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12.06.16

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Stellungnahme zu Stiftung Warentest 06 / 2016

Stellungnahme Stiftung Warentest

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zuerst einmal möchten wir festhalten, dass wir einer Stellungnahme aufgrund dieses Blattes sehr kritisch gegenüberstehen. Wir halten nichts davon, seit Jahren auf billigem journalistischem Niveau Markenhersteller in Diskredit zu bringen, nur um Aufmerksamkeit das eigene Blatt zu erreichen.

Bubeck steht seit über 120 Jahren für eine artgerechte und vor allem natürliche Ernährung von Hunden. Wir leben unsere Philosophie als Familienunternehmen und Hundehalter aus Überzeugung und weil wir gesehen haben, wie Generationen von Hunden, die durch unser Futter gefüttert wurden, ein gesundes und glückliches Leben hatten und weiterhin haben werden.

Entsprechend haben wir den Hunde-Trockenfuttertest der Stiftung Warentest in Ausgabe 6/2016 mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Unverständlich ist für uns, dass billige und minderwertige Futtersorten mit einem geringen Fleischanteil und einem Mix aus unterschiedlichen Protein- und Kohlenhydratquellen auf den vorderen Rängen liegen.

Als Maßstab für eine gute Bewertung wurden die Kriterien

    Preis

    Fütterungsempfehlung

    Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften

    Schadstoffe

herangezogen. Ungeachtet dessen in welcher Form sie dem Futter zugesetzt werden. Die Qualität der Inhaltstoffe spielte keine Rolle.

Somit ist abgepackte Fast Food Fertignahrung zu einem günstigen Preis, welche eine klare und eindeutige Empfehlung der Verzehrmenge aufgedruckt hat, einem mit natürlichen Nahrungsmittel, welches in schonender Weise zubereitet wird, selbst für Ihr Kind vor zu ziehen.

Worauf hätte man in Wirklichkeit schauen sollen

    Qualität und Natürlichkeit der Rohstoffe

    Artgerechte Zusammensetzung

    Verzicht auf synthetische Zusätze

    Nährstoffversorgung auf möglichst Natürliche Weise

    Verzicht auf Zucker

    Auswirkungen des synthetischen Herstellungsverfahrens

    Usw.

Unser Anspruch ist es, Tierfutter zu produzieren, das der Qualität selbstzubereiteter Nahrung entspricht. Wir legen großen Wert darauf, dass keine künstlichen Füllstoffe, Geschmacksverstärker oder andere Nahrungsergänzungen zusätzlich Verwendung finden. Davon distanzieren wir uns.

Hier möchten wir nun auf einzelne Punkte eingehen.

Zuerst einmal auf das was die meisten Kunden verunsichert, Acrylamid. Dies ist kein Stoff den wir dem Produkt zusetzten, also kann er auch nicht in irgendeiner Deklaration auftauchen. Leider wurde auf dieses Thema nicht genauer eingegangen, was den Kunden sehr verunsichert, ganz das Gegenteil zu dem was Stiftung Warentest eigentlich mit Ihrem Test bezwecken sollte.  Hier ein paar erklärende Worte. Acrylamid ist ein Stoff der bei Erhitzung von Stärke entsteht. Dies passiert, wenn Sie Ihren Kuchen backen, Ihr Schnitzel braten, Ihr Steak grillen, beim Rösten Ihres Kaffees, in der Kruste von Brot und Brötchen, bei der Zubereitung von Pommes frites usw. Sie sehen, dieser Stoff ist unseres täglichen Lebens. Alle Lebensmittel die gebacken, geröstet, gegrillt, frittiert, gebraten oder in irgendeiner anderen Art erhitzt werden haben  Acrylamid als Nebenprodukt bei der Bräunungsreaktion (Maillard-Reaktion) enthalten. Die Acrylamidbildung beginnt bei Temperaturen von über 120 °C und steigt bei 170-180 °C sprunghaft an. Das DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) schreibt sogar: „Acrylamid stellt keine neue gesundheitliche Bedrohung dar, möglicherweise lebt der Mensch mit dieser Chemikalie schon so lange, wie er Feuer zur Nahrungsmittelzubereitung benutzt.“ Es ist aber definitiv kein Stoff den wir in irgendwelcher Form den Produkten zugeben. Wann ist Acrylamid in den Nahrungsmitteln schädlich? Es ist in der Wissenschaft umstritten welcher Grenzwert eine Bedrohung darstellt. Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) kann keinen Grenzwert festhalten, denn es gibt keine gesicherten Erkenntnisse darüber. Natürlich versuchen wir den Wert in unseren Produkten so gering wie möglich zu halten, jedoch muss eine Erhitzung der Produkte erfolgen um alle wichtigen Nährstoffe für den Hund verwertbar zu machen und die Nahrung hoch aufzuschließen. Unsere Produkte werden nie höher als 140Grad erhitzt und wir forschen ständig an einer Verminderung der Temperaturen die einen völligen Aufschluss der Inhaltstoffe garantiert und den Acrylamid Anteil so gering wie möglich hält. In dem Test wurde aber nur bei uns ein Acrylamidwert gefunden. Somit fragen wir uns, ist Bubeck der einzige der Lebensmittel einsetzt um Hundefutter her zu stellen?

„In dem Futter von Bubeck können keine Vitamine nachgewiesen werden.“ Das Stiftung Warentest die Vitamine A, D2 und D3 nicht gefunden hat verwundert uns doch sehr, aber wer nur nach chemischen und synthetischen Stoffen in einem Futter sucht wird auch nur chemische und synthetische Stoffe in einem Futter finden. Über eine Bioverfügbarkeit wird natürlich in einem Institut, welches sich auf den technischen Test von Waren wie Bohrmaschinen, Waschmaschinen usw. spezialisiert nicht eingegangen. Erschreckend für uns ist, dass durch den Druck von Stiftung Warentest nun alle Hersteller die schon auch einmal mit Mangelhaft in dem Heft getestet wurden einfach diesem nachgeben und siehe da, der Test fällt nicht mehr so schlecht aus wie frühere Tests. Da das aber alles komplexer ist, kann man in der Doktorarbeit von Frau Valerie Senger, die durch Frau Prof. Dr. Ellen Kienzle (unter anderem auch Fachberaterin von Stiftung Warentest) nachlesen.

(Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/2347/1/Senger_Valerie.pdf)

In Untersuchungsergebnissen die wir regelmäßig mit unseren Hundefuttersorten bei unabhängigen Instituten fahren sind diese Vitamine in ausreichender Form vorhanden und für den Hund verfügbar.

Dass unsere Fütterungshinweise als mangelhaft bezeichnet werden können wir auch nicht verstehen. Unsere Angaben auf dem Produkt werden ergänzt durch die Aussage: „Der individuelle Bedarf Ihres Tieres ist auch abhängig von Alter, Aktivität und Umgebung. Bei den Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte.“ Wir sehen hier auch keinen weiteren Handlungsbedarf, denn jeder Hundehalter sollte eine Futtermenge für seinen Hund selbst am besten beurteilen können. Die Werte die einen Hund ausreichend versorgen sind selbst in der Wissenschaft umstritten und nur um mehr Futter an den Kunden zu verkaufen werden wir die Futtermengen nicht an die Höchstgrenzen anpassen. Die angegebenen Mengen stellen eine ausreichende Versorgung der Tiere dar.

Weiterhin möchten wir noch auf die Aussage der Stiftung Warentest eingehen das die Extrusion das beste Aufschlussverfahren für Kohlenhydrate ist. Gerne möchte ich jedem den Film „Brust oder Keule“ mit Louis de Funès empfehlen um zu sehen wo unsere Nahrungsmittel hinsteuern wenn solche Aussagen getroffen werden. Die Industrie ist schon in der Lage aus verschiedenen  „Rohstoffen“ (unter anderem auch Rohöl) Fleisch synthetisch herzustellen. Was für Auswirkungen dies auf den Körper hat, können wir bei den Hunden sehen. In den Jahren 1980 hatte man max. 1% nahrungsmittelallergische Hunde, aktuell reden wir von über 70% der Hunde. In dieser Zeit hat sich nur eines geändert, die Einführung der Extrusion als Produktionsverfahren für Hundenahrung in Deutschland. Überall versucht man sich nun gesünder und natürlicher zu ernähren und die Stiftung Warentest ruft dazu auf genau das Gegenteil zu tun, hier kann sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden. Erstaunlich ist für uns, dass Demeter die Extrusion als Herstellungsverfahren für Nahrungsmittel gänzlich ablehnt.

(Quelle:http://www.demeter.de/fachwelt/verarbeiter/richtlinien/richtlinien-verarbeiter-gesamt)

Das Fazit des Testes ist also:

Eine Ernährung durch Erdnussflips (Herstellung durch den Extruder) gepaart mit dem täglichen Gang zum Fast Food Restaurant und jeden Abend noch eine Vitamintablette ernährt auf gesündeste Weise. Wenn dies der Speiseplan der Redaktion von Stiftung Warentest ist, Guten Appetit und noch ein gesundes Leben.

In unseren Augen ist der Test für einen Verbraucher irreführend und verunsichernd. Also genau das Gegenteil von dem was eine Stiftung Warentest ausmacht.

Gesunde Ernährung fängt bei natürlichen Rohstoffen und deren artgerechte Zusammensetzung an. Gepaart mit einem natürlichen Herstellungsverfahren wird daraus ein für die Gesundheit des Hundes wichtiger Baustein seines Lebens.

Dafür steht die Firma Bubeck als Familienunternehmen und Hundebesitzer seit über 130 Jahren.

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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