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03.08.20

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Der Laserpointer als Lieblings-Spielzeug der Katze

Nicht nur die Katze hat Spaß, wenn ihre Menschen mit einem Laserpointer in der Gegend herum leuchten und es dabei richtig zur Sache geht. Bei diesem Spiel reizt man den Jagdinstinkt der Tiere und spornt sie dabei zu Höchstleistungen an. Wahre Geschwindigkeitsrekorde lassen sich bei diesem Spaß aufstellen – die Ausdauer unserer Samtpfoten ist beachtlich. Auch wir Menschen erfreuen uns daran, unseren Liebling bei dieser Beschäftigung zu beobachten. Es gibt konträre Meinungen über den Einsatz von Laserpointern als Katzenspielzeug – allerdings gibt es verschiedene Ausführungen dieser Geräte und dementsprechend unterschiedliche Gefahren, die damit in Zusammenhang stehen.

Ein Laserpointer ist eigentlich dazu da, um zum Beispiel während eines Vortrages dem Publikum Dinge auf einem Overhead Projektor zu zeigen und ansehnlich erläutern zu können. Die Nutzung als Katzenspielzeug ist also eigentlich eine Zweckentfremdung – aber das ist die Schachtel aus dem Online Versand ja theoretisch auch. Laserpointer gibt es in sehr unterschiedlichen Stärken, in verschiedenen Farben. Auch gibt es je nach Land verbotene Modelle und solche, die erlaubt sind. Besonders starke Geräte können – wie Medienberichte oft genug schon zeigten – sogar Flugzeuge abstürzen lassen, weil die Piloten durch das scharf gebündelte Licht vorübergehend nichts sehen konnten. Außerdem sind die sehr leuchtintensiven Pointer sehr schädlich für die Augen und können schlimme Folgen hervorrufen, wenn man einem Lebewesen damit direkt ins Auge strahlt.

Abgesehen davon, dass man die „scharfen“ Laserpointer im Ausland gegebenenfalls immer noch zum Verkauf angeboten werden und man sich strafbar macht, wenn man ihn besitzt – also nicht nur benutzt, sollte man sich gut überlegen, ob man für seine Katze ein solches Spielzeug benutzt. Es ist eine Tatsache, dass das besonders aufregende Spiel alle anderen Spielsachen in den Schatten stellt. Die Leidenschaft der Stubentiger geht so weit, dass sie sogar miauend betteln, dass ihr Mensch sich endlich zum Spielen überzeugen lässt. Sofort, wenn das Gerät nur in die Hand genommen wird, reagieren die Tiere darauf. Drückt man den Knopf, spitzen sie die Ohren, suchen den Punkt und sind ganz aufgeregt. Allein dieses für uns Menschen kaum hörbare Geräusch erweckt die Lust am Spielen in Sekundenschnelle. Nur wirklich wenige Katzen können dieser besonderen Form der Beschäftigung wirklich widerstehen.

Welchen Schaden kann ein Laserpointer anrichten?

Der Punkt des modernen Zeigestabes riecht nach nichts, macht – bis auf den Knopfdruck – keine Geräusche und hat auch sonst wenig mit einer natürlichen Beute zu tun. Allein das Auge der Katze wird gefordert. Wie bereits erläutert, sind Schäden am Auge bei allen Beteiligten das wohl höchste Risiko, das mit dem Laserpointer einhergehen kann. Ungedanks in die Augen einer im Raum befindlichen Person geleuchtet: Das passiert im Eifer des Gefechts durchaus und kann horrende Folgen – bis hin zur irreversiblen Blindheit es geblendeten Auges – nach sich ziehen. Natürlich kann auch eine unvorhergesehene Bewegung der im Jagdmodus befindlichen Katze dieses „Versehen“ begünstigen – und auch das Tier kann dadurch erblinden.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Jagd nach dem Punkt sehr spannend, aber niemals von einem echten Erfolg gekrönt ist. Der Punkt verschwindet – die Katze kann ihn nicht mit den Pfoten tasten, nicht ins Maul nehmen, nicht erlegen. Deswegen muss man sich zum Ziel setzen, das Spiel in einem gesunden Maß zu begrenzen und mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Dies könnte zum Beispiel in der Form geschehen, dass man ein Leckerli platziert, den Punkt dort hin lenkt und den Pointer dann auslässt, wenn die Mieze ihre Beute gefunden hat und sie genüsslich verspeist. Damit ist die Jagd beendet und das Kapitel bis zum nächsten Mal abgeschlossen.

Übertreiben darf es der Mensch als Lenker des Laserpointers auf keinen Fall. Sicher mag es lustig sein, die Katze im Kreis rennen zu lassen, bis sie vor lauter Schwindelgefühl nicht mehr stehen kann. Das Tier empfindet in dieser Situation allerdings alles andere, als Spaß, weswegen man solche Spielchen tunlichst unterlassen muss. Auch hat niemand etwas davon, wenn die Fellnase bis zur Erschöpfung durch die Wohnung gejagt wird. Es darf zwischendurch schon ruhig mal etwas wilder sein. Zum Ende des Spiels hin sollte der Mensch es allerdings immer ruhiger und langsamer angehen lassen, da die Katze sonst völlig überdreht ist und nicht mehr weiß, was sie mit sich und ihrer Energie anfangen soll. Frustgefühle und sogar Aggressionen könnten die Folge sein.

Die Vorteile eines Laserpointers

Mit einem Laserpointer kann man eine träge gewordene, vielleicht deshalb auch schon übergewichtige Katze zu mehr Bewegung motivieren. Dazu ist natürlich ein regelmäßiger Einsatz von Vorteil – und das Leckerli am Schluss sollte klein und kalorienarm gewählt werden, da die Aktion sonst eher kontraproduktiv ist. Lässt sich die Fellnase sonst kaum noch zu größeren Aktivitäten locken, könnte dieses Spielzeug einen neuen Motivationsschub auslösen – verbunden mit einer Verbesserung der Fitness und somit der Gesundheit ihres Lieblings.

Einige wichtige Tipps zum Schluss:

  • Kaufen Sie einen erlaubten und tierfreundlichen Laserpointer im Zoohandel und lassen Sie die Finger weg von illegalen Geräten!
  • Es ist wichtig, dass mit einem Laserpointer auf jeden Fall verantwortungsbewusste Menschen umgehen, die sich ihrer Handlungen absolut bewusst sind. Dieses Katzenspielzeug gehört keinesfalls unbeaufsichtigt in Kinderhände!
  • Wer mehrere Katzen hält, muss sich darüber bewusst sein, dass eine Katze als Einzeljäger grundsätzlich alleine auf die Jagd geht. Zwei oder mehr Katzen in einem Raum mit einem Laserpointer zu bespaßen, ist gefährlich, da es zu Rivalitäten, also Kämpfen zwischen den Tieren kommen kann. Das Verletzungsrisiko und der psychische Stress sind sicher nicht im Sinne der Tiere und ihrer Halter und sollten deswegen strikt vermieden werden.
  • Wenden Sie den Pointer auf keinen Fall im Freien an, um vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer oder vorbeigehende Personen nicht zu schädigen! Dieses Spielzeug nutzt man am besten in der Wohnung, idealerweise bei geschlossenen Rollläden! Jedes Lichtbündel, das nach außen dringt, kann schlimmstenfalls ein Augenlicht kosten!
  • Der Laserpointer für Katzen ist dazu da, dem Tier Abwechslung und Bewegung zu verschaffen Wer das Gerät benutzt, um sich bewusst über das Tier lustig zu machen, witzige Videos im Netz zu posten oder seinem Stubentiger absichtlich Schaden zuzufügen (gegen den Schrank laufen lassen, im Kreis drehen…) sollte nicht nur keinen Laserpointer kaufen, sondern ganz einfach keine Haustiere halten!

 


 

Bild von Gerhard G. auf Pixabay

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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