Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

23.06.19

mann_mit_hund_bubeck56906

Wie entwurme ich meinen Hund richtig?

Neben dem Impfen ist wohl das Entwurmen der häufigste Grund für den Besuch beim Tierarzt. Dies ist unsagbar wichtig, denn ein Wurmbefall kann bei ausbleibender Behandlung ernste Folgen – sogar den Tod – zur Folge haben. Mit der Anschaffung eines Hundes übernimmt der Halter also auch die Verantwortung, das Tier ein Leben lang vor Würmern zu schützen beziehungsweise das Tier von diesen zu befreien. Bereits im Welpenalter beginnt diese Aufgabe und sie endet auch erst mit dem Ableben des treuen Weggefährten.

Womit wird entwurmt?

Die einzig wirklich sichere Methode des Entwurmens erfolgt durch Medikamente, meist in Tablettenform. Diese Wurmkuren sind – ähnlich den Präparaten der Humanmedizin – wissenschaftlich erprobt und haben ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen. Die Nebenwirkungen und die Wirkweise sind also erforscht und die Wirkstoffe können in der empfohlenen Dosis und um angeratenen Turnus ohne schlechtes Gewissen verabreicht werden. Ausnahmen gelten für noch sehr kleine Hunde, für tragende Hündinnen und einige Spezialfälle.

Die Gerüchte, die medikamentöse Entwurmung habe schlimme Nebenwirkungen für Hunde, sind also nicht wirklich ernst zu nehmen. Vergleicht man hingegen, welche Schäden die Parasiten im Hundekörper anrichten, wenn auf das Entwurmen einfach verzichtet wird, lohnt sich der Einsatz auf jeden Fall. FALLS es zu Nebenwirkungen kommt, äußern sich diese meist in einer kurzzeitigen Appetitlosigkeit und Magen-/ Darmproblemen.

Die Wirkdauer der meisten Präparate beträgt etwa einen vollen Tag. Jedes Entwicklungsstadium der Parasiten, vom Ei bis zum Wurm, wird in dieser Zeit abgetötet und auf natürlichem Wege ausgeschieden. Die Wurmkuren bieten allerdings keinerlei Schutz vor Neuinfektion. Schon 24 Stunden danach kann also ein Hund wieder von jedweden Darmparasiten befallen sein. Deren Entwicklung dauert einige Zeit (zwischen 3-4 Wochen und einem Vierteljahr), danach sind sind sie auch wieder in der Lage, dem Hund (und auch dem Menschen in dessen Umgebung!) gesundheitlichen Schaden zuzufügen. Deswegen ist eine regelmäßig gegebene Wurmkur ohne begründete Pause bis ans Lebensende des Hundes angezeigt.

Tragende Hündinnen und Welpen

Wer nun denkt, ein Hundewelpe ist in Sachen Wurmbefall „jungfräulich“, der täuscht sich. Während der Tragezeit und auch beim Säugen mit Muttermilch kann sich der Welpe von einer infizierten Mutter anstecken. Für Welpen und trächtige beziehungsweise säugende Hündinnen gibt es allerdings gesonderte Entwurmungsmedikamente. Auch nicht entwurmte Welpen können am unerkannten und nicht behandelten Parasitenbefall versterben. Experten raten dazu, bereits zwei Wochen alte Tiere zu entwurmen und diese Prozedur bis wiederum 14 Tage nach Ende der Stillzeit auch alle zwei Wochen zu wiederholen. Um Welpen oder auch eine trächtige Hündin adäquat zu entwurmen, wenden sich Tierhalter auf jeden Fall an ihren Tierarzt.

Durch Kotuntersuchungen die Notwendigkeit von Wurmkuren feststellen

Sobald Hunde erwachsen sind, kann auf das automatische und regelmäßige Entwurmen unter Umständen verzichtet werden. Um den Hundekörper nicht mit Chemie zu belasten, die eventuell nicht sein müsste, werden dann anstelle der Medikamentengabe zunächst Kotproben in ein Labor geschickt (über den Veterinär möglich). Stellt sich die Untersuchung auf ausgeschiedene und im Hundekot enthaltene Wurmeier als negativ heraus, muss nicht entwurmt werden. In einem engen Zeitplan und ohne Ausnahme muss diese Kotuntersuchung allerdings wiederholt werden. Je nach Lebenssituation des Hundes ist auch für diesen Labortest ein Turnus von 3-4 Wochen bis zu 3 Monaten empfohlen.

Um die Kotuntersuchung vornehmen lassen zu können, reicht keine Stichprobe. Folgen Sie den Anweisungen Ihres Tierarztes ohne Abweichung und sorgen Sie für ein zeitnahes Einsenden an das Labor beziehungsweise an die Arztpraxis.  Meist muss an 3 Folgetagen eine bestimmte Menge Kot aufgesammelt werden. Meist werden Sie telefonisch informiert, wie das Ergebnis ausfällt – und müssen dann gegebenenfalls Wurmtabletten verabreichen.

Achtung! Wegen der dauerhaften Gefahr von Neuansteckungen ist auch eine regelmäßige Entwurmung beziehungsweise Kotuntersuchung keine Garantie auf ein wurmfreies Haustier!

Natürliche Mittel, die Entwurmung zu unterstützen

Es ist nicht ratsam, in Sachen Entwurmung auf jegliche Chemie zu verzichten. Alle im Folgenden genannten „Hausmittel“ unterstützen aber den Hund dabei, sich vor Wurmbefall zu schützen beziehungsweise gegen ihn anzukämpfen.

  • Wunderwaffe Kokos: Wie auch gegen Zecken und Flöhe, für eine natürlich Fellpflege und gegen Verdauungsprobleme wirkt Kokos auch dem Wurmbefall entgegen. Flocken und Öl können, im Futter beigemischt, bei der Entwurmung helfen. In Kokosprodukten ist Laurinsäure, welche Würmer nicht so gerne haben und damit den Hund als Wirt nicht auswählen.
  • Möhren: Roh und frisch ins Futter gerieben sagt man den Karotten eine entwurmende Eigenschaft nach.
  • Kürbiskerne: Ein altbekanntes Mittel gegen Bandwürmer. Gemahlen ins Futter gemischt, unterstützen sie nicht nur die Wurmkur, sondern wirkend immunstärkend, harntreibend und damit positiv bei Prostata- beziehungsweise Blasenerkrankungen.

Diese Mittel sollten möglichst das Prädikat „Bio“ tragen – ihre Wirksamkeit ist allerdings wissenschaftlich nicht erwiesen. Zumindest aber stellen sie in der passenden Dosierung eine gesunde Ernährungsergänzung für Hunde dar und schaden keinesfalls. Erkundigen Sie sich über Menge und Co. individuell für Ihren Hund bei Ihrem Tierarzt!

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

bubeck-hund-alter57cc5

Viele Hunde kommen aus dem Tierschutz nach Deutschland. Ihr Herkunftsland und eine Abschätzung, welche Rassen in der Mischung enthalten sein könnten, sind das einzige, was man vorerst über das Tier erfahren kann. Ein Leben als Straßenhund liegt hinter den

bubeck-hund-schlaf46ae0

Gerade noch gemütlich an Frauchen im Bett gekuschelt, sucht der Familienliebling gleich nach der schnellen Gassi Runde am Morgen schon wieder ein Plätzchen. In seinem Körbchen dreht er sich einige Male, legt sich hin, gähnt noch einmal herzhaft und schon

bubeck-katze-blume67567

Wer sich eine Katze ins Haus holt, hat sicher auch darüber nachgedacht, wie er dem Tier ein möglichst schönes und sicheres Leben bereiten kann. Selbst bei bester Haltung sind die Tiere natürlich nicht davor gefeit, krank zu werden oder Unfälle zu haben.

bubeck-hund-unter-der-decke93b46

Dass Haustierliebhaber ihre Hunde (und Katzen, Nager etc.) regelmäßig entwurmen müssen, ist eigentlich alt bekannt. Dennoch nehmen es viele nicht so genau mit der Regelmäßigkeit der Wurmkur beziehungsweise verdrängen das leidige Thema, weil es oft ein ric

bubeck-hund-suessa7e27

Wenn Menschen Tiere horten, wie ein Messie alte Zeitungen oder Papiertüten, steckt dahinter eine psychische Erkrankung, die therapiert werden muss. Ohne Hilfe von außen ist ein Entkommen aus dieser Situation nicht möglich. Oft werden die traurigen Schicks

bubeck-hund-app16981

Heutzutage gibt es für eigentlich alles eine App: Diabetiker führen ein Zuckertagebuch über ihr Smartphone, Schwangere dokumentieren den Verlauf und organisieren die ersten Monate mit ihrem Kind. Viele Apps sind wirklich dazu da, um den modernen Alltag ei

bubeck-hund-bissb5025

Normalerweise kennt jeder seinen Hund so gut, dass er genau weiß, wann er ihn laufen lassen darf und wann nicht – beziehungsweise ob er ihm nicht besser einen Maulkorb anlegt, wenn es unter Leute geht. Trotz Erziehung und einem ansonsten ruhigen Wesen kan

bubeck-katzeea653

Manche Änderungen der Lebensumstände, oft aber auch vermeintliche Kleinigkeiten können dafür sorgen, dass sich eine Katze nicht wohl fühlt. Sie verändert ihr Verhalten, auch gegenüber ihren Menschen oder Artgenossen und macht damit deutlich, dass sie mit