Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

09.03.21

bubeck-hund-schlaf46ae0

Wie viel Schlaf ist bei Hunden normal?

Gerade noch gemütlich an Frauchen im Bett gekuschelt, sucht der Familienliebling gleich nach der schnellen Gassirunde am Morgen schon wieder ein Plätzchen. In seinem Körbchen dreht er sich einige Male, legt sich hin, gähnt noch einmal herzhaft und schon sind die Augen wieder zu. So geht das oft den ganzen Tag. Wenn es gerade niemanden zu begrüßen gibt, keine Aussicht auf Spazierengehen besteht oder niemand zum Spielen auffordert, schläft der Hund den ganzen Tag. Am Abend dann kann es dem Schatz gar nicht schnell genug gehen – meist liegt er schon vor Frauchen oder Herrchen im Bett und freut sich schwanzwedelnd, dass nun endlich weiter geschlafen wird. Wer sich jetzt Sorgen macht, dass sein Hund krank sein könnte oder das etwas mit ihm nicht stimmt, der sei beruhigt: Es ist normal, dass die Tiere bis zu 16 Stunden täglich oder sogar noch mehr schlafen.

Schlafen ist nicht gleich schlafen

Auch, wenn ein Hund scheinbar mit geschlossenen Augen daliegt und schläft, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass er wirklich tief und fest schläft. Vielmehr ist diese Ruhe zu einem wirklich großem Teil eher ein Dösen als ein echter Schlaf. Das bemerkt man daran, dass das Tier auf kleinste Geräusche reagiert und sofort auf dem Plan ist, wenn etwas interessant genug ist. Unwichtige Dinge werden nur mit einem kurzen Blinzeln, mit einem wackelnden Ohr oder einem leichten Schnuppern quittiert – doch die Mühe, sich deswegen zu bewegen, macht sich die Fellnase nicht. Doch wehe, an einer Futterdose oder bekannten Leckerli Tüte wird nur mit dem Finger getippt: Schon ist der Hund hellwach, bereit und wedelt freudig mit dem Schwanz. Man kann davon ausgehen, dass im Normalfall von den geschätzten 16 Stunden (ein Mittelwert) nur etwa 3 bis 4 Stunden wirkliche Tiefschlaf Phasen sind. Im Vergleich dazu: Ein Mensch schläft etwa 7 bis 9 Stunden und davon den größten Teil im sogenannten REM Schlaf, also im Tiefschlaf. Dieser ist am erholsamsten, hier regeneriert sich der Organismus am allerbesten.

In der Tiefschlafphase bekommen Menschen wie auch Hunde nicht allzu viel mit. Beide sind weniger anfällig für Störungen, also Geräusche, Bewegungen, Lichter und so fort. Während des Dösens nimmt Mensch und Tier zumindest das Meiste um sich herum wahr, ist quasi nur im Halbschlaf und schnell wieder wach. Der Erholungsfaktor dieser Schlafphasen ist deutlich geringer.

Wiederum unterscheiden sich aber die Auswirkungen von Schlafmangel, vor allem ein Ausbleiben der Tiefschlafphasen bei Menschen und Hunden nicht. Wird zu wenig gesund und gut geschlafen, kommt es zu Erschöpfungszuständen, man wird nervös und stressanfällig, erkrankt schneller und erholt sich schlechter von Krankheiten.

Wo schläft der Hund am besten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Man möchte meinen, dass wahrscheinlich der enge Kontakt zu seinen Menschen, das Gefühl, das Rudel beisammen zu haben, für den besten Schlaf bei einem Hund sorgen würde. Doch ist das Bett zu eng oder drehen sich die Menschen hin und her und gibt es in Großteilen der Nacht Geräusche (Schnarchen, Fernseher), ist von Tiefschlaf auch beim Hund nicht die Rede.

Es ist ganz klar, dass der Schlafplatz eines Hundes Einfluss auf die Qualität und die Dauer des Schlafes hat. Muss ein Hund draußen im Freien schlafen, wird er weniger Tiefschlafphasen haben, als im Schlafzimmer bei seinem Frauchen oder an seinem vom Welpenalter an gewohnten Körbchen, wo er sich sicher fühlt. Der Hund schläft in der Nacht also umso besser, je ruhiger und sicherer es um ihn herum ist. Daraus resultiert logischerweise:

✔️ In der Nacht verlorener Tiefschlaf muss tagsüber nachgeholt werden.
✔️ Je weniger Tiefschlaf ein Hund „schafft“ umso mehr döst er vor sich hin.
✔️ Hunde, die in der Nacht zu wenig schlafen, werden sich tagsüber zurückziehen, um „auszuschlafen“.

Die Tiefschlafphase beim Hund

Wer noch nie einen Hund hatte, wird sich wundern, was er mit einem Hund im Tiefschlaf alles erleben kann. Im Traumland gefangen, ist fiepen, bellen und japsen bei unseren Fellnasen ganz normal. Auch die Schlafpositionen sind verschieden und manchmal erstaunlich. Kein Hund liegt immer brav zusammengerollt auf seinem Platz – man erwischt sie mal auf dem Rücken, mal auf der Seite, mit heraushängender Zunge und, oft ein schrecklicher Anblick, sogar mit (halb-)geöffneten Augen. All das ist normal und deswegen muss man einen Hund nicht aufwecken. Vielmehr sind dies Zeichen, dass das Tier sich wirklich in einer erholsamen Schlafphase befindet, absolut entspannt ist und sich geborgen und sicher fühlt. Übrigens: Nicht wenige Hunde tun es ihrem Herrchen (und Frauchen?) gleich und schnarchen laut hörbar. Und wenn man sehr entspannt ist, können sich auch Blähungen lösen!

Unterschiede in der Dauer der Tiefschlafphase ergeben sich auch durch die Aktivitäten des Hundes während seiner Wachphasen. Eine Sofa-Potatoe, die sich nur mäßig gern und oft bewegt, schläft also weniger lange sehr tief, sondern döst mehr. Der Hund, der mit Herrchen joggt, mit Frauchen Agility macht und mit den Kindern im Garten spielt, wird dementsprechend länger im Tiefschlaf Erholung suchen.

Wissenswert ist auch noch, dass die Hunde sowohl positive, wie auch negative Erlebnisse in ihrer Tiefschlafphase verarbeiten. Es kommt vor, dass nach einem traumatischen Erlebnis ein Hund aus dem Schlaf hochschreckt, weil er das Erlebte im Traum verarbeitet. Gleichermaßen wiederholt sich aber auch das tolle Ballspiel am Nachmittag noch einmal im Schlaf.

Fazit

Je gesünder und artgerechter ein Hund gehalten wird, umso besser schläft er, was auf Dauer wichtigen Einfluss auf seinen allgemeinen Gesundheitszustand hat. Wir Menschen können auf den Schlaf des Hundes einwirken, indem wir für ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und frische Luft sorgen – für jedes Tier in seinem individuellen Maße. Auch ein ruhiges Plätzchen und ungestörte Zeiten sind wichtig. Ein strukturierter Tagesablauf ist, wie beim Menschen, von Vorteil. Und: Nicht jeder Hund mag es, bei seinem Menschen im Bett zu schlafen. Ein Plätzchen in Sicht- und Hörweite, gemütlich und groß genug, findet er vielleicht viel besser, als das viel zu warme, enge und laute Bett seiner Besitzer!

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

bubeck-havaneser-hund-waldweg2a971

Auf der Suche nach einem passenden Familienhund landen viele Menschen beim Havaneser, da dieser viele positive Eigenschaften mit sich bringt, die ihn als Begleithund auszeichnen, dem es kaum zu turbulent werden kann. Auch zusammen mit Kindern oder anderen

bubeck-chow-chow-hundc9b1f

Als unerfahrener Hundehalter einfach loszugehen, um einen Chow Chow zu kaufen, ist nicht selten ein Fehler, unter dem Mensch und Tier dann leiden, solange sie zusammen leben. Die Hunderasse hat einen sehr besonderen Charakter, mit dem man umzugehen lernen

bubeck-hunde-auto1b514

Ein wahrer Freudensprung – und schon sitzt der Familienfreund auf vier Pfoten erfreut in seiner Transportbox. Auf zu neuen Abenteuern, zu Spaziergängen in toller Natur! Das ist leider in vielen Familien Wunschdenken, da ihre Hunde Angst vor dem Autofahren

bubeck-tierarzt04599

Über viele Jahrhunderte waren Hunde reine Nutztiere – wenn ein Tier krank war oder dem Tod geweiht, war nur ein schneller Ersatz wichtig. Eine ärztliche Behandlung gab es höchstens in adeligen Haushalten, in denen die Hunde ein Statussymbol waren. Veterin

hund-und-katz-bubeck6b976

Gar nicht so selten leben Hund und Katze in einem Haushalt in einem zumindest toleranten, meist aber wirklich freundschaftlichen Miteinander. Menschen mit dieser Haustier Kombination haben sicher schon festgestellt, dass sich ihre Lieblinge in den Fress-G

wald-hund-bubeck39cec

Alle Menschen wissen mittlerweile über die Gefahr, die von Zeckenbissen ausgeht, Bescheid. Doch auch Hundehalter müssen wachsam sein und Zeckenbisse nach Möglichkeit vermeiden. Neben der FSME (Gehirnhautentzündung) kommt es beim Menschen häufig zur Infekt

fahrrad-hund-bubeck41ue8h4fmqcv490dd7

Das sind gute Vorsätze, die zunächst einmal sehr löblich klingen. Mensch und Hund bekommen auf diese Weise viel Bewegung an der frischen Luft und das ist ja bekanntlich gesünder, als alles andere auf dieser Welt. Jedoch ist es nicht ohne Risiko, sich vor

katzenklo99b5f

Einmal völlig weg von Marken, Verpackungen und Preisen geht es hier im Artikel rein um die Arten von Katzenstreu und deren Vorteile und Nachteile. Naturgemäß verrichtet die Katze ihre Geschäfte ja im Freien und sucht sich dort ein passendes Plätzchen aus.