann auf unsere Nahrungsmittelverpackungen Affen drucken, als Zeichen der artgerechten Nahrung für uns. Hört sich so wie ein quatsch an, beim Hund finden wir das normal…

Und heute?

Somit zurück zur Realität, den Wolf zu domestizieren ist ein schwieriges bis fast unmögliches Unterfangen, da er ein Kulturflüchter ist. Die Wissenschaft steht hier noch vor einem Rätsel, da der Hund dem Verhalten nach eher mit dem Fuchs oder Schakal ähnelt, aber auch DNA vom Wolf hat. So geht man von Mutationen aus. Auch der Versuch eines Wissenschaftlers mit Füchsen, zeigt schon nach wenigen Generationen mehr Hündisches Verhalten, wie jemals Wölfe dies in Gefangenschaft jemals getan haben. Da ist noch viel Forschung notwendig, auch wenn wir uns es wünschen würden, dass unser süßer Chihuahua vom stolzen Wolf direkt abstammt, ganz sicher sollten wir uns nicht sein.

Was wir als Bubeck erreichen wollen?

Was wir als Bubeck in den Hundehalter*innen anstoßen möchten ist, dass man nicht über die Massentierhaltung und das billige Fleisch im Supermarkt schimpfen kann, ohne selbst das Verhalten bei unseren eigenen Haustieren zu überdenken. Denn bei 15 Mio. Hunden müsste man am Tag ca. 7.000 ton also 7.000.000 kg Fleisch schlachten. Was bei einem Schlachtgewicht von 250kg pro Rind das 28.000 Rinder am Tag machen würde. Zum Glück verteilt sich das Ganze auf noch andere Schlachttiere…

Ist Vegetarische Nahrung eine Lösung?

Was bietet Bubeck als Lösungen an? Zuerst einmal sind wir keine Verfechter der kompletten Fleischlosen Ernährung. Nicht für Mensch und nicht für den Hund. Man sollte nicht von dem einen extrem, in das nächste Fallen, denn auch dies tut den Menschen nicht gut. Auch einem Fleischersatz, der wie Fleisch schmeckt, muss mit künstlichen Geschmackstoffen aufgeladen werden, mit Emulgatoren zusammengeklebt werden, dies kann auch nicht gesund sein. Ausgewogene Ernährung, beinhaltet einen verantwortungsvollen Umgang mit den Inhaltstoffen. So sehen wir einen Proteingehalt von unter 20% als sinnvoll an und nicht wie andere Wolfsfuttersorten mit fast 30%. Dieser Wert sollte tierischen Ursprungs sein, da nur hier eine ausgewogene Versorgung der essentiellen Aminosäuren gewährleistet bleibt.

Vegetarische Dosennahrung, kommt nun durch aktuelle Rohstoffmängel der Dosenhersteller in Mode, wären aber nur teuer abgekochte Kartoffeln. Futter und vor allem Hundekuchen haben Ihren Zweck nicht nur in der Ernährung, sondern auch in der Zahngesundheit. Hart gebacken reibt den Zahnstein natürlich von den Zähnen, reinigt die Zwischenräume und fördert den Speichelfluss. Auch festigt er die Zähne und trainiert die Kaumuskeln. So erfüllt eine gebackene Vollnahrung nicht nur eine Versorgung mit aufgeschlossenen Rohstoffen.

Will man noch weiter auf Fleisch für den Hund verzichten, haben wir unsere Vollnahrung als gebackenem Hundefutter, ohne Fleisch - Vegetarisch. Dies kombiniert mit einer Fleischdose, aber nur 2-3mal die Woche. Oder man wechselt an den beiden Tagen zu einem mit einer tierischen Proteinquelle gebackenem Hundefutter. Diese Kombination ist kein Problem, da man immer bei einer Vollnahrung bleibt, welche gut aufgeschlossen wurde. Die Dose in dem Kochvorgang und das Futter bei dem Backen im Ofen für mind. 40min., kein Schnellkochverfahren oder Extrudieren, Kaltpressen, Dampfgaren bei dem der Aufschluss zumindest nach aktuellem Forschungsstand fraglich ist.

Zum Schutz der Nutztiere und zur Erhaltung der Gesundheit des Hundes, sollte man die heutigen Fütterungsempfehlungen manch einem Experten kritisch sehen.

Bubeck, die wohl knackigste Hundenahrung der Welt.

Kategorien: Ernährung Hund

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