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24.03.26

Ratgeber Titelbild

270 Jahre Kartoffelbefehl – warum ein preußischer Erlass bis heute etwas über den Hundenapf erzählt

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Für alle, die den Inhalt des Textes lieber hören wollen, haben wir den Artikel zusammenfassen lassen.  Viel Vergnügen beim Hören in der folgenden Datei.

24:02 Min · „Vom Kartoffelbefehl zum gesunden Hundedarm“

Was hat ein 270 Jahre alter Kartoffelbefehl mit modernem Hundefutter zu tun?

Mehr, als man im ersten Moment denkt. Denn als Friedrich der Große den Kartoffelanbau fördern ließ, ging es nicht um kulinarische Mode, sondern um Ernährungssicherheit. Die Kartoffel sollte Menschen in schwierigen Zeiten verlässlich ernähren. Und überall dort, wo ein Lebensmittel über Generationen die Versorgung von Familien, Höfen und Regionen prägte, prägte es zwangsläufig auch die Fütterung der Tiere, die an diesem Alltag teilhatten. Genau deshalb ist die Kartoffel nicht nur Teil der Geschichte des Menschen, sondern auch Teil der Geschichte des Hundes.

Wie kommt es, dass ein Lebensmittel, das ursprünglich nicht einmal zu Europa gehörte, heute so tief in unserer Geschichte steckt, dass man ganze Nationen nach ihm benennt? Und warum erzählt ausgerechnet die Kartoffel auch so viel über die Ernährung des Hundes?

Wer heute an Kartoffeln denkt, denkt meist an Beilage. An Küche. An Hausmannskost. Vielleicht auch an Kindheit. Doch die Kartoffel war über viele Generationen weit mehr als das. Sie war Sattmacher, Vorrat und Absicherung zugleich. Sie half, die Ernährung vieler Menschen zu sichern, und genau deshalb prägte sie auch die Fütterung der Tiere, die eng an Haus, Hof und Alltag des Menschen gebunden waren. Dazu gehörte immer auch der Hund.

Die Geschichte der Kartoffel im Hundefutter beginnt also nicht mit einem modernen Trend und auch nicht mit irgendeiner Marketingidee. Sie beginnt viel früher — dort, wo Nahrung vor allem eines leisten musste: zuverlässig ernähren. Auf landwirtschaftlichen Höfen, in bürgerlichen Haushalten, bei Züchtern von Rassehunden und überall dort, wo Hunde nicht nur Begleiter, sondern Teil des täglichen Lebens waren, spielte die Kartoffel längst eine Rolle. Nicht selten fraß der Hofhund mit, was verfügbar war. Und in vielen Futtertrögen war die Kartoffel über lange Zeit ganz selbstverständlich enthalten.

Genau deshalb lohnt sich der Blick auf dieses unscheinbare Lebensmittel. Denn Hundefutter mit Kartoffel ist keine neue Erfindung. Es ist ein Stück Hundeernährungsgeschichte. Und gerade bei Bubeck zeigt sich bis heute, dass die Kartoffel nicht wegen irgendeiner Mode ins Futter kommt, sondern weil sie — richtig verarbeitet — seit langem ihren festen Platz in einem durchdachten, gebackenen Hundefutter hat.

Ein fremdes Lebensmittel mit einem Siegeszug wie kaum ein anderes

Die Kartoffel war in Europa nicht von Anfang an heimisch. Sie kam von außen. Und trotzdem hat kaum ein anderes importiertes Lebensmittel einen solchen Siegeszug hingelegt. Genau das macht sie so erstaunlich.

Sie wurde nicht groß, weil sie besonders elegant war. Nicht, weil sie edel wirkte. Nicht, weil man sie auf Festtafeln feierte. Die Kartoffel setzte sich durch, weil sie nützlich war. Weil sie satt machte. Weil sie anbaubar war. Weil sie Menschen ernährte, wenn anderes knapp wurde.

Das ist der eigentliche Grund, warum sie bis heute einen beinahe mythischen Platz in unserer Ernährung hat. Sie wurde Teil Europas, obwohl sie nicht hier geboren wurde. Und sie wurde so selbstverständlich, dass man heute fast vergisst, welch gewaltigen Wandel sie ausgelöst hat.

Darum ist der Blick auf den Kartoffelbefehl auch mehr als ein netter historischer Kalenderhinweis. Er erinnert an einen Moment, in dem man erkannte, dass Ernährungssicherheit nicht aus schönen Worten entsteht, sondern aus klugen, tragfähigen Lebensmitteln.

Vom Kartoffelbefehl zum Hundenapf: Was Menschen ernährte, ernährte auch ihre Hunde

Gerade bei der Geschichte des Hundes lohnt sich ein nüchterner Blick. Der Hund lebte nie losgelöst vom Menschen. Er lebte an seiner Seite, in seinem Haushalt, auf seinen Höfen, an seinen Wegen, bei seiner Arbeit. Das heißt auch: Was die Ernährung der Menschen geprägt hat, prägte fast immer irgendwann auch die Ernährung des Hundes.

Und genau deshalb taucht die Kartoffel in älteren Fütterungsbeschreibungen so selbstverständlich auf.

Nicht nur, weil Tischabfälle früher oft kartoffelhaltig waren. Das wäre zu kurz gedacht. Auf vielen landwirtschaftlichen Höfen war die Kartoffel fester Bestandteil der täglichen Fütterung insgesamt. Der Hund stand dort nicht wie ein Feinschmecker mit eigenem Menü am Rand des Hofes. Er lebte mitten in der Versorgungsrealität. Und diese Realität hieß oft: Das, was da war, wurde sinnvoll genutzt.

Dazu gehörte auch, dass der Hund sich nicht selten die Mahlzeit mit dem Schweinetrog teilte. Und im Schweinetrog war die Kartoffel über lange Zeit ein vertrauter Gast. Wer diesen bäuerlichen Alltag ausblendet, versteht die Geschichte der Hundeernährung nur halb.

Der Hund ist an Kartoffeln nicht erst seit gestern gewöhnt

Wenn man in alte Bücher und Fütterungsempfehlungen um 1900 schaut, stößt man immer wieder auf Kartoffeln. Das ist kein Zufall. Es zeigt vielmehr, wie tief diese Zutat bereits in der Fütterungspraxis angekommen war.

Der Hund war also nicht irgendwann plötzlich mit der Kartoffel „konfrontiert“, weil moderne Hersteller eine neue Idee brauchten. Nein — die Kartoffel war längst Teil seiner Ernährungswirklichkeit geworden. Über Haushalte. Über Höfe. Über Zuchten. Über die ganz praktische Frage: Was ernährt verlässlich, verträglich und sinnvoll?

Gerade das ist ein Punkt, der heute oft vergessen wird. Viele Diskussionen über Zutaten tun so, als sei jede Pflanze im Napf eine moderne Fehlentwicklung. Die Historie erzählt etwas anderes. Sie zeigt, dass Kartoffeln schon sehr früh ein fester Bestandteil im Futterprogramm vieler Hunde waren — nicht aus Ideologie, sondern aus Erfahrung.

Auch Züchter wussten längst um die Kartoffel

Besonders spannend ist der Blick auf die Rassehundezucht. Dort spielte Fütterung schon früh eine wichtige Rolle, weil Erscheinungsbild, Fellqualität und allgemeine Kondition sichtbar waren. In vielen älteren Kreisen galt die Kartoffel deshalb als sinnvolle Futterkomponente, auch weil sie mit einem natürlichen, gepflegten Fell in Verbindung gebracht wurde.

Gerade für Züchter, bei denen Hunde nicht nur gesund, sondern auch in gutem Zustand auf Ausstellungen und Schauen vorgestellt werden sollten, war das von Bedeutung. Ein natürlich glänzendes Fell war kein Nebenthema. Es war Teil des Gesamtbildes.

Ob man heute jede damalige Beobachtung eins zu eins in moderne Laborwerte übersetzen muss, ist eine andere Frage. Aber dass die Kartoffel in diesen Kreisen seit langer Zeit geschätzt wurde, ist historisch alles andere als abwegig. Sie hatte ihren Platz nicht wegen eines Trends, sondern weil sie sich in der Praxis bewährt hatte.


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Die eigentliche Frage ist nicht: Kartoffel ja oder nein?

Heute wird oft so diskutiert, als sei die bloße Anwesenheit der Kartoffel im Futter schon die entscheidende Nachricht. Doch das greift zu kurz. Die eigentliche Frage lautet nicht:

Ist Kartoffel drin?

Die eigentliche Frage lautet:

Wie wurde sie verarbeitet?

Und genau hier beginnt der Unterschied zwischen oberflächlicher Zutatenromantik und echter Fütterungslogik.

Denn eine Kartoffel ist kein Zauberstoff. Sie ist ein Rohstoff. Und wie bei jedem Rohstoff entscheidet die Verarbeitung darüber, was daraus im Organismus am Ende wird.

Warum die Verarbeitung so entscheidend ist

Gerade beim Thema Stärke zeigt sich das sehr deutlich. Wird ein Rohstoff extrem aufgeschlossen, steigt in der Regel auch seine schnelle Verfügbarkeit. Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen verschiedenen Herstellungsverfahren.

Beim Extrudieren wird Stärke sehr stark technisch aufgeschlossen. Das macht sie schnell verfügbar, kann aber eben auch dazu führen, dass der glykämische Effekt deutlich höher ausfällt. Vereinfacht gesagt: Der Körper bekommt sehr rasch sehr viel davon angeboten.

Beim Backen geschieht genau diese extreme Aufschließung nicht in derselben Form. Das ist aus unserer Sicht ein entscheidender Punkt. Denn dadurch bleiben andere Strukturen erhalten, und es entstehen Anteile, die nicht sofort als schnelle Energie „durchschießen“, sondern im Verdauungssystem anders wirken.

Genau an dieser Stelle wird die Kartoffel spannend. Nicht als Modezutat. Nicht als billiger Ersatz. Sondern als sinnvoll verarbeiteter Rohstoff.

Backen verändert die Kartoffel anders

Durch den Backvorgang entstehen bei Stärkeverbindungen Anteile, die sich anders verhalten als maximal technisch aufgeschlossene Stärke. Gerade die resistenteren Stärkeanteile sind hier interessant. Denn sie werden nicht einfach nur schnell „weggearbeitet“, sondern können dem Darm auf andere Weise dienen.

Für Nicht-Fachleute kann man es so sagen:
Nicht alles, was im Futter steckt, muss sofort im ersten Moment wie ein Feuerwerk verpuffen. Manches darf den Verdauungstrakt auch auf ruhigere, nachhaltigere Weise beschäftigen.

Und genau das ist der Punkt, an dem die Kartoffel beim gebackenen Futter ihre Stärke zeigt. Sie ist dann nicht nur gut verträglich, sondern kann gerade durch diese Struktur auch das Mikrobiom sinnvoll unterstützen.

Die Kartoffel ist deshalb nicht nur verdaulich, sondern interessant für den Darm

Das wird im Alltag häufig übersehen. Viele schauen nur auf Protein, auf Fleischanteile oder auf plakative Schlagworte. Aber der Darm denkt nicht in Werbesätzen. Er reagiert auf Struktur, Verarbeitung und Verfügbarkeit.

Wenn die Kartoffel so verarbeitet wird, dass resistente Stärkeanteile erhalten oder gebildet werden, dann hat das für den Dickdarm eine andere Bedeutung, als wenn Stärke maximal schnell verfügbar gemacht wird. Damit wird sie nicht nur zu einem Energieträger, sondern zu einem Rohstoff, der im Verdauungssystem mehr leisten kann als bloß „Kalorien liefern“.

Genau deshalb sehen wir die Kartoffel nicht als Problem, sondern als Chance — vorausgesetzt, sie wird richtig verarbeitet.

Und genau deshalb ist die Kartoffel bei Bubeck kein Trend, sondern Tradition

Für uns gehört die Kartoffel nicht erst seit gestern ins Denken über gutes Hundefutter. Sie war aus der Historie heraus schon lange Bestandteil des Futterprogramms. Nicht, weil irgendwann jemand eine Gluten-Debatte eröffnete und man plötzlich einen Marketingwinkel suchte. Sondern weil die Kartoffel sich über Jahrzehnte und Generationen in der Praxis bewährt hat.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn wer heute Kartoffeln nur deshalb einsetzt, weil „Gluten schlecht“ klinge und sich damit ein Verkaufsargument basteln lässt, erzählt nur die halbe Geschichte. Die Kartoffel hat im Hundefutter eine viel tiefere Berechtigung. Sie ist historisch verankert. Sie ist ernährungsphysiologisch interessant. Und sie passt, richtig verarbeitet, hervorragend in ein gebackenes Futterkonzept.

Deshalb kann Bubeck schon immer mit Kartoffeln ein gesundes Hundefutter backen. Nicht, weil man einem Trend folgt. Sondern weil man ein Lebensmittel versteht, das seit langer Zeit zum Speiseplan von Mensch und Hund gehört.

Die Kartoffel war immer auch ein Stück Versorgungssicherheit

Vielleicht ist das überhaupt der größte Punkt in dieser ganzen Geschichte.

Seit ihrer Einführung war die Kartoffel nicht einfach nur irgendein weiteres Gemüse. Sie war ein Baustein der Ernährungssicherheit. Sie half, Versorgung zu stabilisieren. Sie machte Menschen unabhängiger von Ausfällen anderer Feldfrüchte. Sie schuf Reserve. Sie war in vielen Zeiten schlicht ein Garant dafür, dass überhaupt genug Nahrung vorhanden war.

Und wo Nahrung gesichert wird, wird immer auch Tierhaltung gesichert. Der Hund als Hofhund, Wachhund, Jagdhund oder Begleiter war Teil dieser Welt. Wer also über Kartoffeln spricht, spricht nicht nur über Kochtopfromantik, sondern über die Grundlagen von Versorgung und Verlässlichkeit.

Gerade deshalb finde ich die Kartoffel so bemerkenswert:
Sie war nicht heimisch. Sie musste sich ihren Platz erst erobern. Und dann wurde sie zu einem der wichtigsten Lebensmittel überhaupt.

Das muss man erst einmal schaffen.

Ein importiertes Lebensmittel wird zum kulturellen Symbol

Dass man die Deutschen bis heute scherzhaft „Kartoffeln“ nennt, ist im Grunde die größte kulturelle Pointe dieser Geschichte. Denn darin steckt etwas Erstaunliches: Ein Lebensmittel, das von außen kam, wurde innerhalb weniger Generationen so sehr Teil der eigenen Identität, dass es fast schon als urdeutsch gilt.

Das ist absurd, wenn man kurz darüber nachdenkt. Und gleichzeitig zeigt es die Macht dieser Knolle besser als jede trockene Statistik.

Die Kartoffel wurde nicht nur gegessen. Sie wurde übernommen, integriert und am Ende so selbstverständlich, dass niemand mehr nach ihrer Herkunft fragte. Sie wurde Teil des Alltags. Teil der Geschichte. Teil der Sprache. Teil des Selbstbildes.

Kaum ein anderes Lebensmittel hat diesen Weg in vergleichbarer Wucht genommen.

Kartoffel für Mensch und Hund – nicht wegzudenken

Darum sollte man heute nicht geringschätzig auf die Kartoffel blicken. Sie ist kein Lückenfüller der Geschichte. Sie ist ein Hauptdarsteller. Für den Menschen. Und auch für den Hund.

Sie hat Europa mitgeprägt. Sie hat Versorgung gesichert. Sie hat sich in Haushalten, auf Höfen und in der Tierfütterung bewährt. Und sie zeigt bis heute, dass gute Ernährung oft nicht aus modischen Extremen entsteht, sondern aus klugen, tragfähigen und sinnvoll verarbeiteten Lebensmitteln.

Die Kartoffel ist dafür das beste Beispiel.

Nicht, weil sie spektakulär aussieht.
Sondern weil sie über Jahrhunderte bewiesen hat, was wirklich zählt:
Sie ernährt. Sie trägt. Sie bleibt.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken ist. Nicht beim Menschen. Und nicht beim Hund.

Wer die Kartoffel heute nur als Beilage oder billigen Füllstoff abtut, hat weder ihre Geschichte noch ihre Leistung verstanden. Sie hat Europa mit ernährt, Höfe stabilisiert, Hunde mitversorgt und sich ihren Platz in Küche und Napf redlich verdient. Nicht als Trend. Sondern als Lebensmittel von echtem Wert.

Historischer Exkurs: Wie eine fremde Knolle Europa eroberte

Die Kartoffel ist eines der erstaunlichsten Lebensmittel der europäischen Geschichte. Nicht, weil sie besonders edel war. Nicht, weil sie von Anfang an geliebt wurde. Sondern gerade weil sie ein Fremdling war, der sich erst seinen Platz erkämpfen musste.

Sie kam nicht aus Deutschland, nicht aus Preußen und nicht aus irgendeiner romantischen mitteleuropäischen Bauernidylle. Sie kam von außen. Und trotzdem wurde sie innerhalb vergleichsweise weniger Generationen zu einem Grundpfeiler der Ernährung. Das allein ist schon bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist, dass kaum ein anderes importiertes Lebensmittel einen ähnlichen Siegeszug hingelegt hat.

Die Kartoffel setzte sich nicht durch, weil sie schön klang oder weil man sie für besonders vornehm hielt. Sie setzte sich durch, weil sie in schwierigen Zeiten leisten konnte, was ein Land benötigt: Sie machte satt, war verlässlich und wurde damit zu einem Baustein der Ernährungssicherheit. Genau darin liegt ihre eigentliche historische Größe.

Was heute wie Selbstverständlichkeit wirkt, war einmal eine echte Veränderung des Alltags. Denn mit der Kartoffel veränderte sich nicht nur der Speiseplan der Menschen. Es veränderte sich auch die Versorgungslogik auf Höfen, in Haushalten und in der Haltung von Tieren. Überall dort, wo die Kartoffel zur regelmäßigen Nahrung wurde, prägte sie zwangsläufig auch das Umfeld des Hundes mit.

Und genau deshalb ist es so spannend, dass die Kartoffel später nicht nur als Nahrungsmittel in den Küchen blieb, sondern auch in der Fütterung von Hunden ihren festen Platz fand. Vom Hofhund bis zum Rassehund, vom bäuerlichen Alltag bis zur gezielten Fütterung bei Züchtern: Die Kartoffel war längst mehr als bloße Sättigungsbeilage. Sie war Teil gelebter Versorgung.

Vielleicht ist das die eigentliche Pointe ihrer Geschichte:
Ein Lebensmittel, das ursprünglich gar nicht zu uns gehörte, wurde so sehr Teil unseres Alltags, unserer Sprache und unserer Kultur, dass man es heute fast für urdeutsch hält. Dass man die Deutschen bis heute im Scherz „Kartoffeln“ nennt, ist deshalb weit mehr als nur ein Witz. Es ist ein kultureller Fingerzeig darauf, welchen Weg diese Knolle genommen hat.

Und vielleicht sollte uns genau das demütig machen. Denn manchmal sind es nicht die lauten, glamourösen oder modischen Dinge, die Geschichte schreiben. Manchmal ist es ein einfaches Lebensmittel, das zuverlässig ernährt — und gerade dadurch eine ganze Welt verändert.



Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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