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12.02.25

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Backen vs. Extrusion – Technologie, die der Darm spürt

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Für alle, die den Inhalt des Textes lieber hören wollen, haben wir den Artikel zusammenfassen lassen.  Viel Vergnügen beim Hören in der folgenden Datei.

16:06 Min · „Backen vs. Extrusion – Technologie, die der Darm spürt“

Kurz erklärt 

Teil 3 der Serie - Was passiert im Darm

Nicht nur die Zutaten machen den Unterschied, sondern auch, wie sie verarbeitet werden. Beim Extrudieren wird Futter unter hohem Druck und mit sehr hohen Temperaturen in Sekunden „aufgepoppt“. Oft wird es anschließend mit Fettschichten oder Aromen besprüht, um Geschmack und Haltbarkeit zu steuern.

Beim Backen dagegen arbeitet man mit trockener Hitze, längeren Verweilzeiten und einer natürlichen Kruste. Stärke wird sanft aufgeschlossen, das Futter wird stabil – und es braucht keine nachträglichen Tricks. Für den Hund bedeutet das: eine ruhigere Verdauung und eine Rezeptur, die sich ehrlich anfühlt.

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Für Profis – die Mechanik in Kürze

Extrusion:

  • Kurze Prozesszeit, 120–180 °C, hoher Druck.
  • Stärkegelatinisierung fast vollständig, aber „aufgebläht“.
  • Oft starke Maillard-Reaktionen (neue Protein-Zucker-Komplexe → potenziell neue Antigene).
  • Endprodukte mit hoher Oberfläche, daher anfällig für Rework, Aromasprays und Fette.
  • Typischer Fettspray auf der Oberfläche (Palatabilität, Haltbarkeit).

Backen:

  • Längere Prozesszeit, moderate Temperaturen (90–130 °C).
  • Natürliche Stärkeaufschließung: enzymatisch gut zugänglich, ohne „Puff-Effekt“.
  • Trockene Kruste, stabile Wasseraktivität (aw) – Lagerstabilität ohne Sprays.
  • Weniger Rework, keine Notwendigkeit für Oberflächenfette.
  • Ruhigeres Produktbild, weniger Prozessspitzen.

Warum das für den Hund relevant ist

  • Stärke: Im Extrudat oft „überbläht“, was im Dünndarm schnell zerfällt – Überschüsse können in den Dickdarm gelangen, dort Fehlgärungen fördern. Gebackene Stärke ist ruhiger, gleichmäßiger verfügbar.
  • Zusatzstoffe: Extrusion braucht oft Hilfsstoffe (Emulgatoren, Aromen, Sprays). Backen kommt ohne aus – das entlastet Darm & Leber.
  • Antigene: Starke Hitze/Druck erzeugen neue Strukturen (Maillard-Komplexe), die für sensible Hunde problematisch sein können. Backen reduziert diese Risiken.
  • Stabilität: Gebackene Produkte sind trocken, knusprig und stabil. Das reduziert die Gefahr mikrobieller Aktivität oder Histaminbildung.

Bubeck macht hier den Unterschied – konkret

  1. Seit 1893 gebacken, nicht extrudiert.
    Wir halten an einer Technologie fest, die die Rohstoffe ruhig aufschließt und ohne Prozessspitzen auskommt.
  2. Keine Oberflächenfettsprays.
    Geschmack entsteht bei uns aus Rohstoffqualität und Backaroma, nicht aus nachträglichen Schichten.
  3. Aufgeschlossene Stärke mit Maß.
    Das Steinofen-Backen sorgt für gute Verfügbarkeit im Dünndarm, aber keine Überladung des Dickdarms.
  4. Stabile Wasseraktivität (aw).
    Unsere Produkte liegen im optimalen Band: haltbar, aber ohne Zusatzstoffe.
  5. Einfache Rezepturen.
    Backen erlaubt kurze Zutatenlisten – ein Vorteil für Halter, die Transparenz wollen, und für Hunde, die Ruhe im Verdauungstrakt brauchen.

Woran Sie Technologie im Alltag erkennen

  • Backen: Knusprig, trocken, ohne ölige Oberfläche.
  • Extrusion: Leicht, gepufft, oft mit Fettfilm oder aromatischem Geruch.

(Kein besser/schlechter, sondern ein Unterschied – wir setzen seit jeher auf Backen.)

Einkauf mit System: Checkliste

  • Fragen Sie nach der Herstellung: Gebacken oder extrudiert?
  • Sehen Sie sich die Oberfläche an: matt & trocken oder glänzend & ölig?
  • Schauen Sie auf die Zutatenliste: Aromen, Fette und Emulgatoren sind oft Hinweise auf Extrusion.

Transparenzkasten Bubeck (für Ihre Produktseite)

  • Gebacken im Steinofen – seit 1893.
  • Keine Aromasprays, keine Nachfettung.
  • Stabile aw-Werte, chargensicher geprüft.
  • Kurze Zutatenlisten.

Was wir bewusst nicht tun

Wir machen keine Heilsversprechen und keine Diätpläne. Unsere Aufgabe ist es, Futter ehrlich, handwerklich und schonend herzustellen – so, dass Hund und Halter gleichermaßen Vertrauen haben können.

Quellen

SCFAs, Ballaststoffe & resistente Stärke

  1. Donohoe DR et al. (2011). The Microbiome and Butyrate Regulate Energy Metabolism and Autophagy in the Mammalian Colon. Cell Metab 13(5):517-526. doi:10.1016/j.cmet.2011.02.018.
  2. Ríos-Covián D et al. (2016). Intestinal short chain fatty acids and their link with diet and human health. Front Microbiol 7:185. doi:10.3389/fmicb.2016.00185.
  3. Kimura I et al. (2014). The SCFA receptor GPR43 and energy homeostasis. Front Endocrinol 5:85. doi:10.3389/fendo.2014.00085.
  4. Christiansen CB et al. (2018). SCFAs and colonic GLP-1/PYY secretion in humans. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol 315(1):G53-G65. doi:10.1152/ajpgi.00346.2017.
  5. Perry EB et al. (2022). Starch gelatinization in traditional vs. non-traditional dog foods. Animals 12(23):3357. doi:10.3390/ani12233357.
  6. Alvarenga IC et al. (2021). Lower mechanical energy → lower starch gelatinization & higher RS in dog kibble. Foods 10(11):2526. doi:10.3390/foods10112526.

Zusammenfassung des Buches zum Hören

Hier ist eine Zusammenfassung des Buches. Hör mal rein. 

18:13 Min · „Craftfood vs. Fastfood - Das Buch von Kai Nagel über Hundeernährung“

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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