Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

04.06.21

bubeck-welpe-futterumstellung74483

Futterumstellung: Wann ist der beste Zeitpunkt für das Ende vom Welpenfutter?

Hurra – ein vierbeiniger Nachwuchs kommt ins Haus. Alle sind Feuer und Flamme, freuen sich auf die spannende Zeit mit einem Hundewelpen und können den Tag des Einzugs kaum erwarten. Ein unbeholfener und tollpatschiger Hund, unheimlich süß und voller Abenteuerlust wird zum neuen Familienmitglied – soll lernen und erfahren, für Spiel- und Kuschelfaktoren sorgen und vielleicht auch den einen oder anderen Stubenhocker wieder zu mehr Mobilität an der frischen Luft animieren. Eine wichtige Vorbereitung, die in dieser Zeit der Vorbereitungen getroffen werden muss, ist natürlich ein gut gefüllter Futterschrank für den kleinen Racker. Schon hier kann der Hundehalter aus Gründen falscher Sparsamkeit oder auch Unwissenheit vieles falsch machen.

Ein Welpenfutter muss sein!

So, wie Babys nicht mit Schweinebraten und Döner gefüttert werden können, sondern nach der Stillphase eine aufbauende, gesunde und geeignete Kost benötigen, sind auch für Hundewelpen nur Juniorfutter Sorten verträglich. Solange die kleinen Hunde bei ihrer Mutter aufwachsen, regelt die Natur die Versorgung der Welpen perfekt, vorausgesetzt, die Mama wird entsprechend ihres höheren Nährstoffbedarfs durch das Stillen auseichend ernährt. Mit der Zeit werden die Kleinen dann nicht mehr ausschließlich von der Milch der Mutter gesättigt – sie fangen an, auch feste Nahrung zu sich zu nehmen. Bei einem seriösen Züchter kann man sich darauf verlassen, dass auch ein hochwertiges Welpenfutter gegeben wird – schon deswegen, weil er großes Interesse daran hat, auch wirklich gesunde Welpen zu verkaufen. Sein Ruf und damit sein Geschäft hängen nicht unerheblich davon ab, wie gut er seine Tiere versorgt.

Bei einem Besuch beim Züchter kann sich der künftige Besitzer erkundigen, welches Futter sein neuer Liebling bis dahin bekommen hat und dieses rechtzeitig besorgen, damit im Moment keine Umstellung vorgenommen werden muss. Die Gewohnheiten des Welpen einfach zu übernehmen, ist am einfachsten, denn es gibt für die kleinen Hunde genügend Neues und Fremdes, sodass die Futterumstellung ruhig vermieden werden kann. Wichtig ist, das sagen auch alle Experten, dass die Welpen ein Juniorfutter erhalten, das in Sachen Energiegehalt und Nährstoffversorgung exakt auf das Wachstum des Tieres ausgelegt sind.

Junior Nassfutter oder Trockenfutter?

Im weitesten Sinne könnte man sagen, dass es eine reine Geschmackssache ist, ob man seinem Welpen Nassfutter oder Trockenfutter in den Napf füllt. Aus ernährungstechnischer Sicht kommt es viel mehr darauf an, was in dem Futtermittel enthalten ist und dass man so viel davon füttert, dass die Tiere satt werden und mit allem, was sie brauchen, versorgt werden. Es gibt allerdings einige Argumente, die dafür sprechen, ein Trockenfutter zu verwenden.

Bei einigen Welpen ist es durchaus nötig, ihnen ein Futter zu servieren, das sie zum langsamen Fressen animiert. Ein Nassfutter kann der Hund verschlingen und das Sättigungsgefühl lässt merklich auf sich warten – und da kann man als Hundebesitzer schon einmal in Versuchung kommen, mehr Menge zu füttern und damit das Übergewicht sozusagen gleich mit zu verabreichen.

Ein Trockenfutter, das gut gekaut werden muss, verzögert auf natürliche Weise den Fressvorgang, sodass die benötigte Menge auch ausreicht, um das Tier satt zu bekommen. Außerdem ist das Trockenfutter – in jedem Alter des Hundes – merklich gesünder für die Zähne, da eine physikalische Reinigung des Gebisses stattfindet, indem Beläge beim Kauen abgerieben werden und Zahnstein somit verhindert wird.

Umstellung von Juniorfutter auf Erwachsenenfutter

Ist der Welpe ausgewachsen, muss auch das Welpenfutter abgesetzt werden. Im Idealfall wechselt man - zumindest ein Trockenfutter - aber nicht von heute auf morgen, sondern schrittweise. Dazu ersetzt man eine kleine Portion des gewohnten Produktes durch das neue Adulterzeugnis. Verträgt der Hund diese Zusammensetzung, wird wieder für eine gewisse Zeitspanne die Dosis des neuen Futters erhöht. Reines Erwachsenenfutter gibt man also erst nach einigen Wochen der langsamen Futterumstellung. So überfordert man den Verdauungstrakt des Hundes nicht, bemerkt eventuelle Unverträglichkeiten auf neue Bestandteile schnell und kann rechtzeitig reagieren.

Die Umstellung von einem Nassfutter auf ein Trockenfutter ist etwas schwieriger, kommt dem Hund aber ein Leben lang zugute. Weigert sich der Vierbeiner auch nach 2 Tagen Konsequenz des Besitzers noch, das geliebte fleischähnliche und weiche Fresschen gegen die harten Brocken einzutauschen, hilft wie so oft Trick 17: Weichen Sie ein wenig Trockenfutter an und mischen es unter das Nassfutter. Zunächst eine kleinere Menge, dann immer mehr. Auch das Einweichen kann man mit der Zeit etwas mindern, sodass der Übergang von Nass- auf Trockenfutter erleichtert wird, der Hund trotzdem keinen Hunger leiden muss und dennoch ans Ziel kommt. Meistens gelingt diese Aufgabe – nur bei wenigen Tieren muss man ein Leben lang mit Einweichen und einem Löffel Nassfutter nachhelfen. Achtung: Die Menge an Trockenfutter muss von der des Nassfutters abgezogen werden, sonst droht eventuell Übergewicht.

Was tun bei Unverträglichkeiten/ Allergien?

Sei es, dass das Futter des Züchters nicht weitergegeben wird, und man lieber ein anderes Produkt verwenden möchte oder sich einfach eine Unverträglichkeit auf Nahrungsbestandteile erst mit der Zeit abzeichnet – auch in diesem Fall muss man als Hundehalter reagieren. Kommt es zu Unpässlichkeiten, wie offensichtlichen Bauchschmerzen, zum Beispiel durch Blähungen verursacht, oder Durchfall beziehungsweise Erbrechen, kann das ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein. Auch Hautveränderungen oder ein schlechtes Fell sind Alarmsignale. In diesem Fall muss man den Tierarzt aufsuchen, der den Verdacht zunächst einmal bestätigt. Der Veterinär weiß genau, wie man eine Nahrungsumstellung vorzunehmen hat, ob eine medikamentöse Behandlung (zum Beispiel gegen Juckreiz) von Nöten ist und so weiter. Warten Sie in einem solchen Fall nicht zu lange, denn das Tier leidet vielleicht ganz unnötig, wenn sich herausstellt, dass eine bestimmte Proteinquelle ursächlich für die Beschwerden ist und man ganz einfach, nämlich durch die Vermeidung dieses Eiweißes, Abhilfe schaffen kann.

Hochwertige Juniorfutter enthalten allerdings ohnehin zwar mehr Eiweiß, als Erwachsenenfutter, allerdings achtet man darauf, möglichst hypoallergene Zutaten zu verwenden – also Proteine, die laut Erfahrungswerten wenige Reaktionen hervorgerufen haben. Je weniger Inhalte und Mischungen im Welpenfutter verarbeitet sind, umso geringer ist das Risiko einer Unverträglichkeitsreaktion beim Hund. Gleiches gilt auch für die Ingredienzien aus dem Labor. Warum soll man einen Hund damit belasten, wenn es auch natürliche und damit chemiefreie Produkte gibt, bei denen auf Geschmacksverstärker, Lockstoffe und Co. komplett verzichtet wird und stattdessen die hochwertigen Zutaten für einen guten Geschmack für den Vierbeiner sorgen.


 

Bild von karim R. auf Pixabay

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Produkte filtern

bubeck-logo1950e98a2

Fertignahrung hat einen schlechten Ruf. Billige Füllstoffe, zu wenig Fleisch usw. Doch stimmt das Wirklich? Ist Fertigfutter für den Hund schlecht? Wir von Bubeck stellen natürlich Fertigfutter her und sollten aus diesem Grunde jetzt nicht gegen Trockenfu

interzoo_2014_5dae8c

Hält ein Hund Einzug ins Haus, so ist der Welpe im besten Fall bereits an ein Hundefutter gewöhnt - ein guter Züchter wird Auskunft über die verabreichte Nahrung geben und vielleicht sogar ein kleines Säckchen mitgeben, damit die ersten Tage problemlos ü

bubeck-logo_1930_bis_194533f28

Nachhaltigkeit sollte in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert haben und man kann auch sehen, dass immer mehr Menschen über dieses Thema nachdenken. Klar ist vor allem, hierzu gibt es viele Ansätze unter anderem auch bei unseren Haustieren. Ei

dog-889350_1280e96b3

Dass es unterschiedliche Futtererzeugnisse für Katzen und Hunde gibt, ist keine Marotte des Handels, sondern hat seinen Grund darin, dass beide Haustierarten unterschiedliche Bedürfnisse haben, die es durch das jeweilige Futter zu befriedigen gilt. Nur, w

interzoo_2014_39b0a4

Es ist an der Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen: Vielen Tierbesitzern ist es noch gar nicht bewusst, welchen Aufwand man sich sparen kann, wenn Bubeck als Partner für die Tierversorgung ins Haus geholt wird. Unser Service für Sie umfasst vie

dog-1343049_1920fd5a6

Wie pädagogisch wertvoll es ist, wenn Kinder zusammen mit Tieren aufwachsen, ist hinlänglich bekannt. Allerdings gibt es für alle Beteiligten Regeln und Vorgaben, die zugunsten eines sicheren Miteinanders unbedingt eingehalten werden müssen. Die wichtigst

weimaraner-1381186_1920c6aeb

Die Ernährung der Hunde ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Man nimmt an, dass der Hund schon weit über 35.000 Jahre als Begleiter und Helfer des Menschen dient. In dieser Zeit hat sich der Hund sehr verändert, nicht ganz ohne das Eingreifen

mann-mit-hund76ebb

Eine pauschale Antwort, ob für den eigenen Hund ein Geschirr oder Halsband besser geeignet ist, kann nicht gegeben werden. Dies ist von Rasse und Charakter des Tieres, von seiner Erziehung, aber auch von anderen Faktoren abhängig. Optimal wäre es, wenn de