Wieviel Fleischanteil soll in meinem Trockenfutter sein.

Eine Frage, die schon lange die Hundebesitzer umtreibt. Es ist für jeden Hundehalter klar, je mehr Fleisch umso besser. Aber ist das wirklich so? Vor allem, was ist denn Fleisch überhaupt? Zuerst einmal ist Fleisch nicht gleich Fleisch. Was braucht der Hund denn für Fleisch? Sollte es immer nur das Filet sein, wie wir es gerne immer auf dem Tisch haben. Ist das für meinen Hund gesund, ist das gar für mich gesund? Fragen über Fragen und wenn ich mich im Internet umschaue wird es für mich immer verwirrender.

Fangen wir von vorne an. Ja mein Hund braucht Fleisch, jedoch nach unserer Erfahrung nicht so viel wie angenommen. Denn egal was uns die Werbung und ein paar radikale Wolfverfechter weiß machen wollen, wir haben keinen Wolf mehr zuhause. Wenn wir immer noch einen Wolf hätten, würden wir die Theorie von Darwin völlig über Bord werfen. Gerne würde ich dann auch noch einmal Galileo überprüfen wollen. Spaß beiseite, auch Tiere die mit uns leben, und das schon über 35.000 Jahren, haben Ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse geändert und unserem Lebensstil angepasst. Der Wolf hat sich zum Hund verändert, in dem er sich an das gewöhnt hat was er bekommen konnte. Dies waren schon immer mehr Kohlenhydrate als Fleisch. Das einzige was der Hund aus dem Fleisch braucht sind die Proteine also die darin enthaltenen Aminosäuren.

So hat schon in einer Studie an der Universität von Uppsala der Genforscher Erik Axelsson (Science for Life Laboratory, Department of Medical Biochemistry and Microbiology, Uppsala University, 75237 Uppsala, Sweden, in Zusammenarbeit mit Broad Institute of Massachusetts Institute of Technology, die Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts, die Grimsö Wildlife Research Station, Department of Ecology, die schwedische Universität of Agricultural Science, und dem Department of Forestry and Wildlife Management, Faculty of Applied Ecology and Agricultural Sciences, Hedmark University College in Norwegen) in enger Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Genetiker und Evolutionsforschern festgestellt, dass der Hund Stärke und Kohlenhydrate 5mal so gut verdauen kann wie der Wolf. Um hier gleich festzustellen, die Forschung war nicht von der Lebensmittelindustrie gesponsert und auch schon in den 1980ern durchgeführt. Lange bevor es eine Häufung von Allergien gab.

Zu dieser Zeit war Hundefütterung nicht mehr als ein Müsli aus Weizenflocken, Gesteflocken, Erbsenflocken usw. und ein wenig Fleischfasern aus Rindergrieben. Oder nur eine Müslimischung und eine Dose Fleisch pur. Also 80% Getreide, Gemüse und ein paar Kräuter. Natürlich aufgeschlossen und mit heißem Wasser übergossen für den Hund zum Fressen bereit gemacht. Hunde wurden über 15 Jahre alt und starben nicht grundsätzlich an Krebs, Allergien gab es kaum, also eine für den Hund glückliche und auch gesunde Zeit.

Aber zurück zu dem Fleischanteil und welches Fleisch für den Hund wichtig ist. Damals bekam der Hund viel Bindegewebe, Innereien und ein wenig Fleisch und Knochenmehl. Heute wollen wir hauptsächlich Filet für den Hund und verabscheuen alles was unter Fleischnebenerzeugnisse geführt wird. Natürlich steht unter der Bedeutung Fleischnebenerzeugnisse alles Mögliche und auch nicht so Appetitliches, aber es sind auch wichtige Teile von Schlachttieren die für unseren Organismus und auch den des Hundes wichtige Bausteine sind und richtig eingesetzt das Leben und die Gesundheit des Hundes erhalten.

Mit einer Erfahrung von nunmehr 125 Jahren in der Hundeernährung haben wir die Erfahrung, die man benötigt um die beste Mischung zwischen Fleisch- und Fleischnebenerzeugnissen in einem Futter zu vereinen. Zu der Frage wieviel Fleisch- oder Fleischnebenerzeugnisse sind in einem Fertigfutter enthalten. Wir werden immer mit der Aussage konfrontiert in einem Fertigfutter müssen immer über 50% Fleisch sein, am besten über 70%. Aber von was Reden wir? Reden wir von Frischfleisch oder von getrocknetem Fleisch. So sind immer alle Mythen über die Trockenfuttersorten umherschwirren, ob nun von angeblichen Herstellern oder von Kunden propagiert. Fakt ist, wir sollten uns zuerst einmal über Fleisch und dessen Zusammensetzung klar werden. Fleisch besteht zu 70% aus Wasser, hat bei reinem Fleisch ca. 15 – 18% Rohprotein und noch ca. 7% Fett. Den Rest vernachlässigen wir hier einmal um der Einfachheit halber. Bei den Innereien ist der Proteingehalt noch geringer. Aus diesem Grund liegt selbst bei Fleisch Pur Dosen der Proteingehalt bei ca. 13%. Wenn der Rohproteingehalt bei Fleisch bei 80% läge, was mir sogar sogenannte Ernährungsexperten weiß machen wollen, wäre es ein wenig verwunderlich was in der Dose ist. Also wir gehen einmal davon aus, dass in einem Stück Fleisch wie es sich der Hundehalter für seinen Wolf wünscht ca. 15% Eiweiß / Rohprotein sind. Wenn ich nun aber das Wasser aus dem Fleisch entziehe, verschieben sich nun natürlich die Prozentzahlen. Dann sind in dem verbleibenden Fleisch nicht mehr nur 15% Eiweiß / Rohprotein sondern wir sprechen nun mitunter schon von 45 – 60% oder gar bei Grieben von bis zu 85% Eiweiß / Rohprotein. Bei Grieben liegt der Wert höher, da Grieben komplett entfettet sind. Also Reines Protein. Ab jetzt ist es nur noch reine Mathematik, wenn ich nun einen Fleischanteil von über 50% in getrocknetem Zustand hineingeben würde, wären Werte von ca. 20 – 25% Rohprotein überhaupt nicht machbar und wenn ein Hund den Proteingehalt von einem Stück Fleisch in der Mahlzeit haben soll, auch nicht nötig. Wie wir erfahren, reichen dem Hund fast schon sogar 13% Rohproteingehalt, sonst würde er durch eine Dose Hundefutter ja völlig unterernährt werden. So werden die Portionen bei der Trockennahrung immer kleiner, da jeder immer versucht einen höheren Fleischgehalt in das Futter zu bekommen. Der Hund wird natürlich unzufriedener, da er immer weniger in den Magen bekommt und der Besitzer hat immer mehr ein schlechtes Gewissen, dass er dem Hund so wenig gibt. Dafür gibt es dann aber noch ein paar Leckerlies, natürlich auch wieder mit viel Fleisch und dann wundert man sich, mein kleiner Liebling wird immer dicker… Natürlich kommt dann wieder eine strenge Diät und dann bei Wunschgewicht fängt alles wieder von vorne an.

Aber dabei wäre es doch so einfach für den Hundebesitzer herauszufinden wie hochwertig sein Futter an tierischem Eiweiß also dem tierischen Rohprotein ist. Mit dem ersten Hinweis des gesamten Rohproteingehaltes auf der Verpackung würde er wissen, wieviel nun von dem so wichtigen Eiweiß im Futter ist. Danach sollte man sich aber die Frage stellen, wieviel von dem Rohprotein ist denn nun vom Tier und wieviel ist pflanzlich. Um einen ordentlichen Wert an tierischem Eiweiß im Futter zu haben sehen wir alle Werte über 85% als für den Hund sehr hochwertig an.

Man sollte Trends, Skandalen und Hysterien stets kritisch gegenüberstehen. Hinterfragen Sie alles: Mit Logik und Verstand. Einstufung der WHO speziell von rotem Fleisch als Darmkrebserregend... auf der anderen Seite steht eine Beobachtungsstudie im American Journal of Clinical Nutrition (2009. doi:10.3945/ajcn.2009.26736M), die besagt vegetarische Ernährung führt zu Darmkrebsrisiko...

Ob nun durch den eigenen vegetarischen Lebenswandel und / oder durch die Hysterie an der Einstufung von speziell rotem Fleisch als krebserregend, stellen wir Grundsätzlich die Frage, ist das für meinen Hund nicht doch bedenklich, so viel Fleisch im Futter zu haben. Lesen Sie auch dazu in unserem Artikel: Kann ich meinen Hund Vegetarisch oder Vegan ernähren.

Kategorien: Ernährung Hund

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