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26.10.19

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Die Französische Bulldogge - Welches Futter passt am besten?

Sie sind in den letzten Jahren zum Statussymbol, zum Modehund avanciert und erfreuen sich hoher Beliebtheit: Französische Bulldoggen liegen voll im Trend. Man hört auch oft die Namen Bully oder Frenchie, wenn es um diese Hunde geht – seltener ist hierzulande die Bezeichnung Bouledogue. Wie es der Name bereits erahnen lässt, stammt diese Hunderasse offiziell aus Frankreich, hat aber eine bewegte Geschichte hinter sich, bis sie ihr heutiges Aussehen und ihre Beleibtheit als Familien- und Singlehund erreichte.

Eigentlich war der Bully in England heimisch, siedelte sich aber mit seinen Haltern in Frankreich an, als diese (hauptsächlich Kunsthändler) zu Zeiten der Industrierevolution ihre Heimat verließen, um nicht nur der aufstrebenden Kunstszene in Frankreich zu folgen. Gemeinsame Vorfahren hat der Frenchie mit den englischen Bulldogs. Diese Ahnen waren – man fasst es kaum – im antiken Rom als Kampfhunde aktiv.

Die heutige französische Bulldogge ist dank vieler Kreuzungen entstanden. Sie ist unter anderem verwandt mit den Boxern und deutschen Doggen, einem Hundetyp, der auf Molosserhunde zurückgeht. Von diesen Ahnen entstammt noch die Form des Körpers, allerdings in der Größe deutlich geschrumpft. Bereits in Frankreich angekommen, entstand hier in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts der erste Rassestandard, der sich aber bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts noch einige Male änderte.

Das Aussehen der Französischen Bulldogge

Frenchies werden nicht größer als etwa 35 cm und sollten nicht schwerer als maximal 13 – 14 Kilogramm werden. Die Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei circa 12 Jahren. Ihr Fell zeigt keine Unterwolle und ist ansonsten kurz und beim gesunden Hund weich und glänzend. Die Fellfarben decken ein Spektrum zwischen rötlichbraun (rehbraun) und hellbraun (wie Milchkaffee) ab. In diesen Schattierungen können die Tiere gefleckt oder gestromt sein, aber auch einfarbige oder mit weißen Flecken gemusterte Tiere sind zu finden.

Die riesigen und hoch am breiten Kopf liegenden Ohren sind aufgestellt und lauschen sichtbar und scheinbar ununterbrochen – stets am Geschehen beteiligt – in alle Richtungen. Typisch für den kleinen Doggenhund ist auch das Gesicht, in welchem sich große Kulleraugen und eine kleine, stumpfe Nase als Erkennungszeichen präsentieren. Der Körperbau kann nicht anders als mit dem Wort „gedrungen“ bezeichnet werden. Dabei sind die Tiere aber überall muskulös, wirkliche Kraftpakete. Komplett wird jeder Bully durch seine kurze Rute, die am Körper anliegt.

Der Charakter der Französischen Bulldogge

Definitiv auf den vorderen Rängen landet die Französische Bulldogge, wenn es um die Eignung als Familienhund geht. Immer freundlich, an allem interessiert, stets bereit für Aufmerksamkeit, Spiel und Zuneigung: Das kommt einem Leben mit Kindern natürlich gerade recht. Nur selten zieht sich dieser Hund zurück, um sich eine kleine Erholungspause zu gönnen – niemals entfernt er sich dabei aber weiter als nötig von seinen Menschen. Die Ecke auf dem Sofa, an den Füßen unter dem Tisch: Lange suchen müssen Halter ihre Französische Bulldogge nicht.

Natürlich haben aber auch Singles ihre Freude an den Frenchies, die aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Größe auch vieles mitmachen können, wo andere Hunde lieber zuhause bleiben sollten. So kann ein Bully auch perfekt die Rolle als Begleithund einnehmen. Es lassen sich heute zahlreiche VIPs aus aller Welt gerne mit Bullys sehen (Hugh Jackman, Leonardo di Caprio) – eine Gewohnheit, die allerdings bis in die Jahrhundertwende des 19. / 20. Jahrhundert zum englischen König Eduard VII. zurückreicht.

Nicht unterbleiben darf eine ausreichende und geduldige Erziehung mit liebevoller Strenge, damit eine Französische Bulldogge die Alltagsregeln begreift und akzeptiert. Ohne Hundeerfahrung ist auf jeden Fall eine Welpenschule anzuraten, aber auch mit einiger Erfahrung schadet es nicht, dort einige Stunden zu absolvieren, schon um mit anderen Hunden und deren Haltern in Austausch und Kontakt zu kommen und den Hund zu sozialisieren.

Problematik der Französischen Bulldogge

Aufgrund seiner Körperform ist der Geschlechtsakt vor allem für den Bully Rüden eher schwierig durchzuführen. Nur selten sind die Bemühungen von Erfolg gekrönt, sodass die künstliche Befruchtung oft der einzige Ausweg ist, die Rasse am Leben zu erhalten. Mischlinge gibt es hingegen ziemlich häufig, da die Hündin ja von andersrassigen Rüden gut gedeckt werden kann – allen voran finden sich Jack Russell, Mops und Zwergspitz unter den gemischten Elternpaaren.

Das zweite Problem ist das bei mehreren Hunderassen festzustellende Brachycephalsyndrom, an dem jede Französische Bulldogge leidet. Brachycephale Hunde haben einen sehr breiten Schädel und eine auffallend kurze Schnauze. Dadurch ist das Atmen oft sehr beeinträchtigt, sodass man Bullys neben ihrem Aussehen auch an ihren Atemgeräuschen (Grunzen, Schnarchen, Röcheln) erkennen kann. Diese Atemnot ist der tägliche Begleiter der Hunde und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Lunge, das Herz: Hier sind die oft chronischen Schäden am häufigsten festzustellen. Überbelastung, zum Beispiel durch wildes Herumtollen oder lange Märsche, sollte vermieden werden. Unbedingt muss aus diesen Gründen auch das Übergewicht der Hunde strikt vermieden werden, da bereits kleine Überschreitungen des Idealgewichts die Symptomatik des Brachycephalsyndroms verschlimmern können.

Besitzer der Französischen Bulldogge haben weniger mit der Fellpflege zu tun, da gesunde Hunde ohne ihre Unterwolle ja (außer beim Fellwechsel 2 x im Jahr) kaum zum Haaren neigen. Vielmehr müssen sie im Sommer stets darauf achten, dass die Hunde nicht überhitzen. Parallel dazu sind im Winter Mäntelchen und Pullis für die Hunde kein modischer Gag sondern unverzichtbares Accessoire bei großer Kälte, da die Tiere sonst schnell frieren.

Die Haltung von Französischen Bulldoggen

Besitzer eines Frenchies kann man auch ohne einen riesigen Garten oder Nähe zu Wald und Wiesen werden. Selbst eine verhältnismäßig kleine Wohnung stört die Hunde nicht. Wichtig ist für sie menschliche Nähe – wo genau, das ist ihnen ziemlich gleichgültig. Wenn in den Pausen ein kleiner Spaziergang winkt, kommen die Hunde auch mit dem Arbeitsleben in einem Büro gut klar. Eine Hundewiese im Park zeigt, dass die Bullys auch mit anderen Hunden gut klarkommen. Dort genießen sie eine Spaß- und Spiel-Einheit, alles jedoch in Maßen. Als Hunde für Sportler, die mit zum Radfahren oder Joggen genommen werden können, eignen sich die Französischen Bulldoggen nicht. Auch beim Schwimmen sind sie durch Körperbau und Atmung beeinträchtigt.

Während die Fellpflege eher dem liebevollen Verhältnis zwischen Halter und Hund dient und natürlich für die Kontrolle auf Hautprobleme oder Ungezieferbefall nützlich ist, gilt den Augenfalten der Tiere besondere Aufmerksamkeit. Diese müssen stets sauber und möglichst trocken gehalten werden, sonst drohen schmerzhafte und langwierige Entzündungen.

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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