Kinder und Hunde in einem Haushalt

Eine wahre Idylle: Das Kind liegt mit einem Buch auf der Couch, der Hund kommt und springt auf das Sofa. Er kuschelt sich an das Kind und beide genießen die tolle Zeit. Genug gekuschelt, geht es in den Garten, wo beide Freude am Spiel finden, miteinander toben und einfach eine Menge Spaß haben. So stellen sich viele Eltern das Leben vor, wenn sie – nicht zuletzt wegen ihrer Kinder – überlegen, einen Hund anzuschaffen. Immerhin lernen Kinder viel, wenn sie zusammen mit Haustieren aufwachsen und haben stets einen Freund an ihrer Seite – oder?

Oft leider bittere Realität: Das Kind hält etwas zu Essen in der Hand. Wie von der Tarantel gestochen stürmt der Hund darauf los, klaut sich den Leckerbissen und verschwindet damit unter der Eckbank. Das findet der kleine Mensch nicht so toll – als Revanche zieht er bei nächster Gelegenheit den Hund kräftig am Schwanz. Der Hund jault und schnappt zu, was das Kind aber nicht weiter interessiert. Vielmehr schlägt es mit der Hand nach dem Tier und tritt vielleicht sogar noch hinterher. Salbungsvolle Worte der Eltern sind bestens bekannt: Wenn wir einen Hund anschaffen, wird die Arbeit geteilt: Gassi gehen, Füttern, Bürsten – all das geht auch die Kinder etwas an. Doch nach der ersten Euphorie über das neue Haustier schwindet das Interesse zum Vorteil der Spielekonsole, das Hundchen wird vernachlässigt, stört und ist lästig. Traurige Wahrheit in etlichen Haushalten auf der ganzen Welt.

Die Grundlage einer vernünftigen und damit bereichernden Beziehung zwischen Hund und Kind ist auf jeden Fall gegenseitiger Respekt, der auf beiden Seiten anerzogen werden muss. Dann wird der Hund zum Spielgefährten, Kuscheltier und einfach zum besten Freund des Kindes werden. Und umgekehrt. Diese Beziehungen wachsen langsam aber stetig und sind, sofern sie wirklich voller Respekt sind, an Liebe und Vertrauen nicht zu übertreffen.

Wer war zuerst da?

Nicht Henne und Ei, sondern Hund und Kind kommen nicht am gleichen Tag ins Haus und schon gar nicht beide als Neugeborene. Das wäre wohl die einfachste Ausgangslage, um beide aneinander zu gewöhnen. In der Regel kommen Kind und Hund aber zu unterschiedlichen Zeiten als Zuwachs in die Familie. Beide müssen Zeit bekommen, sich auf den neuen Mitbewohner einzustellen.

Ist der Hund schon da, wenn ein Baby kommt, darf man ihn nicht ausschließen. Er sollte vorsichtig an das Kleine herangeführt werden und ein Teil des Ganzen bleiben. Um keine Eifersucht zu erzeugen, muss seine Zeit für Aufmerksamkeit weiterhin einen festen Platz haben. Unter Beobachtung sollte man es auch zulassen, dass der Hund sich dem Kind annähert. Wie schön das funktionieren kann, zeigen abertausende süße Videos in sozialen Netzwerken. Was man nicht tolerieren darf, ist eine Verteidigungshaltung des Hundes hinsichtlich des Kindes. Schutzinstinkte gut und schön, aber wenn das so weit geht, dass die Mutter nicht mehr in den Kinderwagen fassen darf, ohne angeknurrt oder sogar gebissen zu werden, muss man das unterbinden.

Der Hund muss lernen, das Verhalten des Kindes einschätzen zu können. Plötzliche Bewegungen, Geschrei und quietschende Laute können für einen Vierbeiner sehr erschreckend sein, wenn er dies bisher nicht kannte. Irgendwann kennt er alle Geräusche, doch dann beginnt das Kind zu krabbeln und später zu laufen – wieder eine neue Erfahrung, in der das Tier lernen muss, das Kind nicht umzustoßen, zu überrennen oder ähnliches. Es bleibt spannend, bis das Kind sprechen kann, sich sicher bewegt und groß genug ist, um dem Tier gewachsen zu sein.

Auch von Kindern, zu denen ein Hund später ins Haus kommt, ist Anpassung und Übung gefragt. Sie müssen akzeptieren, dass manche Dinge verboten sind, sollten die Eltern in der Erziehung des Hundes unterstützen. Ausführliche Erklärungen, was dem Hund Schmerzen zufügen könnte, sind unabdingbar – und das Einhalten von Regeln sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Einfach ist es, den Kindern auf spielerische Weise zu erläutern, was dem Hund gut tut und was nicht. Möchtest Du, dass ich Dich an Deinem Ohr ziehe? Dieser Satz reicht oft aus, um ein Unrechtsbewusstsein bei den Kindern zu erzeugen. Dies ist nur ein Beispiel, wie Kinder es lernen können, einen Hund als respektablen Freund und als Familienmitglied anzuerkennen. Ziehen, stoßen, zwicken, schlagen: Das sind Tabus, die nicht gebrochen werden dürfen. Auch dass das Haustier ab und an einfach eine Auszeit haben muss und möchte, muss der Nachwuchs begreifen und akzeptieren.

Eine wichtige Brücke zwischen Kindern und Hunden sind natürlich auch Leckerlis, die manches leichter machen und den Lernprozess sogar beschleunigen können. Das Kind in die Hundeschule mit einzubeziehen, kann Sinn machen, vor allem in der Welpenschule, wo es darum geht, Alltäglichkeiten zu erlernen. Hier kann sich auch das Kind direkt an der Erziehung beteiligen – Kommandos verinnerlichen, Reaktionen des Hundes einschätzen und das Belohnungsprinzip verstehen lernen.

Mit einbeziehen ist übrigens ein wichtiges Stichwort, wenn der Hund erst ins Haus kommt, wenn das Kind schon ein gewisses Alter hat. So „darf“ das Kind unter Aufsicht das Tier füttern, ihm ein Leckerli geben, mit ihm Gassi gehen, ihn bürsten – und ist stolz über eine Aufgabe, die es dann vielleicht lieber übernimmt, als wenn hinter alldem ein „Muss“ steht.

Mit der Zeit kann man dem Junior ab und an immer mal wieder Verantwortung überlassen. Funktioniert alles einwandfrei, klappt es mit dem Belohnungsprinzip übrigens auch bei Kindern. Geduldig erklären, selbst als Erwachsener ein gutes Vorbild sein und den Spaß gemeinsam genießen, während man sich die Pflichten teilt. Das ist besser als Schimpfen und Bestrafen, egal, ob es um den Hund, das Kind oder beide geht.

Bild von Sven Lachmann auf Pixabay

Kategorien: Erziehung Hund

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