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12.07.15

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Deklaration kurz erklärt: Was ist Rohprotein?

Was versteht man unter Rohprotein?

Der Begriff Rohprotein kommt aus der Analytik und wird vom Futtermittelrecht vorgeschrieben. Einfach gesagt, werden die im Gesamtfutter enthaltenen Proteine ausgewiesen. Aber was genau sind diese Proteine?

Die Rolle der Proteine im Körper

Proteine, auch Eiweiße genannt, sind essenziell für den Erhalt und Aufbau von Zellen. Sie bestehen aus etwa 21 Aminosäuren, die in essentielle und nichtessentielle Aminosäuren unterteilt werden. Essentielle Aminosäuren müssen über die Nahrung zugeführt werden, da der Körper sie nicht selbst bilden kann. Dazu gehören Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Die übrigen elf Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen.

Woher bekomme ich die Proteine?

Proteine finden sich in tierischen und pflanzlichen Quellen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Hunde ausschließlich Fleisch benötigen, um ihren Proteinbedarf zu decken. Tatsächlich enthalten auch pflanzliche Quellen wie Soja und Erbsen wertvolle Proteine. Diese Pflanzenproteine sind in vielen modernen Hundefuttersorten enthalten, da sie sich gut für die Herstellung in einem Extruder eignen. Bei Bubeck setzen wir jedoch auf das Backverfahren, da dieses eine bessere Verfügbarkeit der Aminosäuren gewährleistet. Unser Leitsatz "Bubeck füttert die Hunde" steht für höchste Qualität und optimale Nährstoffversorgung.

Vorteile tierischer Proteine

Proteine tierischen Ursprungs sind für Hunde leichter verdaulich und bieten eine vollständigere Aminosäurenstruktur, insbesondere bei den essenziellen Aminosäuren. Daher ist eine ausgewogene Mischung aus tierischen und pflanzlichen Proteinen ideal für eine optimale Ernährung.

Bedeutung der Proteine für den Hund

Proteine sind der Hauptbaustoff des Körpers und in allen Zellen vorhanden. Sie sind entscheidend für den Aufbau und Erhalt von Muskeln, Haut, Haaren und Krallen. Proteine haben auch wichtige Transportfunktionen im Körper, wie den Transport des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Sie spielen eine Rolle im Stoffwechsel, beim Abbau von Giftstoffen und fördern den Prozess des Fettabbaus. Zudem können Proteine als Reservesubstanz für den Energiehaushalt genutzt werden. Bei übermäßiger Proteinaufnahme entsteht jedoch Harnstoff, der über die Nieren ausgeschieden werden muss. Eine dauerhafte Überbelastung kann zu Nierenschäden führen.

Wieviel Protein benötigt mein Hund?

Der Proteinbedarf eines Hundes variiert je nach Rasse, Alter und Aktivitätsniveau. Kleine Rassen benötigen etwa 2g Protein pro kg Körpergewicht, große Rassen weniger als 1,5g pro kg. Laktierende oder säugende Hündinnen haben einen erhöhten Bedarf. Eine Überversorgung mit Proteinen ist ebenfalls nicht ideal, da überschüssige Proteine in Energie umgewandelt werden, was zu einer erhöhten Harnstoffproduktion führen kann.

Beispiel für ein Bubeck-Produkt

Ein 30kg Hund benötigt etwa 60g Rohprotein pro Tag. Bei einer Fütterungsempfehlung von 360g pro Mahlzeit enthält unser Produkt No. 89 Pferdefleisch etwa 66g Protein, was einer guten Versorgung entspricht. Hohe Rohproteinwerte über 25% sind für normal aktive Hunde nicht notwendig und könnten die Energiezufuhr verringern.

Proteine in Frischfleisch

Frischfleisch enthält etwa 18g Rohprotein pro 100g. Getrocknetes Fleisch hat einen höheren Proteingehalt, da das Wasser entzogen wurde. 330g Frischfleisch ergeben etwa 100g Trockenfleisch, das 44-48g Rohprotein enthält. Die zusätzliche Gabe von Trockenfleisch-Leckerlis kann die Gesamtproteinaufnahme schnell erhöhen und sollte daher vorsichtig dosiert werden.

Der Hund und der Wolf: Ein Vergleich

Obwohl Hunde und Wölfe einen gemeinsamen Vorfahren haben, unterscheiden sie sich erheblich in ihrer Ernährung. Hunde haben sich an eine vielfältigere Ernährung angepasst und können Kohlenhydrate besser verdauen als Wölfe. Der Magen des Hundes enthält etwa 30 Enzyme zur Kohlenhydratverdauung, während der Wolf nur drei hat. Deshalb sollten Hundehalter vorsichtig sein, wenn Futtersorten mit einem hohen Rohproteinwert beworben werden.

Ist der Fleischanteil im Futter wichtig?

Der Fleischanteil allein ist nicht das entscheidende Kriterium für ein gutes Futter. Wichtiger ist der Anteil an verwertbaren Kohlenhydraten und eine ausgewogene Mischung aus tierischen und pflanzlichen Proteinen. Tierische Fette können als Energiequelle dienen, jedoch muss der Proteinanteil im Futter sorgfältig angepasst werden, um eine Überbelastung der Nieren zu vermeiden.

Bei Bubeck setzen wir auf eine ausgewogene und natürliche Ernährung. Unser Motto "Bubeck füttert die Hunde" steht für qualitativ hochwertiges Futter, das auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist.


Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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