Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

19.01.21

bubeck-katzeea653

Pheromone erleichtern das Leben mit einer Katze

Manche Änderungen der Lebensumstände, oft aber auch vermeintliche Kleinigkeiten können dafür sorgen, dass sich eine Katze nicht wohl fühlt. Sie verändert ihr Verhalten, auch gegenüber ihren Menschen oder Artgenossen und macht damit deutlich, dass sie mit etwas nicht zufrieden ist. Oftmals stehen Katzenbesitzer dem Problem relativ ratlos gegenüber, da sie nicht wissen, was der Katze im Magen liegt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man mit Pheromonen arbeiten, damit das Wohlbefinden des Stubentigers sich wieder einstellt.

https://sw6.bubeck-petfood.de/no.-4-mit-hirsch-210g-getreidefreie-hundekuchen/12-1910035-012200

Was ist stressig für meine Katze?

Jede Katze ist ein Individuum und hat dementsprechend ihre eigene Gefühlswelt. Es gibt also keine Pauschalrezepte, wie sich eine Katze in welcher Situation verhält. Völlig verschieden und deswegen schwer zu erkennen sind die Auslöser für Stress, das daraus folgende (Fehl-)Verhalten und somit auch die Lösung des Problems.

  • Plötzliche Aggressionen: Jahrelang ein friedfertiger Zeitgenosse wandelt sich auf einmal zum vierbeinigen Rambo, der alles anfaucht, was ihm in die Quere kommt.
  • Unsauberkeit: Ohne erkennbare Krankheitsanzeichen (Blasenentzündung usw. vom Tierarzt abchecken lassen) uriniert die Katze nicht mehr ins Katzenklo, auch wenn dieses sauber ist und es eigentlich keinen ersichtlichen Grund (Unordnung, herumliegende Wäsche…) gibt.
  • Nahrungsverweigerung: War bisher die schönste Zeit des Tages die Mahlzeit im Napf, kommt die Mieze nun nicht einmal mehr hinter dem Ofen hervor, wenn es das Lieblings-Dosenfutter gibt.
  • Kratzen an Möbeln: Jahrelang reichte der Kratzbaum aus, um die Krallen abzuwetzen – doch seit einiger Zeit sind Tischbeine, Sofa, Schränke und Türkanten beliebte Alternativen.
  • Rückzug/ Scheu: War eine Katze Zeit ihres Lebens zutraulich und verschmust, könnte sie aufgrund von Stress auch mit mit Rückzug, ja sogar Zurückweisung reagieren, das heißt, sie flüchtet, wenn sie gestreichelt werden soll und sucht nicht mehr von selbst die Nähe zu ihren Menschen.
  • Krankheitszeichen: Sehr sensible Katzen reagieren mit richtigen Krankheitssymptomen auf anhaltenden Stress. Ds Fell wird schlecht, sie verlieren Gewicht oder ähnliches. Ein Besuch beim Tierarzt schließt organische Ursachen aus, der Verdacht auf psychosomatische Erkrankungen wird laut.

Was könnten die Ursachen für Stress sein?

Oft vertragen Katzen beispielsweise einen Umzug nicht sofort. Die neue Wohnung riecht anders, sieht anders aus. Dazu kommt das Chaos von Kisten einpacken und wieder auspacken, was sich erfahrungsgemäß über einige Tage hinziehen könnte. Ohne es böse zu meinen, wird die Katze in einem Zimmer eingesperrt, ein Vorgehen, das sie bisher nicht kannte. Sie darf auf einmal nicht mehr auf ihren gewohnten Freigang, denn wenn sie am Umzugstag nicht da ist, bedeutet dies eine Verzögerung. In der neuen Wohnung heißt es vielleicht auch erst einmal Hausarrest. Die Menschen sind so sehr mit ihren eigenen Dingen beschäftigt, dass weder Zeit für Spielen, Kuscheln noch Probleme der Katze übrig bleibt. Das Tier fühlt sich allein gelassen und entwickelt Stress.

Die Anschaffung eines weiteren Haustieres nehmen manche Katzen (und Hunde) auf die leichte Schulter, während andere scheinbar daran verzweifeln. Mit Einfühlungsvermögen, gerechter Aufteilung aller materieller und emotionaler Zuwendungen und Geduld werden sich die meisten Tiere aber aneinander gewöhnen – die Stresssituation verschwindet nach und nach von selbst. Ein neuer Partner löst die gleichen Gefühle aus, wie ein Konkurrent an der Futterschüssel – ebenso Nachwuchs bei den Menschen etc.

Eher spontane Anlässe, sich Sorgen zu machen, sind vor allem Silvester mit seinen Raketen und Böllern, aber auch Partys in den heiligen Hallen der Katze. Tierarztbesuche stehen ebenso auf der Liste der Stressfaktoren, wie Reisen. Langes Alleinsein, zum Beispiel aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes, kommen hinzu – selbst bei optimaler Versorgung mit Futter, Wasser und in Hinblick auf die Katzentoilette.

Was ist ein Pheromon?

Der Fachbegriff kommt aus der griechischen Sprache und setzt sich aus den Worten für überbringen (phérein) und erregen (hormān) zusammen. Man bezeichnet damit natürliche, vom Organismus selbst produzierte Signalstoffe, die über den Riechsinn Botschaften, zum Beispiel an andere Tiere, „versprühen“. Durch Pheromone kommunizieren Artgenossen, aber auch artverschiedene Tiere miteinander. Auch der Mensch produziert Pheromone.

Das gefürchtete „Markieren“ ist nichts anderes, als das Versprühen von Pheromonen, durch die zum Beispiel mitgeteilt wird: Hey, hier wohne ich, ich bin ein Kater und bin ein attraktiver Zeugungspartner. Durch Pheromone ist es möglich, bei der Katze ein entspannendes und wohliges Gefühl auszulösen. Über den Geruchssinn gelangt der Duftstoff ins Gehirn, wo damit begonnen wird, Stress abzubauen. Versprüht man in der Umgebung der Katze Pheromone, beruhigt dies das Tier und damit profitiert der Mensch von der Entspannung der Lage und dem Ende des Fehlverhaltens seines Stubentigers.

Anwendungsmöglichkeiten der Pheromone

Pheromon Präparate für Katzen kann man in der Regel als Flüssigkeit kaufen, die mit einem Pumpspray, einer Spraydose oder über einen automatischen Sprüher verteilt werden. Für welches Produkt man sich entscheidet, hängt von der Absicht ab, die hinter der Aktion steckt. Soll nur ein Transportkorb, der neue Kratzbaum oder ein Schlafplatz attraktiver gestaltet werden, ist eine zielgerechte Anwendung ratsam – also ein Spray, mit dem ein Gegenstand benetzt werden kann. Eine Allgemeinsituation entschärft sich, indem ein Sprüh-Automat mit entsprechendem Inhalt für die Steckdose gekauft wird. Dieser gibt, solange der Inhalt reicht, in bestimmten Zeitabständen eine Dosis der Pheromone an die Raumluft ab – man muss sich um nichts weiter kümmern, als das Nachfüllen beziehungsweise Austauschen des Duftstoffes, wenn dies noch nötig ist.

Das einmalige Versprühen von Pheromonen bringt meistens noch nicht den gewünschten Effekt – meist ist eine mehrwöchige Anwendung nötig. Für manche Katzen (beziehungsweise Lebensumstände, die sich nicht ändern lassen) ist diese „Therapie“ ein Leben lang möglich, es gibt auch Tiere, bei denen sie nicht oder nicht ausreichend wirkt. Für Menschen sind die Pheromone übrigens geruchslos.

✔️ Eine Pheromon Anwendung, die nichts hilft, schadet zumindest nicht. Man kann also nichts falsch machen.
✔️ Katzenbesitzer von mehreren Tieren können das immer wieder neue Markieren in den Griff bekommen, indem sie eine einmal mit Duftstoffen, also Urin verschmutzte Stelle reinigen und diese dann mit Pheromonen behandeln.
✔️ Bisher sind keine Nebenwirkungen einer Pheromon Behandlung der Wohnung bekannt, auch nicht bei sehr jungen Katzenbabys. Man kann ein solches Spray also völlig unbedenklich einsetzen.
✔️ NICHT eingesetzt werden dürfen Pheromon Präparate für Katzen, wenn sich in der Wohnung auch Vögel als Haustiere befinden. Für Menschen (auch Kinder) und Hunde gibt es nachweisbar keine negativen Auswirkungen.


 

Bild von Anja auf Pixabay

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

mops-bubeck-welpenc5e22

Bei ausreichendem Auslauf ist der Mops mit dem Leben in der Wohnung durchaus zufrieden. Zu viel Bequemlichkeit schadet der Gesundheit der Tiere. Sie eignen sich als Begleithunde für Singles und Paare mit ausreichend Zeit für die Hundehaltung, aber auch fü

chihuahua-bubeck-welpen15df3

Wer einen Freund fürs Leben sucht, der ihn Tag und Nacht begleitet, ist mit einem Chihuahua bestens bedient. Die kleinen Racker haben einen großen Spaßfaktor, sind Seelentröster und Garant für Abwechslung zugleich. Sie sind handlich klein und passen in Ta

bubeck-bernersennen-welpenc0202

Sich einen Berner Sennenhund ins Haus zu holen, ist nicht ohne. Die Tiere sind nicht für jede Wohnung geeignet, brauchen viel Platz und Auslauf. Sie sehen aus, wie gemütliche Bärchen, vor allem als Welpen. Dennoch müssen sie sich ausreichend bewegen, um i

bubeck-labrador-welpen-suess06fa9

Würde man den Labrador beziehungsweise Labrador Retriever so füttern, wie es der Appetit dieser lieben Hunde verlangt, hätte dieses Tier sehr schnell wahnsinnige Gewichtsprobleme und unter allen daraus folgenden gesundheitlichen Konsequenzen zu leiden. Wa

bubeck-havaneser-hund-stein621c8

Havaneser sind als Familienhund oder Begleithund definitiv ein Sonnenschein im Leben. Sie sind spielfreudig, dabei aufmerksam und keck. Ihre Intelligenz macht wahre Freude; sie lernen auch kleine Tricks und sind begeisterte Begleiter für Spaziergänge und

tramp-und-hundf969d

Ein kleiner Welpe rackert sich durch sein Leben. Er entdeckt jede wache Minute etwas Spannendes und Neues, während der Körper aber zugleich mit der wichtigen Aufgabe eines gesunden Wachstums beschäftigt ist. Die Power, die ein Jungtier dafür braucht, beko

tierarzt_webeca1c

Wer einen jungen Hund zuhause hat, kann sich gar nicht vorstellen, dass dieses gebündelte Paket aus Abenteuerlust und Lebensfreude einmal alt und krank werden könnte. Wie auch Menschen in der Blüte ihres Lebens nicht daran glauben, dass sie einmal Rückenb

animal-12843078a0da

Die Zeiten, in denen man nach dem Grundsatz handelte, egal, wie – Hauptsache satt, sind lange vorbei. Heute weiß sogar jeder Laie, dass auch bei Haustieren eine adäquate Ernährung von größter Wichtigkeit ist. Wie beim Menschen sind unangenehme Erkrankunge