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13.12.19

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Ein Weihnachtsmenü für die Katze

Nicht nur für Hunde, sondern natürlich auch für unsere Stubentiger wollen wir Weihnachten zu einem Fest der Freude und Liebe gestalten. Da wird der Geldbeutel aufgemacht, denn auch Katz und Kater wollen bei der Bescherung bedacht werden. Ideen für ein Weihnachtsgeschenk für die Samtpfötchen sind vielfältig – aber natürlich nicht immer wirklich realisierbar. Sei es, dass ein Kratzbaum ausgetauscht werden muss oder eine Katzenklappe mit einer automatischen Öffnungsfunktion durch einen Mikrochip eingebaut werden soll: Das sind die größeren Ausgaben, die allerdings nur in zweiter Linie für das Tier selbst interessant sind. Dann nimmt die Palette der Möglichkeinen rapide ab. An einem neuen Futterspender interessiert das Haustier höchstens der Inhalt – und ein neues Spielzeug ist vielleicht gar nicht so interessant, wie das alte, heißgeliebte, das zwar schon in Fransen hängt, aber eben das absolute Lieblingsteil ist.

Ein neues Katzenklo – mittlerweile ja auch mit Schnellreinigungsfunktionen und anderen Spcial Effects zu bekommen – erfreut höchstens den Besitzer, denn auch hier ist für die Katze nur wichtig, dass die Streu nach Wunsch und selbstverständlich sauber ist. So führt auch für Katzen der besondere Liebesbeweis zu Weihnachten sehr häufig über den Magen beziehungsweise den Gaumen der verwöhnten Mitbewohner. Nicht selten gibt es dann ein ganz besonderes Weihnachtsmenü für den sanften, aber eigensinnigen Mitbewohner – als Beigabe zum Spielzeug oder anderen Geschenk unter dem Christbaum. Nicht jeder Katze tut man mit Katzenminze einen Gefallen – fall, doch, wird sie sich darüber freuen, vor allem, wenn dieses Extra eher die Ausnahme ist und nicht regelmäßig zur Verfügung gestellt wird. Wie das Festtagsmenü für Katzen gestaltet wird, liegt immer in den Händen der Besitzer – doch sollte man bedenken, dass nicht alles wirklich gut ist, was der Katze schmecken könnte.

Das Katzenmenü vom Metzger

Gerade an Weihnachten kommt es auf den Euro nicht an – und man will dem Schmusetiger ja auch etwas wirklich Besonderes kredenzen. Der Weg zum Metzger liegt also für die Fleischfresserchen nahe. Etwas Leber, feinstes Tartar, Hühnerbrust: Die Angebote in der Theke sind ja bekanntermaßen reichhaltig. Den meisten Katzen schmeckt ein solches Leckerchen auch sicher gut – es kann aber auch passieren, dass man es besonders gut meint und die Katze das Fressen, das nicht aus der Dose kommt, gar nicht kennt und demzufolge auch wenig zu schätzen weiß.

Alles, was vom Metzger kommt, sollte unverarbeitet gekauft werden. Da in Deutschland die Fleischbeschau gut funktioniert, können manche Dinge unter Umständen auch roh gefüttert werden. Wer für die Katze kochen möchte, sollte dies ohne Zusätze und Gewürze tun. Auch die Menge sollte dem Kalorienbedarf der Katze angepasst sein. Es ist falsch, das Tier möglicherweise zu überfüttern, nur, weil Weihnachten ist. Eine Katze, die sonst ausschließlich Dosennahrung und Trockenfutter bekommt, kann auf „echtes“ Fleisch mit vorübergehendem Durchfall reagieren. Dieser verschwindet wieder, wenn wieder normal gefüttert wird und ist kein Anlass zur Sorge.

Fisch auf den Weihnachts-Tisch für die Katze

Die meisten Katzen lieben Fisch – also auch hier eine Idee für die besondere Weihnachtsleckerei. Ob roh oder gekocht spielt wiederum eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist lediglich auch hier die Portionsgröße – und das Vermeiden zubereiteter Speisen aus Fisch. Alles, was gesalzen, gebeizt, geräuchert oder eingelegt ist, soll die Katze nicht fressen. Ein Stück Lachs ist okay, aber eben nicht der geräucherte und gesalzene in Scheiben, sondern der aus der Kühl- oder Tiefkühltheke, der nur portioniert, ansonsten aber naturbelassen ist. Auch bei diesem Extra könnte Durchfall auftreten, wiederum aber ohne Anlass zu Sorgen.

Premium Katzenfutter Dose als Ausnahme

Geld zu sparen liegt in der Natur des Menschen. Glück haben jene Katzenbesitzer, deren Tiere das ganze Jahr mit billigstem Nassfutter zufrieden und gesund sind. Die Preisunterschiede zwischen Discounter und Marke sind enorm, wie jeder Haustierbesitzer weiß. An Weihnachten aber kommt es auf den Euro nicht an, weswegen oftmals dann das Beste vom Besten gerade gut genug ist. Kommt der Premium Doseninhalt dann in den Napf, gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Katze reagiert. Sie stürzt sich auf das Fressen, verschlingt es mit größtem Appetit und verweigert die nächsten Tage ihr gewohntes Billigfutter, weil sie dann doch lieber täglich die bessere Qualität serviert bekommen möchte. Darauf weisen die klugen Tiere dann nicht selten auch mit jämmerlichem Miauen hin, während sie den vollen Napf einfach nur ignorieren. Die andere Alternative enttäuscht viele Besitzer, die es eigentlich gut gemeint haben: Sie müssen zusehen, wie die teure Nassfutterdose verschmäht wird, weil der Stubentiger auch an Weihnachten gefälligst sein gewohntes Fresschen haben möchte.

Leckerlis im Überfluss

Weil Weihnachten ist… Das ist für einige Katzenbesitzer ein Argument dafür, die Leckerli Box ganz weit aufzumachen. Die Rede ist nicht von ein oder zwei Extra Belohnungen, sondern von ganzen Packungen. Diese kommen der Katze oftmals nicht wirklich zugute – auch bei übermäßigem Leckerli Genuss kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Auch ausdrücklich für Katzen geeignete Extra Snacks haben unter Umständen viele Kalorien, was bei der Fütterung bedacht werden sollte.

Fazit: Da es der Katze an sich ziemlich egal ist, dass Weihnachten ist, muss das besondere Weihnachtsmenü eigentlich gar nicht sein. Der Wunsch, auch Haustiere an Weihnachten zu verwöhnen, entspringt rein menschlichem Empfinden. Alle unsere Tiere freuen sich viel mehr darüber, das ganze Jahr an jedem Tag ein kleines bisschen verwöhnt und umsorgt zu werden. Speziell bei Katzen bedeutet dies ein stets sauberes Katzenklo, jeden Tag ein pünktlich gefüllter Napf, ein Leckerli zur rechten Zeit und natürlich Streicheleinheiten und Kuschelmöglichkeiten, wann immer es unseren hochherrschaftlichen Mitbewohnern genehm ist. Von einem super Weihnachtsmenü haben die Tiere nichts.

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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