Maßvolle Erziehung vom Labrador beginnt mit Welpenfutter

Würde man den Labrador beziehungsweise Labrador Retriever so füttern, wie es der Appetit dieser lieben Hunde verlangt, hätte dieses Tier sehr schnell wahnsinnige Gewichtsprobleme und unter allen daraus folgenden gesundheitlichen Konsequenzen zu leiden. Wahre Fressmaschinen sind es meistens, die kaum einen Komposthaufen nicht noch nach Fressalien durchsuchen, die nicht alles, was in der Wohnung zugänglich (auch schwer erreichbar) herumsteht, in sich hineinschlingen. Dies kann der Hundehalter nur verhindern, wenn er einfach vom ersten Tag des Zusammenlebens alles vermeidet, was diese Veranlagung begünstigen könnte. Das bedeutet, ein großer Teil der Erziehung eines Labrador Welpen wird nicht auf den Jagdtrieb, das Wesen oder andere Verhaltensweisen ausgerichtet, sondern schlicht und ergreifend auf das Fressverhalten.

Welpenfutter für den Labrador genau portionieren

Kommt der kleine „Labbie“ vom Züchter, hat er sich wahrscheinlich noch nicht viele Untugenden angeeignet, die man ihm nicht wieder abgewöhnen kann. Klar, der kleine und unfassbar süße Welpe muss stubenrein werden, muss an der Leine zu führen sein und so weiter. Da unterscheidet sich die Grundausbildung nicht von allen anderen Hunden. Während man aber bei anderen Hunderassen viel Augenmerk auf ihr Fehlverhalten legen muss, hat der Labrador ein angeborenes und sehr stark ausgeprägtes „will to please“ Empfinden. Für ihn gibt es nichts schöneres, als seinen Menschen am besten zu 110 Prozent zu gefallen und deswegen ist er ein sehr gelehriges und folgsames Tier von unbändiger Treue und Loyalität – Hauptsache, er wird geliebt.

Dass man Erziehungserfolge beziehungsweise richtiges Verhalten mit Leckerlis belohnt, ist alt bekannt unter allen Hundehaltern. Doch muss nicht zwangsläufig jede gute Tat mit einem dicken Belohnungssnack quittiert werden. Vielmehr ist ein Lob in vielen Situationen ausreichend, vielleicht noch kombiniert mit einer kleinen Streicheleinheit. Ja – damit ist ein Labrador ganz glücklich und dankt dieses Halterverhalten mit entsprechendem Gehorsam, um weiter geliebt zu werden. Spartanisch geht es demnach mit dem Fressen zu. Sich strikt an empfohlene Fütterungsmengen pro Kilogramm Gewicht des Welpen und später des erwachsenen Hundes zu halten, ist das A und O. Sollten über den Tag Leckerlis auf dem Speiseplan stehen, bitte immer nur anlassbezogen verteilen – also nach einer erbrachten Leistung, zum Beispiel nach dem erfolgreichen, viel und heiß geliebten Apportieren usw. Diese Leckerlis dürfen ruhig sehr klein ausfallen, denn es zählt nicht die Menge der Belohnung, sondern die Tatsache, sie erhalten zu haben.

Tabus bei der Labrador Ernährung ab dem Welpenalter

Geradezu zwangsläufig wird es der junge Labrador versuchen, sich den einen oder anderen Leckerbissen vom Tisch zu erhaschen. Er setzt dazu alle Mittel der psychologischen Kriegsführung ein. Er winselt, bellt, sieht unsagbar süß aus und versucht alle schon erlernten Tricks und seinen ganzen Charme, um die Familie weich zu kochen. Ebenso sicher ist es aber auch, wenn er nur einmal erfolgreich ist und die Scheibe Wurst vom Frühstückstisch erhält, wird er dieses Verhalten bis an sein Lebensende immer wieder an den Tag legen. Deswegen:

→ bitten Sie alle Familienmitglieder um absolute Konsequenz oder lassen Sie den Hund während der menschlichen Mahlzeiten gar nicht erst im Zimmer (anfänglich zum Beispiel in seiner Box oder in einem Nebenzimmer mit einem Kauspielzeug). Dies gilt für das tägliche Familienleben, aber auch für sonntägliche Besuche von Eltern und Schwiegereltern. „Ach lass ihn doch….“ und ähnliche Aufforderungen sollten Sie einfach überhören, denn die Diskussionen hierüber werden unter Umständen kein Ende nehmen. Bereits ein einziges „gut gemeintes“ Stück Sonntagsbraten unter der Tischkante kann bereits jeden Erziehungsversuch bei Ihrem Labrador Welpen zunichtemachen.

→ sichern Sie alle Lebensmittelvorräte. Die Obstschüssel auf dem Tisch, die Schale mit Keksen oder Süßigkeiten auf dem Sideboard, den Zugang zur Speisekammer und jeden Winkel, in dem sich etwas Essbares befindet.

→ haben Sie ein Augenmerk auf die Sicherheit im Garten. Komposthaufen, auch beim Nachbarn, sind unfassbar interessant für einen verfressenen Labrador – selbst Fallobst im Herbst kann unter Umständen verlockend sein.

→ lassen Sie auch keine Medikamente, Taschentücher oder ähnliches liegen. Papiertaschentücher, benutzt oder verpackt, sind eine lohnende Beute, werden zerfleddert und teils verschluckt. Tabletten und Co. gehören auch im Haushalt mit einem Hund sicher verschlossen in einem Schrank.

sorgen Sie im Falle eines Zusammenlebens mit anderen Haustieren für „sichere“ Futterplätze. Katzenfutter ist auf Dauer nicht gut für Hunde; dennoch wird der Labrador (und manch andere Hund) es gerne verschlingen, sobald er einen Moment des Glücks erwischt. Ähnliches gilt übrigens beispielsweise auch für Katzentoiletten… Katzenkot gehört anscheinend zu den Leibspeisen mancher Hunde.

All diese Maßnahmen verhindern ungezügeltes Fressverhalten beim Labrador, sorgen dafür, dass kein Übergewicht zu einem Problem wird. Bei dieser Hunderasse ist auf kaum ein anderes Thema so viel Konsequenz und Strenge zu verwenden, wie auf die Ernährung. Ein hochwertiges und ausgewogen zusammengestelltes Welpenfutter ist natürlich die erste Grundlage, auf der man dann mit einem ebenso qualitativen Erwachsenen- und später Senior Futter aufbauen muss.

Des Weiteren sind all diese Schutzmaßnahmen auch für die Sicherheit des Hundes von Vorteil. Wie schnell hat ein Hund etwas gefressen, das er nicht verträgt. Mechanische Darmprobleme (Durchfall, Blähungen, Darmverschluss…) können auftreten, im schlimmsten Fall aber kann sich der Hund vergiften – und hierzu reicht das falsche Obst in der ausreichenden Menge.

In einem hochwertigen Welpenfutter ist alles enthalten, was der Labrador Welpe zum gesunden Wachstum benötigt.

Der Labrador im Kurzportrait

  • in den Farben schwarz, schokoladenbraun, gelb bis fuchsrot
  • Rüden bis zu 57 cm Schultermaß, Weibchen kleiner
  • Gewicht um die 32 Kilo, je nach Körperbau und Größe
  • Lebenserwartung etwa 10 bis 14 Jahre, abhängig natürlich von einer optimalen Hundehaltung
  • idealer Familienhund
  • liebt Wasser, arbeitet gerne als Stöberhund, Apportierhund

Der reine Anschaffungspreis für einen reinrassigen Labrador mit Papieren liegt bei 1000 bis 1500 Euro. Günstiger (gegen Schutzgebühr) geht es nur im Tierschutz.

Bild von Nature-Pix auf Pixabay

Kategorien: WelpenWelt
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