Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

30.05.20

mops-bubeck-welpenc5e22

Welpenfutter als erster Erziehungsbaustein für den Mops

Die Eckdaten über den Mops laut Rassestandard:

  • wird bis zu 15 Jahre alt
  • Männchen 30 cm, Weibchen 25 cm Schulterhöhe
  • etwa 6 bis 8 Kilo Körpergewicht, abhängig von Geschlecht und Größe
  • in schwarzer, silberner oder Falbfarbe, heller Hund evtl. mit schwarzer Gesichtsmaske

Bei ausreichendem Auslauf ist der Mops mit dem Leben in der Wohnung durchaus zufrieden. Zu viel Bequemlichkeit schadet der Gesundheit der Tiere. Sie eignen sich als Begleithunde für Singles und Paare mit ausreichend Zeit für die Hundehaltung, aber auch für quirlige Familien mit Kindern. Sie verhalten sih erst einmal still, lechzen aber insgeheim nach Aufmerksamkeit – denn nichts ist schöner, als zu spielen, herum zu tollen und sich dabei zu verausgaben. Danach muss aber auch ein ausgiebiges Schläfchen gestattet sein, um wieder Kraft zu tanken. Soll der eigene Hund jedoch aus sportlichen Gründen angeschafft werden, ist dies definitiv die falsche Entscheidung. Hundesport, aber auch Joggen und Radfahren ist nichts für die kleine doggenartige Hunderasse. Für Berufstätige gilt: Lieber keinen Hund anschaffen, wenn der Preis für diesen Kauf in stundenlangem Alleinsein des Hundes liegt. Darf der Mops aber mit ins Büro, ist er maximal glücklich.

Preisspannen zwischen 600 und deutlich über 1000 Euro sind für einen Mops Welpen ganz normal. Der Hype um die Tiere hat (leider zugunsten anderer Rassen) ein wenig nachgelassen, sodass die Zahl der Vermehrer, den Mops betreffend, ein wenig zurückging. Diese unseriösen, profitgierigen Hundezüchter, die sich zum Beispiel auf Parkplätzen mit Käufern treffen, um Schnäppchen Tiere feil zu bieten, haben sich auf angesagtere Rassen spezialisiert. Dennoch heißt es, wie bei jedem Welpenkauf, Augen auf und skeptisch bleiben. Lässt der Züchter beispielsweise keine Besuche bei sich zuhause zu oder weigert er sich, die Mutter / die Eltern der Junghunde zu zeigen, ist das schon mehr als verdächtig. Fehlende Papiere, ein schlechter Zustand der Welpen, fehlende Impfungen usw.: Melden Sie solche Züchter und nehmen Sie bei allem Mitleid mit den Tieren Abstand vom Kauf.

➥Dumpingpreise sind weitere Hinweisgeber für die schnöde Ausbeutung der Tiere auf Kosten ihrer Gesundheit, ihres Genpools und auch ihrer Haltung. Beim Kauf von Welpen kann man nicht sparen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann lieber die Schutzgebühr für einen entwurmten, gechipten und geimpften Tierschutz-Mops bezahlen und gleichzeitig noch ein gutes Werk tun. In der Wartezeit auf einen passenden Welpen oder jüngeren Hund im regionalen Tierschutz muss es eben, frei nach Loriot, ein sinnloses, aber dennoch mögliches Leben ohne Mops sein.

Ernährung plus Bewegung ist gleich gesunder Mops

Gerüchten zufolge ist der Mops eher faul und zugleich verfressen. Das sind widrige Umstände für ein gesundes Hundeleben und das Erreichen eines hohen Lebensalters ohne gesundheitliche Einschränkungen. Übergewichtige Exemplare, die schon beim langsamen Spaziergang japsend nach Luft ringen, sind ein viel gesehener scheinbarer Beweis für diese Annahme. Zwei Gründe gibt es für dieses Erscheinungsbild nahezu bewegungsunfähiger Mops Hunde.

Der eine ist ihre überzüchtete Gesichtspartie, die das Atmen erschwert und dadurch die Sauerstoffzufuhr bei Anstrengung erschwert. Von diesen Zuchtmerkmalen wird mittlerweile wieder Abstand genommen, damit den Hunden ein gesünderes Leben möglich gemacht wird. Der andere Grund liegt dann oft im Menschen, der bei gleichzeitigem Bewegungsmangel aus dem ersten Grund trotzdem keine maßvolle Fütterung praktiziert und zu allem Überfluss dem Hund noch einen Speckmantel verschafft. Das klare Einhalten der Fütterungsanweisungen auf der Futterverpackung ist eine ganz wichtige Voraussetzung, dazu natürlich auch das Vermeiden von überflüssigen Kalorien durch Naschereien, die nicht sein müssen. Leckerlis gibt es auch in „gesund“, also ohne Zucker, zu viel und falsche Fette – und außerdem zieht man sie von der Tagesration des normalen Hauptfutters ab.

Den Grundstein für das maßvolle Fressverhalten legt man im Welpenalter. Ein klares Fütterungsritual, bei dem alle Angaben auf der Verpackung nach dem Gewicht des Hundes einzuhalten sind, ist sehr wichtig. Die rechtzeitige Umstellung vom eiweißreichen Welpenfutter auf ein weniger angereichertes Erwachsenenfutter ist ebenfalls ein wichtiger Schritt – diesen nimmt man vor, wenn die Hunde ausgewachsen sind, sprich, bei der ersten Läufigkeit von Weibchen oder der Geschlechtsreife beim Rüden.

Ein Powerprogramm muss den Bewegungsplan nicht gestalten. Es reicht, den Hund nach seinen individuellen Eigenschaften zu bewegen und ihn zu motivieren. Eigene Bequemlichkeit oder falsches Verständnis der Situation sind schlechte Ratgeber. Ein ausgedehnter Spaziergang jeden Tag, ein Stündchen Spielen auf der Wiese – es muss kein Powerwalking oder ähnliches sein, damit der Mops fit, nach seinen Verhältnissen schlank und damit gesund bleibt.

 


 

Bild von Stefan Glazer auf Pixabay

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

hund-angst-schaeferhundc57f2

Silvester: Party, Krach und Böller – schön, wer hier ländlich abgeschieden wohnt und die Möglichkeit hat, dem Hund dieses Erlebnis einmal im Jahr zu ersparen. Doch muss es nicht das Pfeofen und Krachen der Raketen sein, das den Hund in schiere Panik verse

perfekt-hunde-19809c330

Der Hund und die Katze sind in den letzten Jahren von einem Nutztier oder Gebrauchstier zu einem reinen Familienmitglied geworden. Waren sie einst Nutztiere, bei denen man die benötigten Eigenschaften herausgezüchtet hat, so kommt es heute zu der großen F

bubeck-hund-labrador61899

Wer sich einen Hund ins Haus holt, weiß, dass dieses geliebte Tier nur für einige Jahre ein treuer und geliebter Begleiter sein wird. Hunde werden je nach Rasse und Haltung zwischen 8 und 15 Jahren alt, einige nicht so alt, manche erreichen aber auch ein

bubeck-hund-fieber5c7a9

Bei uns selbst oder unseren Kindern ist es viel einfacher, Fieber und Schmerzen zu erkennen, als bei Hunden. Die Tiere können sich nicht äußern und gerade neue Hundehalter haben nicht die Erfahrung mit den körperlichen Anzeichen, die das Tier zeigt. Ein M

bubeck-dalmatiner-kopfdc75b

Nach dem riesigen Kinoerfolg der 101 Dalmatiner wollte jedes Kind weltweit wenigstens einen solchen Hund besitzen – und viele Familien schafften sich nach diesem Blockbuster auch ein schwarz gepunktetes Haustier an. Selbst Katzen mit ähnlicher Fellfarbe e

leonberger-im-schnee08ded

Viele Hundebesitzer sträuben sich dagegen, ihren Hund für die Dauer eines Urlaubes „alleine“ zu lassen und ihn in eine Betreuung zu geben. Dabei ist es kein Problem, einen Urlaub mit Hund zu gestalten, der für die Menschen entspannend und erlebnisreich is

hund-aus-stein-pinkeltc819f

Ein gemütliches Schläfchen, gerade noch im Land der Träume, doch dann wird Bello von irgendetwas geweckt. Er guckt ein wenig schläfrig in die Gegend und entschließt sich, aufzustehen. In seinem Alter dauert das schon etwas – und o Gott: Da ist es schon wi

chihuahua729ed

Teppichporsche, Fußhupe – solche und ähnliche Kommentare begleiten das Leben eines Chihuahua leider nur allzu oft. Der Hund wird auf seine Körpergröße reduziert und das völlig zu Unrecht. Wer sich mit der Hunderasse beschäftigt, kommt bald zu dem Schluss: