Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

27.08.20

huhn_pur_100g_katze_100g904a2

Stolze Schönheit in Weiß – die Chinchilla Katze

Ein Chinchilla ist ein Nagetier und wäre von daher eigentlich eher auf dem Speiseplan von Katzen zu finden. Die Chinchilla Katze ist jedoch eine perserartige Katze, die bewusst auf ihr flauschiges Aussehen und ihre Fellfarbe hin gezüchtet wurde – Verwechslungen außerhalb der Namensgleichheit sind allerdings ausgeschlossen.

Der Chinchilla als Namenspatron

Ein anderer Name des Nagers Chinchilla ist Wollmaus. Hier liegt wahrscheinlich auch die Namensgebung für die Katzenrasse begründet. Die Nagetiere stammen aus Südamerika, sind heute beliebte Haustiere. Beinahe wären sie jedoch ausgestorben, da man sie aufgrund ihres schönen Fellkleides viele lange Jahre lang gnadenlos gejagt hat, was ihren Bestand radikal reduzierte. Ein Chinchilla wird etwa 10 Jahre alt, egal, ob es sich um ein Kurzschwanz oder Langschwanz Tier handelt. Außer der Schwanzlänge unterscheiden sich die beiden Tiere auch nach Größe und Gewicht. Langschwanz Chinchillas sind kleiner (maximal 38 cm) als Kurzschwanz Chinchillas (49 cm). Letztere erreichen ein Höchstgewicht von 1400 Gramm, erstere nur etwa 500 Gramm.

Geschichte der Chinchilla Katze

Das erste Chinchilöa Katzen Exemplar wurde im Jahr 1880 in England geboren. Eine Smoke-farbene Perserkatze und ein Silber-Tabby Artgenosse wurden miteinander verpaart. Es entstand die Silver Lambkin Katze. Alle Chinchilla Katzen stammen von diesem einen Katzenbaby ab. Zur damailigen Zeit trug die Rasse auch den Namen Silver Persian. 21 Jahre sollten bis zur Anerkennung der Rasse noch ins Land ziehen; erst 1901 wurde dies nachgeholt.

Bis heute ist die Chinchilla Katze ein eher seltenes Tier, was nicht zuletzt an den hohen Auflagen liegt, die die Züchter befolgen müssen. Bei vielen Menschen ist die Katzenrasse bis heute weitestgehend nicht bekannt, wenngleich sie von außerordentlicher Schönheit ist. Als in Europa der Zweite Weltkrieg tobte, fand man die Chinchilla Katze gar nicht mehr; erst nach Kriegsende hielt sie langsam wieder Einzug in europäischen Gefilden. Heute, 140 Jahre nach dem ersten Chinchilla Kätzchen existieren zwei Variationen: Die golden shadded und die silver shadded Chinchilla Perser. Das Fell eines jeden Exemplars weist das sogenannte Tipping auf. Dabei sind die Haarspitzen andersfarbig, als die Haaransätze – bei einer Silver Shadded Chinchilla Katze also sind die Haare im Ansatz weiß und an manchen Körperstellen die Spitzen zu höchstens einem Viertel grau.

Wie sieht die Chinchilla Katze aus?

Wäre nicht der Name des Beutetiers enthalten, wäre Wollmaus wohl eine passende Beschreibung für die Chinchilla Katze. Natürlich kann von Maus nicht die Rede sein, stehen doch die stolzen Perserkatzen mit ihren markanten Attributen Pate für die Rasse. Zum samtweichen und flauschigen Fell gesellen sich tappsige Pfoten von ansehnlicher Größe und runder Form. Die Chinchilla Katze gehört zu den mittelgroßen Rassen, hat verhältnismäßig kurze Beine und einen durchaus robusten Körperbau.

Persertypisch ist die Schnauze des Kätzchen, die sehr flach ausfällt. Ebenso erkennt man die „persianische“ Herkunft am runden, großen Kopf. Die Ohren sind klein und buschig, dabei aber dennoch länger als bei den meisten anderen Perserähnlichen. Verlieren könnte man sich in den Augen der Chinchillakatze – diese sind von einem bezaubernden smaragdgrün und haben stets einen geschlossenen schwarzen Rand. Diese Farbe entsteht aber erst mit der Zeit – wie auch die endgültige Fellfarbe. Erst mit etwa sieben Monaten entstehen die typischen Chinchilla Katzen Merkmale. Übrigens haben die Tiere auch an der Schnauze einen schwarzen Strich.

Wie alle Perser hat die Chinchilla Katze ein langes und dichtes Fell – die Besonderheit liegt, wie bereits erwähnt, in der Haarfarbe. Die Tipping Regionen betreffen den Rücken, die Seiten und den Schwanz – definitiv weiß bleiben Bauch und Kinn. Je nach Art der Chinchilla Katze sind die Tipping Haarspitzen grau (silver) oder beige (golden). Die Golden Shadded Chinchilla hat einen schwarzen Schwanz. Nur wenige Ausnahmen zeigen andere Färbungen, unter anderem Shadded Blue, Chocolate, Rot usw.

Das Wesen der Chinchilla Katze

Die Chinchilla Katzen haben einen typischen Perser Charakter. Sie sind sehr ruhig und meistens entspannt. Sie leben im Ruf, ein wenig faul zu sein – man erwischt die Tiere auch tagsüber sehr oft bei einem ausgiebigen Schläfchen. Das bedeutet für den Halter, seine Samtpfote regelmäßig zu motivieren – die Tiere genießen die Zuwendung letztendlich doch und profitieren natürlich auch von der Bewegung und der geistigen Forderung. Die Katzenrasse ist bekannt für ihre Zutraulichkeit, sobald sie einmal Vertrauen gefasst hat. So stolz die Tiere rein optisch wirken, so beleidigt sind sie auch, wenn sie ihren Willen nicht bekommen. Damit muss der Tierhalter leben können.

Die Haltung – kein Problem

Die Chinchilla Katze ist ein Tier, das mit der Wohnungshaltung vollkommen zufrieden ist, wenn sie einen gesicherten Balkon oder einen anderen begrenzten Auslauf zur Verfügung gestellt bekommt. Ein Kratzbaum und mehrere gemütliche Schlafplätze und Rückzugsmöglichkeiten sollten vorhanden sein. Zeigt die Katze keine Unverträglichkeiten, ist sie auch recht anspruchslos in ihrer Ernährung, sofern diese artgerecht ist. Chinchilla Katzen sollten am unteren Limit gefüttert werden, wenn sie sich recht wenig bewegen, da sie sonst Übergewicht bekommen. Für die Haltung der Katze in einem Haushalt mit Kindern braucht es Erziehung, Eingewöhnung und Toleranz. Auf beiden Seiten!

Gesundheitsprobleme der Chinchillakatze

Das größte Problem haben die Katzen mit ihren Augen, deren Reinigung eine verpflichtende tägliche Aufgabe für den Besitzer ist. Sie tränen stark, zeigen oft aber auch Hornhauterkrankungen. Zugluft sollte unbedingt vermieden werden. Die männlichen Exemplare haben sehr häufig mit einem Hodenhochstand und einer daraus folgenden Sterilisierung zu tun. Auch Herzprobleme können auftreten, ebenso wie häufig Nierenerkrankungen diagnostiziert werden. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist also Pflicht.

Intensive Fellpflege ist notwendig

Eine der intensivsten Fellpflegen in Bezug auf Katzen ist bei der Chinchilla Katze gegeben. Tägliches ausgiebiges Bürsten steht auf dem Plan und zwar ein Leben lang. Sobald sich Verfilzungen zeigen, müssen diese aus dem Fell geschnitten werden. Nehmen sie Überhand, muss eine Schur erfolgen – das schöne Fell wächst aber nach. Vor allem nach einem Aufenthalt im Freien ist eine gründliche Kontrolle der Katze nötig – nur zu gerne tummeln sich Zecken, Flöhe und Co im Fell. Auch an ab und an notwendige Bäder sollte man die Katze schon als Jungtier gewöhnen. Einmal wöchentlich ist den Ohren erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen – die Augen wäscht man täglich mit einem nassen, weichen Lappen ab und entfernt Rückstände der Tränenflüssigkeit.

★ Eine junge Chinchilla Katze mit Stammbaum kostet auf jeden Fall mehrere hundert Euro – der Kaufpreis kann aber gerne auch vierstellig werden.

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

bubeck-logo1950e98a2

Fertignahrung hat einen schlechten Ruf. Billige Füllstoffe, zu wenig Fleisch usw. Doch stimmt das Wirklich? Ist Fertigfutter für den Hund schlecht? Wir von Bubeck stellen natürlich Fertigfutter her und sollten aus diesem Grunde jetzt nicht gegen Trockenfu

interzoo_2014_5dae8c

Hält ein Hund Einzug ins Haus, so ist der Welpe im besten Fall bereits an ein Hundefutter gewöhnt - ein guter Züchter wird Auskunft über die verabreichte Nahrung geben und vielleicht sogar ein kleines Säckchen mitgeben, damit die ersten Tage problemlos ü

bubeck-logo_1930_bis_194533f28

Nachhaltigkeit sollte in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert haben und man kann auch sehen, dass immer mehr Menschen über dieses Thema nachdenken. Klar ist vor allem, hierzu gibt es viele Ansätze unter anderem auch bei unseren Haustieren. Ei

dog-889350_1280e96b3

Dass es unterschiedliche Futtererzeugnisse für Katzen und Hunde gibt, ist keine Marotte des Handels, sondern hat seinen Grund darin, dass beide Haustierarten unterschiedliche Bedürfnisse haben, die es durch das jeweilige Futter zu befriedigen gilt. Nur, w

interzoo_2014_39b0a4

Es ist an der Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen: Vielen Tierbesitzern ist es noch gar nicht bewusst, welchen Aufwand man sich sparen kann, wenn Bubeck als Partner für die Tierversorgung ins Haus geholt wird. Unser Service für Sie umfasst vie

dog-1343049_1920fd5a6

Wie pädagogisch wertvoll es ist, wenn Kinder zusammen mit Tieren aufwachsen, ist hinlänglich bekannt. Allerdings gibt es für alle Beteiligten Regeln und Vorgaben, die zugunsten eines sicheren Miteinanders unbedingt eingehalten werden müssen. Die wichtigst

weimaraner-1381186_1920c6aeb

Die Ernährung der Hunde ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Man nimmt an, dass der Hund schon weit über 35.000 Jahre als Begleiter und Helfer des Menschen dient. In dieser Zeit hat sich der Hund sehr verändert, nicht ganz ohne das Eingreifen

mann-mit-hund76ebb

Eine pauschale Antwort, ob für den eigenen Hund ein Geschirr oder Halsband besser geeignet ist, kann nicht gegeben werden. Dies ist von Rasse und Charakter des Tieres, von seiner Erziehung, aber auch von anderen Faktoren abhängig. Optimal wäre es, wenn de